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Bundesbank: Immobilien in Städten bis zu 35% zu teuer, Verhältnis Kauf zu Miete wird in Großstädten immer ungünstiger

FMW-Redaktion

Die Immobilienpreise steigen in Deutschland kräftig weiter, aber auch die Mietpreise ziehen weiter an – das gilt für die Großstädte, während in Nicht-Großstädten der Preisanstieg sich offenkundig verlangsamt hat, wie die es im heute veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank heißt:

„Während sich Wohnraum in städtischen Gebieten mit mehr oder weniger unvermindertem Tempo verteuerte, ermäßigte sich der Preisanstieg in Deutschland insgesamt etwas“.

In denn Großstädten, so die Bundesbank, seien Immobilien inwzischen bsi zu 35% zu teuer:

„Insgesamt übertraf die erhöhte Preisdynamik bei Wohnimmobilien wohl auch im vergangenen Jahr diejenige Rate, die durch demografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt wäre. Die Preisübertreibungenin den Städten insgesamtbetrugen gemäß aktuellen Schätzergebnissen im Jahr 2017 zwischen 15% und 30%.7)
In Großstädten, in denen bereits zuvor beträchtliche Überbewertungen gemessen wurden, dürften die Preisabweichungen nochmals zugenommen haben und mittlerweile bei 35% liegen.“

In Großstädten wird daher das Verhältnis zwischen Kauf und Miete immer ungünstiger für die Käufer, wie die Bundesbank konstatiert:

„Weitere Standardindikatoren zur Beurteilung der Preisentwicklung bei Wohnimmobilien legen ebenfalls nahe, dass sich insbesondere in den Städten die Preise relativ zu ihren fundamentalen Bestimmungsfaktoren weiter erhöht haben. Beispielsweise übertraf dort das Kaufpreis-Jahresmiete-Verhältnis bei Wohnungen, welches im bisherigen Verlauf des Immobilienmarktbooms bereits deutlich gestiegen war, im vergangenen Jahr seinen langjährigen
Mittelwert seit der Wiedervereinigung um rund 15%. In den sieben Großstädten lag dieser Wert zuletzt bei 25%.8. Demnach erreichte die Preis- Miete-Relation in diesen Gebieten im vergangenen Jahr ihren Höchststand seit Beginn der 1990er Jahre.“

Und das obwohl die Mietpreise in Großstädten bei Neuvermietungen deutlich ansteigen:

„Die nach wie vor kräftigen Preissteigerungen bei Wohnungen in den städtischen Gebietengingen auch mit kräftigen Erhöhungen der Mieten bei Neuverträgen in Höhe von 7¼% einher, die sich vorwiegend aus Mietanpassungen bei Wiederbezügen ergeben. In den Großstädten wurden die Neuvertragsmieten bei Bestandsobjekten gar um 9¼% angehoben. Die Verteuerung bei der Überlassung von Wohnraum erreichte damit im Berichtsjahr einen neuen Höchststand seit Beginn des aktuellen Nachfragebooms am Wohnimmobilienmarkt.“

Was also tun? Mieten oder kaufen? Folgendes Video versucht eine Antwort zu geben:


Quelle: Finanzfluss


Von Korny78 (http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Korny78) – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3603699



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