CATL greift in Europa an: Mit einer neuen E-Auto-Batterie will der chinesische Weltmarktführer den europäischen Markt aufmischen. Er setzt dabei auf eine Technologie, die mehr Reichweite, schnelleres Laden und maßgeschneiderte Lösungen verspricht – eine Revolution bei Batterien für Elektroautos.
CATL stellt E-Auto-Batterie für Europa vor
Laut einem Bericht von Bloomberg will der chinesische Batteriehersteller CATL mit einer eigens für Europa entwickelten E-Auto-Batterie auf dem europäischen Markt durchstarten. Während viele europäische Projekte – etwa nach der Insolvenz des schwedischen Unternehmens Northvolt – ins Stocken geraten, baut der weltgrößte Akkuproduzent seine Präsenz in Europa deutlich aus und richtet seine Produktstrategie entsprechend neu aus.
Kurz vor der IAA in München stellte CATL seine neueste Batteriegeneration mit dem Namen „Shenxing Pro“ vor – ein LFP-Akku speziell für die Anforderungen der Elektromobilität in Europa. Diese Zelle ist ausschließlich für den europäischen Markt vorgesehen und soll in zwei Varianten angeboten werden, während sie in China nicht erhältlich sein wird.
Die neue Batterie setzt auf die Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP), die bisher eher mit Reichweiten von 300 bis 500 Kilometern in Verbindung gebracht wurde. Mit dem neuen Ansatz sollen jedoch bis zu 758 Kilometer möglich sein. Zudem ist schnelles Laden selbst bei Temperaturen von minus 20 Grad Celsius machbar – ein Punkt, bei dem herkömmliche Batterien oft stark an Leistung verlieren. Die chinesische Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. unterschreicht damit ihre Wachstumsambitionen in der Region.

Eigenschaften der Batterie
Die Lithium-Eisenphosphat-Batterien verbinden hohe Reichweiten entweder mit besonders schneller Ladegeschwindigkeit oder mit langer Lebensdauer. Eine der beiden Varianten erreicht 758 Kilometer Reichweite, hat eine Lebensdauer von zwölf Jahren und zeigt kaum Verschleiß — ideal für den Leasingmarkt. Die andere schafft nach nur zehn Minuten Ladezeit 478 Kilometer Reichweite und ist für niedrige Temperaturen optimiert.
Mit der neuen Produktreihe bekräftigt CATL sein Engagement in Europa, wo die Verkäufe von Elektroautos in den ersten sieben Monaten des Jahres um 26% gestiegen sind. Das Unternehmen hat über 11 Milliarden Euro in seine europäischen Aktivitäten investiert, darunter Werke in Deutschland, Ungarn und Spanien.
Man wolle nicht nur Batterien an europäische Kunden verkaufen, sondern auch maßgeschneiderte Produkte entwickeln und vor Ort produzieren, erklärte Tan Libin, Chief Customer Officer von CATL. Ziel sei es, das europäische Ökosystem der Elektromobilität zu modernisieren – von der “Materialproduktion, Batteriefertigung, Wiederaufbereitung bis zum Recycling”.
Im niederländischen Eindhoven will CATL bald das erste europäische After-Sales-Servicezentrum eröffnen. Dort sollen Kunden künftig Dienstleistungen wie Batterieinspektionen, Wartung und Recycling in Anspruch nehmen können.
FMW/Bloomberg
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Aktuell kann man feststellen, daß sich der Anteil von Kohle und Gas innerhalb der Energieformen erhöhte. Die Elektromobilität kann daher nur Gegenstand eines Energiemixes sein, wozu auch Verbrenner gehören, welche mittels Sprit angetrieben werden.
…und Hierzulande träumt man weiterhin vom Verbrenner bis in alle Ewigkeit, während China (mal wieder) den Takt vorgibt.
@Domi, China wird den „Taktstock“ nicht mehr so schnell abgeben. Sie haben günstige Stundenlöhne, eine akzeptable Qualität, Seltene Erden, einen wachsenden Markt und grosszügige Subventionsprogramme. Nebenbei ist unser Technologievorsprung Geschichte. Das ist der Lauf der Dinge, ein ganz normaler Industriezyklus (Marktgesetz) und ich glaube nicht, dass man da irgendjemanden Vorwürfe machen kann:
Einführungsphase
Innovation entsteht meist in entwickelten Märkten; hohe F&E-Kosten, geringe Skalierung.
Wachstumsphase
Nachfrage steigt – Unternehmen beginnen, Produktion oder Vertrieb in aufstrebende Märkte zu verlagern, um dort früh Marktanteile zu sichern.
Reifephase
Markt im Ursprungsland gesättigt; Verlagerung von Produktion und Services in Länder mit kostengünstiger Infrastruktur und wachsender Konsumkraft (z. B. China, Südostasien, Indien, Lateinamerika).
Sättigungsphase
Wettbewerb intensiv, Margen sinken; strategische Expansion in neue Wachstumsmärkte, um stagnierende Umsätze auszugleichen.
Rückgangsphase
Industrie schrumpft im Ursprungsland; Know-how und Kapazitäten werden in dynamische Volkswirtschaften überführt, oft begleitet von M&A oder Joint Ventures.
Wir sind nun in der Rückgangsphase angelangt. Entweder wir investieren mehr in Innovation, neue und andere Technologien, etc. oder wir müssen Wohlstandsverluste hinnehmen.
Der Oberknaller dabei ist mal wieder unser blöder Söder.
Zitat: „Der Verbrenner hat mit E-Fuels und neuen Technologien Zukunft.“ 😄
Da drängen sich doch sofort jedem, der denken kann, zwei Fragen auf:
Welche Zukunft sollen maximal ineffiziente E-Fuels im Individualverkehr haben?
Was sind neue Verbrenner-Technologien? Werden bayerische Verbrennermotoren künftig mit Bratwürsten, Big Macs und Döner betrieben?🌭🍔🥙
Dazu fallen mir zwei Dinge ein:
– Die Abhängigkeit von russischem Öl wird durch die Abhängigkeit von chinesischen Technologien und Rohstoffen ersetzt (Batterien, seltene Erden, Solarpanel).
– Die Ladeinfrastruktur in Deutschland ist ein einziges technisch unterentwickleltes und preisintransparentes Chaos.
Der „Fortschritt“ wird deshalb in Deutschland nicht ankommen, weil wir wieder mal zu dösig sind…..
Dazu passt dann die letzte Meldung, dass die Hälfte aller Arbeitnehmer hier gerne weniger arbeiten würde…..
Der LFP-Akku meiner Solaranlage steht in der Garage, in einer Extra-Einhausung. Trotzdem erreicht er Temperaturen von unter 5 Grad Celsius – und lädt oder entlädt dann nur noch mit ca 5-10% der normalen Geschwindigkeit. Lt Hersteller degradiert das Lithium sonst. Eine Eigenschaft von Lithium.
Umgangen wird dies in Automobilen durch ( permanentes ) Aufheizen des Akkus.
Klimaerwärmung direkt sozusagen.