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Bundesbank: Target2-Forderungen steigen wieder – „nur Bares ist Wahres“

Von Markus Fugmann

Wie soeben gemeldet, steigen die Target2-Forderungen der Bundesbank wieder – von im Vormonat 526 Milliarden Euro auf nun 531 Milliarden Euro (Hochpunkt war 751 Milliarden Euro im August 2012, vorläufiger Tiefpunkt danach 444 Milliarden im Dezember 2014). Im Falle eines Grexit wäre davon ein nicht unerheblicher Teil des Geldes praktisch verloren..

A propos Geld: die Griechen machen derzeit eine interessante, wenn auch schmerzliche Erfahrung: es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Bargeld, das man in den Händen hält, und Geld, das auf dem Konto liegt. Bekanntlich ist letzteres derzeit nur sehr begrenzt verfügbar für die Griechen – insofern gilt in Hellas der urdeutsche Spruch: „nur Bares ist Wahres“. So sagte heute eine griechische Unternehmerin: „Das Geld steht nur auf unseren Computer-Bildschirmen, aber ist nicht real.“

Das zeigt: in Krisensituationen ist das Halten von Cash, von Barem, der beste Weg. Alle anderen Gelder und Besitztümer (darunter auch Immobilienbesitz, das zeigt die Geschichte vor allem in Deutschland) sind dem Zugriff durch staatliche Autoritäten nicht entzogen. Daher steht zu vermuten, dass Staaten, wenn sie in der Krise sind, eine natürliche Tendenz entwicklen das Bargeld zu verbieten – nur so können sie die Kontrolle behalten. Vielleicht kommt dieser Tag auch in Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft..



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1 Kommentar

  1. ….bestimmt, denn hier sieht es doch nur temporär besser aus, als in Griechenland…..

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