Wenn das Bruttoinlandsprodukt wächst, ist das doch eine gute Sache? Oder doch nicht? Wenn der Staat dutzende oder gar hunderte Milliarden Euro aufwendet, um die Konjunktur zu stimulieren, dann wirkt ein Wachstum von beispielsweise 1 % wie gar nichts. Eine Enttäuschung. Denn für das Wachstum hat man Schulden aufgetürmt und die fortlaufende Zinslast deutlich erhöht. Dadurch bleibt im Haushalt auf Jahre und Jahrzehnte hinweg immer weniger Luft für tatsächliche Staatsaufgaben.
Bundesbank sieht Mini-Konjunkturerholung
Die Bundesbank hat heute eine Aussicht für die nächsten drei Jahre veröffentlicht. Entscheiden Sie selbst, ob das Glas halb leer oder halb voll ist. Ich muss sagen: Für mich ist es zu 90 % leer. Bei dem Stimulus für Rüstung und Infrastruktur, der angekündigt wurde, ist es eher ein kleines, nettes, normales Wachstum für normale Zeiten. Man könnte sogar vermuten, dass das Bruttoinlandsprodukt weniger stark steigen wird als von Bundesbank und vielen anderen Ökonomen kalkuliert – denn zahlreiche Analysen von Ökonomen aus den letzten Wochen zeigen übereinstimmend, dass der Staat einen großen Teil des Sondervermögens übelst zweckentfremdet. Damit schrumpfen die Effekte, die durch tatsächliche „zusätzliche“ Investitionen in Straßen, Schienen, Digitalisierung etc ausgelöst werden sollten.
Konkrete BIP-Aussichten
Die Bundesbank erwartet laut heutiger Aussage für das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr einen Anstieg um 0,6 Prozent und für das Jahr 2027 um 1,3 Prozent. Da in den kommenden beiden Jahren mehr Arbeitstage zur Verfügung stehen, sind die unbereinigten BIP-Raten mit 0,9 beziehungsweise 1,4 Prozent etwas höher. Bereits in 2028 sollen es nur noch 1,1 Prozent Wachstum sein. Das war es schon mit dem großen Konjunkturschub? Nur zwei Jahre mit leicht über 1 % Wachstum? Eine herbe Enttäuschung, so meine Meinung! Die deutsche Wirtschaft sei in 2028 wieder gut ausgelastet, so sagt es heute Bundesbank-Präsident Nagel.
Erklärung zum bevorstehenden Aufschwung
Die deutsche Wirtschaft macht im Jahr 2026 wieder Fortschritte, zunächst noch verhalten, aber dann geht es langsam aufwärts, so erklärt es aktuell Bundesbank-Präsident Joachim Nagel. Ab dem zweiten Quartal 2026 soll sich das Wirtschaftswachstum merklich verstärken, getragen vor allem von staatlichen Ausgaben und wieder anziehenden Exporten. Erste Anzeichen für vermehrte Staatsaufträge seien schon jetzt erkennbar. Deutlicher stütze der expansive Ausgabenkurs jedoch erst im Verlauf des kommenden Jahres das Wirtschaftswachstum. Dann würden zusätzliche Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben die Staatsnachfrage stark steigen lassen. Der Deutschland-Prognose der Bundesbank zufolge gehen auch die Exporte im Verlauf des kommenden Jahres wieder auf Expansionskurs. Zudem beginnen die Investitionen im privaten Wohnungsbau sich zu erholen. Kräftig steigende Löhne und ein sich nach und nach verbessernder Arbeitsmarkt stützen die realen Einkommen und damit den privaten Konsum. Mit steigender Kapazitätsauslastung weiten auch die Unternehmen ihre Investitionen wieder aus. Insgesamt verstärkt sich die Expansion 2027 im Jahresdurchschnitt noch deutlich, so sagt es aktuell der Bundesbank-Präsident.
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Ich empfinde Genugtuung darüber, daß der Bundesrat aktuell für entsprechende steuerliche Rahmenbedingungen beim Agrar-Diesel und für eine Mehrwertsteuersenkung zugunsten der Gastronomie stimmte.
Als Aktionäre wäre es unsere Aufgabe Wachstumsbranchen zu identifizieren. In Deutschland sehe ich da keine.
@Robert
Um nur ein paar zu nennen: Wie wäre es mit Drohnentechnologie, Kernfusion, Quantencomputing, GreenTech & Energietechnik, KI mit Fokus auf Automatisierung (Process Mining) und spezialisierten Sprachmodellen für Unternehmen, HealthTech, DeepTech & Raumfahrt?
Wegen GreenTech. Schau Dir mal Nucera an: Mit viel Tara gestartet und seitdem 50% verloren.
@Robert
Wollen Sie nun Branchen identifizieren, oder geht es darum, induktiv von ausgewählten Einzelbeispielen auf allgemeine Muster und Entwicklungen zu schließen? Falls letzteres gemeint ist, habe ich Ihren Kommentar möglicherweise missverstanden.
GreenTech ist übrigens deutlich mehr als nur Wasserstoff-Elektrolyse. Es umfasst sämtliche Technologien und Verfahren, die darauf abzielen, Umweltbelastungen zu verringern, Ressourcen zu schonen, Ökosysteme wiederherzustellen und Emissionsreduktionen sowie Ressourcenschonung in Produktion, Alltag und Landwirtschaft zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilität, Wasseraufbereitung, Luftreinigung und smarte Gebäudetechnologien.
Sie sprechen aus praktischer Erfahrung?
Wachstumsbranchen in Deutschland, z.B.:
Künstliche Intelligenz / Digitale Transformation: ca. 25–30 % CAGR
Fintech / digitale Finanzdienstleistungen: ca. 11–15 % CAGR
Erneuerbare Energien / Green Tech: ca. 8–12 % p. a.
E-Commerce & Logistik-Tech: ca. 8–9 % p. a.
Digital Health / Healthtech: ca. 7–9 % p. a.
Software & IT-Dienstleistungen: ca. 6–9 % p.
a.
Elektromobilität & Batterietechnik: ca. 10–20 % p. a.
Egal wie man es betrachtet.
Die Frage ist nicht, ob das Glas halb voll ist oder halb leer.
Es ist in jedem Fall doppelt so groß als es sein müsste.
Bei dieser Wirtschaftspolitik reicht für Deutschland ein halbes Glas.
Selbst der Stromverbrauch soll in Deutschland sinken.
Soll es nun bei weniger Stromverbrauch mehr Wachstum geben?
Welche Unternehmer investieren da noch in Deutschland?
…Mittenwalde: Google stoppt Pläne für Rechenzentrum in Südbrandenburg..
https://share.google/ptctdHmYgcrAr1FpH
…Stromnetz am Limit: Wie KI-Rechenzentren die Energieversorgung herausfordern – Wirtschaft – SZ.de…
https://share.google/1fbL5fvcjJTwWUtVd
In jeder Industrienation wird mit wachsendem Stromverbrauch gerechnet, und es werden dementsprechend Kraftwerke gebaut.
Nur Deutschland reißt sie erstmal ab.
Daher wird ein halbes Glas solange für viele Jahre reichen, bis Die Klima-Hysterie ein Ende gefunden hat.
Nur- wie weit sind dann die anderen Länder.
Z. B. in 10 oder 15 Jahren.
Man kann heute den deutschen Volksschulklassen ansehen, wer dann wählt.
…Das Wirtschaftswachstum in Schwellen- und Entwicklungsländern wird für 2025 auf rund 3,8 % bis 4,1 % geschätzt…
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Respekt @Helmut, als größter aller Phrasendrescher und Google-Sucher bist du heute mal wieder in Bestform!
Ich hatte mir die letzten Tage schon etwas Sorgen um dich gemacht. Zum Glück sind deine Freunde @Wechselbalg und @Felix in einer Zeit der Schwäche tapfer für dich eingesprungen 🤣
Ein Strukturwandel von Industrie zu Dienstleister könnte weniger Strom bedeuten, wobei das vor KI war. Wenn die KI-Rechenzentren allerdings im Ausland stehen, dann würde das schon funktionieren.
@Helmut
Das Glas ist exakt so groß, wie es sein müsste, wenn sowohl Politik ALS AUCH Industrie ihre Hausaufgaben machen würden. Ihr einseitiges Bashing braucht hingegen gar kein Gefäß, weil es sich nur aus Dampf und Diffusion zusammensetzt.
Ich habe einmal Ihrer geliebten Google-KI eine Frage im Kontext wirtschaftlicher Entwicklung, Reformstau, kreativer Zerstörung, Innovation, Fortschritt und Visionen gestellt:
https://share.google/aimode/deGzLv0OUpnPd3psY
Wenn Sie die Antworten unvoreingenommen ohne Ihre charakteristisch bornierte Ideologie betrachten, werden Sie erkennen, dass einseitige Schuldzuweisungen nichts weiter sind als subjektiv gewichteter Unfug.
Und ja, ich weiß und erspare Ihnen unnötige Tipparbeit bzw. Copy-and-Paste: Sie dürfen sich gerne bei beiden deutschen Seiten bedanken, die Ihre legendären und jahrelang vor sich hin dümpelnden Edelmetallbestände zum Millionenvermögen gemacht haben – nicht nur die Autokraten und Diktatoren Putin, Trump und Xi.
Legal und steuerfrei, versteht sich 🤑
P.S. Dass Google lieber in Hanau als im demnächst stramm rechts gescheitelten Brandenburg „nach gründlicher Prüfung auf Basis einer Vielzahl von Faktoren“ baut, ist durchaus nachvollziehbar.
P.P.S. Auch wenn Sie keinen Zugang hinter die Bezahlschranken der SZ haben und sich fast ausschließlich in Ihren Echokammern aufhalten, sollte Ihnen als Clickbait-Konsument und Headline Warrior bewusst sein, wie erbärmlich Links versanden, die Sie selbst nicht einmal gelesen und gegengeprüft haben.
Weihnachtsgedicht
Helmut sprach einst voller Macht:
„Bald wird’s dunkel, kalt die Nacht!
Kein Strom, kein Gas – die Welt ist leer,
Deutschland friert, das sag ich sehr!“
Doch siehe da, wie groß die Pein,
die Realität war hell und fein.
Die Heizung brummt, das Licht so klar,
der Winter draußen? Keine Gefahr.
Helmut zog nach Süden weit,
ach wie klug und wie gescheit“.
Dort gab es Strom, doch nur labil,
und auch kein Gas, nur Holz ganz viel.
Ein Haufen Holz, sein einz’ger Trost,
muss hacken, tut das ganz erbost.
Die Finger blau, der Rücken krumm,
die Kälte frißt ihn, macht ihn stumm.
Sein Plan, klug, weise und so fein,
er endet kläglich, ist allein.
Weihnachten für ihn, Desaster pur,
er kämpft, von Wärme keine Spur.
Die Prophezeiung welch ein Wahn,
der Helmut rauft sich in den Haarn.
.
Die Moral von der Geschicht ist jedem klar:
Wer alles schwarz sieht – endet sonderbar.
@ Permanix, ist das jetzt das Abschlussgedicht als Helmut- Basher für 2025. Werden sie sich für 2026 ein neues Ziel vornehmen oder macht sie das weiterhin glücklich ? Helmut als Auswanderer vor 20 Jahren könnte man als Thema abbuchen, sie könnten doch einmal über die neuen Auswanderer und deren Gründe schreiben, da könnten sie, wie es scheint, sogar aus Erfahrung reden.
Wechselbalg floh in die Oase,
arm wie ein Bettler, kein Glück,
am Ende nur eine blutige Nase
Helmut, redet oft Unsinn laut,
Wechselbalg verteidigt ihn, treu vertraut.
Steigt die Börse fulminant,
dann geht er short und findet‘s galant.
Fällt das Öl, wie Regen schwer,
setzt er auf Long – und verliert noch mehr.
Der größte Kontraindikator der Welt,
ein Dauerverlierer, der nichts hält.
Mal Peter, mal Karl, mal Max genannt,
sein Name wechselt wie Sand im Land.
Er liest ganz viel, will alles wissen,
doch über sich selbst – lässt er vermissen.
Wechselbalg – ein großer Schatten im Raum,
immer neugierig und stets im eigenen Traum.
@ Permanix, wenn jemand nicht dicht ist, fängt er noch an zu dichten. Aber Unwahrheiten und Spekulationen werden auch in Dichtform nicht wahr ,selbst wenn sie sich reimen.
Dieser Dichter ist eher eine Flöte. ( Goethe)