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BYD und Geely: Die Perspektiven für die chinesischen Autobauer

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BYD

Für die Aktie der BYD LTD. hatte in meiner nunmehr sechs Monate alten Betrachtung, ein relativ positives Bild gezeichnet. Diesem Anspruch konnte die zwischenzeitliche Entwicklung konnte dieser Erwartungshaltung weitestgehend gerecht werden. Das eigentliche Ziel des jungen Trends wurde dementgegen noch nicht erreicht, doch ist auch noch nicht aller Tage Abend, wie man so schön sagt. Ungeachtet der korrektiven Verfassung befindet sich die Aktie noch in einer intakten Aufwärtsbewegung. Der Chart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf.

Ausblick:

Seit Mitte vergangenen Jahres bildet sich Welle (c) eines sehr großen Triangles (a-b-c-d-e) aus. Diese für sich genommen dreiteilige (A-B-C) bildet momentan die abschließende (C) aus. Wie für eine „C“ üblich muß sich diese Bewegung fünfteilig (i-ii-iii-iv-v) ausformen. Aktuell steht dabei die kleine (ii) auf dem Tagesplan. Diese meist nicht sehr dynamische Welle kann bis zur 0.76-Unterstützung (4.87 €) reichen. Lediglich der Bruch dieser sehr wichtigen Unterstützungslinie sollte sich nicht einstellen.

 

Ein sehr positives Vorzeichen auf die zu erwartende Performance wurde bereits durch den erfolgten Schlußkurs über dem 0.62 Retracement bei 5.95 € geliefert. Allein dieser Schritt nährt die Hoffnung auf einen weiterführenden Anstieg. Das idealtypische Ziel von Welle (C) liegt im Bereich des großen 0.62 Retracements (7.75 €) und kann mittels einer sehr dynamischen Bewegung erreicht werden. Wesentlich höher wird der kleine Höhenflug nicht verlaufen, dazu ist die aktuelle Konstellation nicht geschaffen. Größere nennenswerte Gefahren für das beschriebene Szenario würden sich erst durch einen Bruch des 1.62 Retracements (4.87 €) die Bühne betreten. Diese Option halte ich für nicht sehr wahrscheinlich.

 

Fazit:

Die Aktie von BYD befindet sich in einer größeren zudem komplexen Korrektur. Dennoch wird durch ein erneutes Überschreiten des 0.62 Retracements (5.95 €) ein, bis ca. 7.7 € gültiges, Kaufsignal generiert. Ein größeres Signal ist dementgegen nicht zu erwarten. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 1.62 Retracement bei 4.87 € ab.

 

 

Geely

In meiner letzten Ausgabe, vom September vergangenen Jahres, hatte ich den Abverkauf bis in den Bereich von 1.26 € prognostiziert. Die zwischenzeitliche Entwicklung hat die Aktie der Geely Holding etwas tiefer abgleiten lassen, wie der Chart es zeigt. Signifikanten Einfluß auf mein damaliges Szenario hat diese Performance nicht genommen. Daraufhin habe ich meine Wellenzählung lediglich leichten Anpassungen unterzogen. Langfristig befindet sich demzufolge der Anteilsschein des Autobauers auch weiterhin in einem Aufwärtstrend.

 

Ausblick:

 

Seit Ende´18 bildet sich ein relativ großes Triangle (A-B-C-D-E) als übergeordnete Welle (b; nicht dargestellt) aus. Die momentane Bewegung dient dabei der Ausbildung der Trianglewelle (C). Diese sich dreiteilig ausformende (a-b-c) Welle befindet sich ihrerseits in Welle (b) und damit in einer Korrektur. An den kommenden Tagen wird sich, resultierend daraus, die Korrektur wieder fortsetzten. In deren Verlauf kann sich ein Abverkauf bis zur 0.62-Unterstützung (1.34 €) einstellen. Im Allgemeinen verläuft eine Welle „B“ nicht ganz so kräftig, doch auszuschließen ist dieses Verhalten nicht. Im weiteren Verlauf wird die sich anschließende kleine Welle (c) wieder für freundliches Wetter einstehen.

 

Da es sich um eine Korrektur handelt, werden die Bäume natürlich nicht in den Himmel wachsen. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich einen maximalen Anstieg bis zur großen 0.38-Linie bei 1.92 €. Erst ein eventuelles massives Überschreiten dieser äußerst wichtigen Kursmarke würde die Ausgangslage nachhaltig verbessern können. Auf der anderen Seite würde ein eventueller Bruch der 1.38 Unterstützung (1.22 €) die übergeordnete Korrektur sofort fortsetzen. In der Folge würde sich die Aktie bis deutlich unter 1€ fallen lassen müssen.

Fazit:

Die Aktie von Geely befindet sich in einer komplexen Korrektur. Ein Engagement ist, übergreifend auf alle Zeitebenen, daher nicht anzuraten. Ein erstes Kaufsignal entsteht erst über der 0.38-Linie (1.92 €). Positionen sollten auf dem 1.38 Retracement (1.22 €) abgesichert werden.

 

Foto: BYD

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Aktienrückkäufe: Wie CEOs ihre Unternehmen aufs Spiel setzen

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An der Wall Street sieht man Aktienrückkäufe als normales Instrument an

In den vergangenen Jahren gab es zwei von Top-Managern initiierte Schemata, die beide die von ihnen geführten Unternehmen aufs Spiel setzten: Aktienrückkäufe (verlorenes Jahrzehnt?) und für Kredite als Sicherheit hinterlegte Aktien! Beide Schemata fliegen den Unternehmen nun reihenweise um die Ohren. Im ersten Fall fehlt den Unternehmen nun das Geld in der Krise, im zweiten Fall können die als Kreditsicherheit hinterlegten Aktien schlimmstenfalls einen Abwärtstrend in der Aktie noch zusätzlich verstärken.

Aktienrückkäufe leerten die Konten der Unternehmen, ohne Nutzen zu stiften

Aktienrückkäufe waren über etliche Jahre beim Management zahlloser Unternehmen Mittel der Wahl, um angeblich Aktionäre am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Hunderte Milliarden US-Dollar wurden ausgegeben, um Aktien zurückzukaufen. Dieser Rückkäufe erhöhen temporär den Preis einer Aktie, da die Nachfrage nach den Papieren erhöht wird. Und wenn die Unternehmen die Aktien nach dem Rückkauf vernichten, dann haben die verbliebenen Aktionäre auch einen größeren Anteil am Unternehmen. Eventuelle Dividenden verteilen sich auf weniger Aktien und bei unverändertem Unternehmenswert sollte jede Aktie aus dem kleiner gewordenen Pool aller Aktien mehr wert sein. Um Steuern zu sparen und gemachte Gewinne nicht versteuern zu müssen, nahmen Unternehmen wie Apple sogar Kredite im Umfang dutzender Milliarden US-Dollar auf, um die eigenen Aktien zu kaufen.

Die Kredite sind bei Apple weniger ein Problem, da das Unternehmen gleichzeitig auf enormen Barreserven sitzt. Andere Unternehmen wie Boeing haben es deutlich schwieriger. Geld, das in den vergangenen Jahren für Aktienrückkäufe ausgegeben wurde, fehlt dem Unternehmen nun. Es wurde ausgegeben, ohne dadurch zusätzliches Wachstum für das Unternehmen zu generieren. Es ist das Mittel der Wahl für faule Manager, die keine Ideen haben, wie sie die vom Unternehmen erwirtschafteten Gewinne so reinvestieren können, dass Aktionäre dadurch langfristig profitieren. Dabei wäre die Mehrung des Unternehmensvermögens genau das, wofür das Management von den Aktionären eingesetzt wurde.

Dividenden-Ausschüttungen würden dem Unternehmen zwar auch Kapital entziehen, ohne dadurch zusätzliches Wachstum zu generieren. Doch Dividenden fließen den Aktionären wenigstens direkt zu. Von Aktienrückkäufen haben Aktionäre real höchstens dann etwas, wenn sie ihre eigenen Aktien zum künstlich gepushten Kurs veräußern.

Aktienrückkäufe lassen vor allem das Management profitieren

Dividenden haben zudem den Vorteil, dass das Management nicht überproportional davon profitiert. Genau das tut es aber bei Aktienrückkäufen. Denn inzwischen machen Optionskomponenten den Großteil der Managervergütungen aus. Je höher der Aktienkurs des Unternehmens ist, umso mehr wert sind auch die zugeteilten Aktienoptionen. Manche Aufsichtsräte waren sogar so verrückt, die Managervergütung direkt an den Aktienkurs zu koppeln – bei Tesla Motors zum Beispiel. Das Management hat damit einen maximal großen Anreiz, den Aktienkurs kurzfristig zu erhöhen.

Aktien-Optionen haben zudem den Nachteil, die Anteile der Altaktionäre zu verwässern. Denn jede ausgeübte Aktien-Option führt dazu, dass mehr Aktien im Umlauf sind. Vom gleichen Management durchgeführte Aktienrückkäufe neutralisieren somit erstens die Verwässerungseffekte der eigenen Aktien-Optionen und führen zweitens zu temporär höheren Aktienkursen, die die vom Management gehaltenen Optionen mehr wert werden lassen – oder wie im Falle von Tesla überhaupt erst zur Zuteilung der Optionen führen. Fehlt den Unternehmen nach den Rückkäufen dann auch noch das Geld in der nächsten Krise, wie bei Boeing, dann hat das Management die Unternehmenszukunft aufs Spiel gesetzt, um sich selbst Vorteile zu verschaffen.

Manager verpfänden ihre Aktien, um den eigenen Lebensstil steuerfrei zu finanzieren

Ein zweites gern von Managern genutztes Schema der Bereicherung zum Nachteil des Unternehmens ist abseits der Aktienrückkäufe die Kreditaufnahme für persönliche Zwecke. Manager wie Elon Musk von Tesla oder Markus Braun von Wirecard zahlen ungern Steuern. Und sie geben auch ungern das Steuer „ihres“ Unternehmens aus der Hand. Gleichzeitig pflegen oder pflegten sie jedoch gern einen opulenten Lebensstil. Um den zu finanzieren, müssten sie eigentlich einen Teil ihrer Aktien verkaufen. Dabei müssten die Kursgewinne versteuert werden und sie hätten anschließend weniger Stimmrechte auf der nächsten Aktionärsversammlung.

Liebend gern boten und bieten Banken daher an, doch einfach einen (großen) Teil der eigenen Aktien als Kreditsicherheit zu hinterlegen. Für Kredit fallen keine Steuern an, die Stimmrechte bleiben beim Aktienbesitzer und trotzdem ist der Lebensstil gesichert. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld werden die Zinsen dafür gern gezahlt.

Doch die Sache hat einen kleinen Haken: Das Schema funktioniert nur solange, wie der Aktienkurs nicht crasht. Tut er das, werden die Banken irgendwann nervös. Reicht der Wert der als Sicherheit hinterlegten Aktien nicht mehr aus, um den Kredit zu besichern, folgt der Margin Call. Der Kreditnehmer muss dann neue Sicherheiten hinterlegen. Kann er das nicht, werden die Kreditsicherheiten, also die Aktien, verwertet. Das heißt, die Bank wirft die Aktien auf den Markt. Alle. Zur gleichen Zeit. So wie bei Wirecard vor einigen Tagen. Diese Notverkäufe befeuern einen ohnehin bestehenden steilen Abwärtstrend zusätzlich. Je niedriger der Aktienkurs ist, umso schwieriger werden jedoch Kapitalerhöhungen. Denn für den gleichen neu eingeworbenen Betrag müssen viel mehr neue Aktien verkauft und damit der Anteil der Altaktionäre auch stärker verwässert werden.

Der Anteil der verpfändeten Aktien kann dabei durchaus enorme Werte annehmen. Bei Elon Musk sind es 54% all seiner Tesla-Aktien, von denen er rund 20% besitzt. Bei Softbanks Masayoshi Son sind es 60%. Son hält 27% an Softbank. Und Steven Rales, CEO der Danaher Corporation, hat 74% seiner Aktien verpfändet. Er hält 6,2% an Danaher. Sein Bruder Mitchell Rales hält weitere 5,1% an Danaher, von denen wiederrum volle 90,7% für Kredite verpfändet wurden.

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Tesla – die Wiederauferstehung der Dotcom-Blase!

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Die Euphorie um Tesla erinnert stark an die Dotcom-Blase: damals wurde alles gekauft, was mit Internet zu tun hatte – heute ist an die Stelle des Internets die Euphorie um die Elektromobilität getreten. Vor allem Tesla steigt von Allzeithoch zu Allzeithoch – aber dieser Anstieg basiert auf zwei eher unwahrscheinlichen Prämissen: erstens dass Elektroautos den Markt klar dominieren werden in Zukunft, und zweitens dass kein anderer Hersteller in der Lage sein wird, Tesla wirklich Konkurrenz zu machen..

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Dirk Müller zum Wasserstoff-Hype: Warum man jetzt nicht einsteigen sollte

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Wir hatten erst vorgestern über die Aussagen von Dirk Müller berichtet,über die Wahnsinns-Hausse der letzten Wochen in den USA, wo teilweise Minderjährige mit den Kreditkarten ihrer Eltern die Börse stürmen, und wo Millionen von Menschen mit Kleinstbeträgen wie wahnsinnig Börsenkurse pushen. Heute spricht Dirk Müller im folgenden Video über den aktuellen Hype rund um das Thema Wasserstoff. Diese Woche wurde der Hype nochmal kräftig befeuert durch die erst gestern präsentierten großen Pläne der EU, dass man bis 2050 klimaneutral werden wolle, und das mit Wasserstoff. Gigantische Milliardenprogramme sollen von Staaten und Unternehmen in Europa aufgelegt werden.

Also, ist das nun auch der große Start für den Hype rund um Wasserstoff-Aktien? Oder läuft er schon, und Anleger, die sich hier noch nicht auskennen, kommen zu spät? Genau davor warnt Dirk Müller im folgenden Video. Er beschreibt diese jetzige Euphorie und vergleicht sie mit Themen wie 3D-Druck oder Cannabis-Aktien. Jetzt sei der Markt für Anleger schon zu teuer. Man müsse nun erst einmal auf die Marktbereinigung warten, die nach der Euphorie einsetze. Er beschreibt auch Phasen der Markteuphorie, wie es sie in anderen Bereichen schon gegeben habe, die nun auch so beim Wasserstoff ablaufen würden.

Wasserstoff Tankstelle in Belgien
Eine Wasserstofftankstelle in Zaventem Belgien. Foto: Dr. Artur Braun (Arturbraun) CC BY-SA 4.0

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