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Bundesbank: Erholung der Industrie läuft, Dienstleistungen problematisch

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Die Bundesbank hat heute ihren Monatsbericht für Oktober veröffentlicht. Demnach verliert der wirtschaftliche Aufschwung deutlich an Schwung. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland dürfte im dritten Vierteljahr 2020 stark angestiegen sein. Gemessen am vierteljährlichen Bruttoinlandsprodukt könnte die deutsche Wirtschaft damit bereits etwas mehr als die Hälfte des drastischen Einbruchs im ersten Halbjahr wieder wettgemacht haben. Trotzdem dürften noch etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom letzten Vierteljahr 2019 fehlen.

Aus heutiger Perspektive dürfte sich die wirtschaftliche Erholung im laufenden Vierteljahr zwar fortsetzen, dabei jedoch eine erheblich langsamere Gangart einlegen. Die Industrie ist gemäß der Bundesbank-Aussagen nicht das Problem, sondern der Bereich Dienstleistungen, der ja von erneuten Corona-Restriktionen direkt betroffen ist. Die deutsche Exportindustrie profitiert derweil zum Beispiel durch die wieder gut laufende Konjunktur in China. Hier die Bundesbank mit ihrer Headline-Aussage zur Industrie:

Dem Monatsbericht zufolge hat die Industrie nach dem besonders starken Einbruch im Frühjahr bis Juli bemerkenswert aufgeholt. Im August habe die Erholung zwar eine Verschnaufpause eingelegt, im Mittel der Monate Juli und August sei die Industrieproduktion dennoch gegenüber dem stark gedrückten Frühjahrsquartal kräftig angestiegen (+13,5 %). Gleichwohl verfehlte sie das Vorkrisenniveau aus dem vierten Quartal 2019 immer noch um gut ein Zehntel. Die Auftragseingänge hätten jedoch weiter zugenommen und beinahe wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Und hier die Headline-Aussagen zum Dienstleistungssektor:

Während sich die Stimmung bei den Industrieunternehmen laut Umfrage des ifo Instituts etwas aufhellte, trübte sie sich bei den Dienstleistungsunternehmen im September zum ersten Mal seit dem Frühjahr wieder etwas ein, schreibt die Bundesbank. Insbesondere Branchen wie das Gastgewerbe dürften durch die zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen und die deshalb in einigen Regionen ausgeweiteten Eindämmungsmaßnahmen belastet werden. Die Fachleute gehen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im laufenden Vierteljahr wohl nur noch vergleichsweise wenig steigen wird.



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1 Kommentar

  1. Die deutsche Wirtschaft hat die Hälfte des drastischen Einbruchs vom ersten
    Halbjahr wieder wettgemacht ?
    Um was für einen Preis bitte schön ?
    Hatten wir denn nicht irgendwie eine Billion oder mehr „gedruckt“ ?
    Habe ja leider vergessen,die Großindustrie wird ja eher „gesponsort“ – von
    Rückzahlungen der Kredite redet ja niemand.Der einzigste,der dafür heftig blutet und
    bluten wird ist der Mittelstand und der private Verbraucher in 2021.
    Na ja,wir bauen eben die Wirtschaft um und das wird wesentlich mehr Arme und Tote
    bringen als die Coronakrise.Unsere „Bewältigung“der Coronakrise schaft sowieso extrem
    mehr Tote und an Hunger leidende in der dritten Welt.Das einzigste Ventil für diese
    Länder ist der Gang ihrer menschlichen „Resourcen“ nach Europa.
    Will hier keinem ein schlechtes Gewissen einreden,aber so lang wir unser Gewissen
    vorübergehend beruhigen geht das auf Kosten der Länder der Dritten Welt und
    „on the long run“ mit Sicherheit auch auf unsere Sozialsysteme.

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