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Buffett kauft zu: Diese Aktien stehen bei Berkshire hoch im Kurs

Buffett kauft zu: Diese Aktien stehen bei Berkshire hoch im Kurs
Grafik: ChatGPT

Wenn Warren Buffett zugreift, zucken nicht nur die Kurse – auch Anleger schauen genauer hin: Mit frischen Zukäufen seiner Berkshire Hathaway in Japan treibt die Investorenlegende die Aktien der Handelshäuser Mitsubishi und Mitsui nach oben. Der Vorstoß signalisiert: Der Starinvestor baut seine Wette auf Japan aus.

Buffett legt bei Japan-Aktien nach

Während sich Buffett bei Käufen von US-Aktien zurückhält, setzt er weiterhin auf Japan. Angaben japanischer Handelshäuser zufolge hat das Konglomerat Berkshire Hathaway von Warren Buffett seine Anteile an Mitsubishi und Mitsui erhöht. Dies führte zu einem starken Anstieg der Aktien in diesem Sektor.

Wie Bloomberg berichtet, erhöhte eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Unternehmens ihren Anteil an Mitsubishi auf 10,23 Prozent der Stimmrechte, wie das japanische Unternehmen am Donnerstag in einer Erklärung mitteilte. Im März lag der Anteil noch bei 9,74 %. Unabhängig davon teilte Mitsui mit, dass Buffett und Berkshire ihren Anteil an dem Handelshaus ebenfalls erhöht hätten.

„Wir sehen diese zusätzliche Akquisition als Zeichen des anhaltenden Vertrauens des Unternehmens in unsere Firma und werden unser Geschäftsportfolio weiter stärken”, erklärte ein Mitsui-Sprecher in einer E-Mail. Er fügte hinzu, dass die Beteiligung von Berkshire auf Basis der Stimmrechte 10 % nicht überschritten habe. Laut Bloomberg-Daten hielt das Unternehmen im März 9,82 %.

Nach der Mittagspause in Tokio stiegen die Aktien von Mitsubishi um bis zu 2,9 Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit drei Wochen. Mitsui legte um bis zu 1,8 Prozent zu. Auch die Aktien von Berkshire Hathaway haben sich in den letzten drei Wochen erholt, nachdem sie über einen längeren Zeitraum korrigiert hatten.

Buffetts steigende Beteiligungen sind ein Vertrauensbeweis für Japans Handelshäuser. Diese konzentrieren sich verstärkt auf die Rendite für ihre Aktionäre, um in Zeiten erhöhter geopolitischer Unsicherheit für globale Investoren zu einer attraktiven langfristigen Anlage zu werden.

Auf die Frage, ob Warren Buffett seine Investitionen in japanische Aktien einstellen werde, falls die Bank of Japan in Zukunft die Zinsen erhöhen sollte, antwortete das „Orakel von Omaha“, dass er seine Aktien nicht verkaufen werde.

Berkshires Wette auf Japan

Erstmals im Jahr 2020 wurde bekannt, dass sein Unternehmen Beteiligungen an fünf der größten Handelsunternehmen Japans hält, darunter Marubeni Corp., Itochu Corp. und Sumitomo Corp. Die japanischen Unternehmen verfügen über ein breit gefächertes Geschäftsportfolio, das von der Öl- und Gasförderung im Ausland über die Lachszucht bis hin zu Convenience-Stores reicht.

„Die fortgesetzte Beteiligung von Berkshire hat den japanischen Shoshas, wie die Handelshäuser genannt werden, neue Aufmerksamkeit verschafft“, sagte Norikazu Shimizu, Analyst bei Iwai Cosmo Securities. Sie würden „proaktiver“ vorgehen, um die Renditen für ihre Aktionäre durch Maßnahmen wie Aktienrückkäufe zu steigern, fügte er hinzu.

Ursprünglich hatten Berkshire und Buffett geplant, ihre Beteiligungen unter 10 % zu halten. Laut Buffetts jährlichem Investorenbrief vom Februar haben die japanischen Firmen jedoch zugestimmt, die Obergrenze „moderat“ zu lockern.

Die Maßnahmen von Berkshire stützten japanische Aktien insgesamt. So stieg Itochu um bis zu 3,5 %, Marubeni um 2,7 % und Sumitomo um 1,6 %. Vertreter der drei Unternehmen standen zunächst nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung. Zuletzt sorgte er auch für einen Kurssprung beim Gesundheitsriesen UnitedHealth: Berkshire hatte im zweiten Quartal Anteile des US-Krankenversicherers erworben.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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