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Carl Icahn über Blackrock: „extrem gefährlich“

Von Markus Fugmann

Der amerikanische Starinvestor Carl Icahn hat den größten Vermögensverwalter der Welt, Blackrock, scharf kritisiert und prognostiziert, dass die Firma „in die Luft fliegen werde“. Blackrock sei eine „extremely dangerous company“, die vorwiegend Liquidität verkaufe:

„They sell liquidity. There is no liquidity. That’s my point. And that’s what’s going to blow this up.“

Icahn besorgt insbesondere die hohe ETF-Positionierung von Blackrock im Bereich riskanter Anleihen (high-yield): der Markt befinde sich in einer Blase, und wenn die Fed die Zinsen anhebe, werde diese Blase platzen, so Icahn auf einer von CNBC veranstalteten Konferenz für institutionelle Investoren. Investoren würden dann ihre ETFs verkaufen, und dann gebe es niemanden, der als Käufer auftrete.

Blackrock-Chef Larry Fink, der ebenfalls bei der Konferenz anwesend war, reagierte pikiert: Icahns Aussagen seien total falsch („dead wrong“). Diese ETFS würden mehr Transparenz in den Anleihemarkt bringen als alles andere, so Fink. Wenn die Fed die Zinsen anhebe, werde vielmehr neues Geld in die Anleihemärkte strömen. Fink zeigte sich dagegen besorgt über die Manie amerikanischer Unternemehmen, ihre eigenen Aktien zurück zu kaufen: sie würden damit ihre Zukunft verspielen, weil es an Investitionen in Zukunftstechnologien fehle.

Derzeit beträgt das Volumen von US-ETFs knapp über zwei Billionen Dollar. Fink hat sich zuletzt dafür stark gemacht, dass Investoren einen längeren Investitionshorizont haben sollten – und indirekt angekündigt, sich von Kunden zu trennen, die sehr kurzfristig ausgerichtet seien.



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3 Kommentare

  1. Diese Bank hätte ohnehin alles schlechte redlich verdient – wäre definitiv kein Verlust; auch nicht um deren Beteiligte (ebenfalls im weiten Sinne).

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