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Bundesbank sieht deutsche Wirtschaft vor starkem Aufschwung

Industrie

Laut aktueller Aussage der Bundesbank steht die deutsche Wirtschaft vor einem starken Aufschwung. So überwinde die deutsche Wirtschaft die pandemiebedingte Krise und stehe am Beginn eines starken Aufschwungs. Man geht davon aus, dass die Pandemie – insbesondere durch eine erfolgreiche Impfkampagne – rasch und nachhaltig zurückgedrängt wird und damit die Schutzmaßnahmen zügig zurückgefahren werden können. Vor allem in den zuvor besonders beeinträchtigten Dienstleistungsbereichen und beim privaten Konsum rechnet die Bundesbank mit starken Aufholeffekten.

Zudem werde der Aufschwung von den Exporten angetrieben, die von der nur allmählich nachlassenden Erholung des Welthandels profitierten. Unter diesen Voraussetzungen rechnen die Bundesbanker damit, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im laufenden und kommenden Jahr kalenderbereinigt um etwas unter 4 Prozent beziehungsweise gut 5 Prozent zulegt. Im Jahr 2023 soll der Zuwachs dann mit nahezu 2 Prozent etwas schwächer ausfallen. Das Vorkrisenniveau werde man bereits in diesem Sommer wieder erreichen.

Privater Konsum wichtig für Aufschwung der Wirtschaft

Die Sparquote der privaten Haushalte ist laut den Bundesbankern in der Coronakrise sprunghaft gestiegen. Die ungewöhnlich hohe Ersparnisbildung sei insbesondere auf angeordnete Geschäftsschließungen sowie Reiseeinschränkungen und die Sorge vor einer Corona-Ansteckung zurückzuführen. Klassische Vorsichtsmotive aufgrund befürchteter Einkommensverluste hätten nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Mit Fortschreiten der Impfkampagne und Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen dürften die pandemiebedingten Spargründe laut Bundesbank schnell an Bedeutung verlieren. Dann werde der private Verbrauch zunächst stark zulegen und die Sparquote schnell sinken. Anfang des Jahres 2022 dürfte letztere dann ihr Vorkrisenniveau erreichen.

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Danach werde die Sparquote weiter fallen, weil angenommen wird, dass etwa ein Viertel der Ersparnisse, die während der Pandemie unfreiwillig gebildet wurden, im weiteren Projektionszeitraum für zusätzliche Konsumausgaben verwendet werden. Im Verlauf des Jahres 2023 erwarte man eine wieder ansteigende Sparquote und damit einhergehend ein spürbar langsameres Wachstumstempo des privaten Konsums. Man kann also vereinfach gesagt sagen: Die Bundesbank glaubt an einen gewaltigen Nachholeffekt der deutschen Konsumenten – sie sollen/werden ihre angestauten Guthaben in großem Umfang in den Wirtschaftskreislauf pumpen?



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