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Anleihen

Bund begibt neue 30 Jahre laufende Anleihen zu Spott-Rendite – Investoren greifen beherzt zu

Ja, die Sektlaune im Berliner Finanzministerium dürfte anhalten. Die Kurzläufer, die man verkauft, bringen dem Staatshaushalt jedes Mal richtig schöne Gewinne. Und die Langläufer, die schlägt man…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ja, die Sektlaune im Berliner Finanzministerium dürfte anhalten. Die Kurzläufer, die man verkauft, bringen dem Staatshaushalt jedes Mal richtig schöne Gewinne. Und die Langläufer, die schlägt man nach wie vor für ganz kleines Geld los. Heute bot man den Investoren an für 30 Jahre Laufzeit ein Volumen von 2 Milliarden Euro zu kaufen mit einem Zinskupon von sagenhaften (Satire) 1,25%.

Die Nachfrage lag bei 2,93 Milliarden Euro. Anleger waren bereit für ein Volumen von 1,88 Milliarden Euro unlimitiert zu kaufen – sie hätten also jeden gebotenen Preis akzeptiert. Verkauft hat man dennoch nur ein Volumen von 1,63 Milliarden Euro. Die Differenz von 370 Millionen Euro wanderte in die sogenannte Marktpflegequote. Falls nämlich alle Investoren diese Bundesanleihen bis zum Laufzeitende in 30 Jahren im Depot belassen, gäbe es am freien Markt keine Handelbarkeit mehr für diese Anleihen – dafür sorgt dann der Emittent „Finanzagentur Deutschland GmbH“ mit diesen 370 Millionen Euro Volumen.

Verkauft wurde die Anleihe letztlich zu einem Kurs von 99,41% (Anleihekurse notieren immer in Prozentpunkten). Somit zahlt man jetzt weniger als den Nominalwert von 100,00%, den man in 30 Jahren zurückerhält. Zusammen mit diesem Kursgewinn und dem jährlichen Zinskupon von 1,25% ergibt das eine Rendite von 1,27%. Bei der vorigen Emission 30jähriger deutscher Bundesanleihen lag die Rendite bei 1,29%. Absurd niedrige Renditen sind das bei so einer langen Laufzeit! Der Investor macht es dem deutschen Staat auch weiterhin extrem leicht sich spottbillig zu verschulden.

Weiterhin ist kein Käuferstreik in Sicht, wie auch keine Zinswende in der Eurozone! Ach ja, übrigens: Mit dem heutigen Zinskupon von 1,25% erreicht der Bund bei 30 Jahren Laufzeit ein neues Tief!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    20. September 2017 17:48 at 17:48

    wie kommt der Preis dann zu stande? wenn 1,88 Mrd. unlimitiert nachfragen, hätte der Preis für 1,63 Mrd. ja auch auf z.B. 95% sinken können.

  2. Avatar

    Martin

    20. September 2017 18:55 at 18:55

    Naja, ob es gut oder schlecht war, wird sich erst noch zeigen…

    Ich tippe, dass wir bald dauerhaft negativ Zinsen sehen werden. Daher wären dann 1,29% Rendite immer noch eine gute Investition.

  3. Avatar

    TINOGRUCHMANN

    20. September 2017 21:37 at 21:37

    Schwachsinn, warum kauft dann nicht gleich die EZB die Schulden gegen Negativzinsen und macht der Verschuldung ein Ende, so müsste nicht das Geld von Kleinsparern über Versicherungen entwertet werden

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Anleihen

Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

Redaktion

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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Hellmeyer, Halver, Leber und Co – optimistisch ins neues Jahr!

Claudio Kummerfeld

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Wie wird das Börsenjahr 2021 laufen, und wie werden einzelne Anlageklassen wie Aktien, Gold oder Anleihen performen? Dazu äußern sich im folgenden Video Folker Hellmeyer von Solvecon Investment, Robert Halver von der Baader Bank, Frank Fischer von Shareholder Management, Thomas Romig von Assenagon, Dr. Hendrik Leber von ACATIS und Johannes Hirsch von antea. Natürlich hat jeder der hier gezeigten Personen im Detail unterschiedliche Standpunkte. Aber wenn man das große Bild betrachtet, dann herrscht für den Aktienmarkt doch ein recht großer Optimismus. Klar, die Coronakrise scheint mit dem Impfungen ein Ende zu finden, und Joe Biden bringt Ruhe in die Kiste, nach vier chaotischen Trump-Jahren. Aber gelten „Experten“ mit ihren Jahresaussichten nicht oft als Kontra-Indikatoren? Aber gut, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Die Begründungen der Experten sind jedenfalls inhaltlich schlüssig und durchaus nachvollziehbar.

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