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Bundesbank: Ukraine-Krieg, Lieferengpässe und Inflation belasten Wirtschaft

Die Bundesbank sieht aktuell den Ukraine-Krieg, Lieferengpässe und die hohe Inflation als Problem für die Wirtschaft. Hier ihre Aussagen im Detail.

Rauchende Schornsteine als Symbol für eine brummende Wirtschaft

Welche Faktoren bremsen und unterstützen aktuell das Wachstum der deutschen Wirtschaft? Dazu hat sich vor wenigen Minuten die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Mai geäußert. Wir zeigen hier auszugsweise einige ihrer Headline-Aussagen im Wortlaut:

Die deutsche Wirtschaft konnte im Winterquartal 2022 um 0,2 Prozent zulegen. Seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine belasten dessen Auswirkungen die deutsche Wirtschaft jedoch erheblich. Die Lieferengpässe in der Industrie und im Bau haben sich wieder verschärft und hohe Energiepreise die Produktion zusätzlich gedämpft. Letztere verstärkten zudem die ohnehin hohe Inflation, was die Kaufkraft der privaten Haushalte schmälerte und damit den privaten Konsum belastet. Auch die Warenexporte seien im ersten Quartal 2022 deutlich zurückgegangen. Insbesondere die Ausfuhren in die Euro-Länder hätten – wohl auch aufgrund der recht schwachen Wachstumsdynamik im Euroraum – stark nachgegeben.

Hohe Inflation und Unsicherheit bremsen Erholung

Die Bundesbank rechnet für das laufende Frühjahr allenfalls mit einem leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung. Es stünden sich dabei entgegengesetzte Kräfte gegenüber: „Gegenwind kommt insbesondere von der hohen Inflation, den Lieferengpässen, der hohen Unsicherheit und der schwächeren Auslandsnachfrage.“ Dem würden die umfassenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen entgegenstehen, die den Konsumausgaben einen Schub verleihen dürften. „Unterm Strich dürften aus heutiger Sicht diese Aufwärtskräfte allenfalls leicht überwiegen“. Die Stimmung der Unternehmen habe sich im Vergleich zum Winterquartal erheblich verschlechtert, schreibt die Bundesbank mit Verweis auf den ifo Geschäftsklimaindex. Besonders stark habe sich die Stimmung im Bau- und im Verarbeitenden Gewerbe eingetrübt. Grund dafür seien insbesondere erheblich gestiegene Materialengpässe. Die Auftragslage in der Industrie sei nach wie vor gut, so die Fachleute.

Verbraucherpreise steigen kräftig

Laut Bundesbank haben die Verbraucherpreise zu Jahresbeginn nochmals kräftig angezogen. Im ersten Quartal 2022 sei die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahr deutlich von 5,4 Prozent auf 6,1 Prozent gestiegen, heißt es im Monatsbericht. Insbesondere die Energiepreise aber auch Nahrungsmittel und nicht-energetische Industriegüter hätten die Teuerung verstärkt. Im April stieg die Inflationsrate auf 7,8 %. Ähnlich hohe Raten wurden im früheren Bundesgebiet zuletzt während des ersten Golfkriegs Anfang der 1980er Jahre beobachtet.

Die Bundesbank rechnet damit, dass die Teuerungsrate zunächst noch leicht steigt und dann nur moderat zurückgeht. Angesichts des Ukraine-Krieges und pandemiebedingter Lieferengpässe seien die Erzeugerpreise für Konsumgüter und Nahrungsmittel zuletzt stark gestiegen. Das dürfte Industriegüter und Nahrungsmittel auch für Verbraucherinnen und Verbraucher verteuern. Zwar sei damit zu rechnen, dass staatliche Entlastungsmaßnahmen im Bereich Kraftstoffe, Elektrizität und öffentlicher Personennahverkehr den Preisanstieg vorübergehend etwas dämpften. „Insgesamt dürfte die Inflationsrate aus heutiger Sicht dennoch im Mittel des laufenden Jahres bei etwa 7 Prozent liegen“, so die Bundesbank. Der Preisausblick sei aber gegenwärtig besonders unsicher.



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4 Kommentare

  1. Russland ist zu Verhandlungen mit der Ukraine bereit. Ggf. auch auf Präsidentenebene. Bei entsprechenden Resultaten bekommt Deutschland von Russland hoffentlich wieder den Premiumstatus in Sachen Energie und Rohstoffe, welcher moderate Erdöl und Erdgaspreise mit sich bringt. Ich rechne mit einem Comeback von Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder als Rosneft-Aufsichtsratsvorsitzender.

    1. Kommentar, so irre er auch sein mag, als demokratisch zur Kenntnis genommen.

      1. Antwort und mögliche weitere ähnliche hierzu als demokratisch zur Kenntnis genommen.

    2. Bei entsprechenden Resultaten bekommt Deutschland von Russland hoffentlich wieder den Premiumstatus in Sachen Energie und Rohstoffe
      Das hoffe ich nicht, nie wieder.
      Niemand mit Würde und Verstand braucht jemals wieder einen Premiumstatus seitens Russland.
      Russland hat sein lange gewährtes Vertrauen verspielt, hat seit Jahren nur gelogen, betrogen, intrigiert und billigste Spielchen gespielt.

      Das und alles mögliche weitere ähnliche hierzu als demokratisch zur Kenntnis genommen.

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