Folgen Sie uns
  • Brokervergleich
  • Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Allgemein

CETA: Erster „Stunk“ aus Rom – neue Regierung will Freihandelsabkommen mit Kanada nicht unterschreiben

Veröffentlicht

am

Wie wir alle gestern gelernt haben, findet die neue italienische Regierung den Euro auf einmal doch nicht mehr so schlimm wie im Wahlkampf. Er sei sogar unverzichtbar für Italien, und müsse halt nur reformiert werden. Aber die neue Regierung aus Fünf Sterne-Bewegung und Lega hat noch reichlich Platz um ihren europäischen Partnern jede Menge Probleme zu bereiten.

Und heute geht es gleich los. So sagt aktuell der neue Landwirtschaftsminister Gian Marco Centinaio gegenüber „La Stampa“, dass Italien den schon lange fertig verhandelten Freihandelsvertrag zwischen Kanada und der EU (CETA) nicht unterschreiben werde. Die Unterschriften der jeweiligen Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten waren eigentlich nur noch eine finale Formsache. Aber wie man sieht, hat sich die Lage nun geändert.

Man will wohl entweder wirklich den CETA-Vertrag nachverhandeln, oder innenpolitisch seinen Wählern lediglich zeigen, dass man „etwas tut“. Centinaio moniert, dass es keinen ausreichenden Schutz für Produkte aus Italien mit markenrechtlich geschützter Herkunftsbezeichnung gebe. Damit könnte zum Beispiel gemeint sein, dass man Angst hat, das Käsehersteller aus Kanada Produkte nach Italien importieren und sie Parma-Käse nennen – nur so ein erster Einfall unsererseits.

Finden Sie über diesen Link die Detailerklärungen zu CETA aus Sicht der EU-Kommission.

CETA
Grafik: EU-Kommission

3 Kommentare

3 Comments

  1. sabine

    14. Juni 2018 13:03 at 13:03

    Ihr Einfall und die Angst der Italiener sind voll berechtigt.
    Wie war das in der EU-Zwangsjacke beim Rinderwahnsinn:
    a) Wir mußten Fleisch aus England einführen, bei dem sicher war, daß auch kontaminiertes dabei war. Also nicht nur das Risiko, sondern es war Fakt.
    b) Deutschland durfte für die Produkten, die das enthalten, nciht verlangen, daß es drauf steht. D.h. in Lebensmitteln, in denen britisches kontaminiertes Fleisch verarbeitet wurde, durfte (!) es nciht vermerkt werden. Laut und dank EU!!!
    c) Die Ministerin, die dagegen klagte, wurde abgewiesen. Die Weisungsbefugnis (Macht) sei in Brüssel, nicht in Berlin.
    Tja, und das will Italien eiindämmen. Komisch.

  2. Maitdjai

    17. Juni 2018 08:19 at 08:19

    Wer dem Bruesseler „Panoptikum“, incl. der „Kaeseglocken-Parallel-Weltler“ in Berlin, in die Parade faehrt, hat meinen Beifall! Auch wenn es sich um sog. „Populisten“ handelt.

  3. Beobachter

    17. Juni 2018 13:00 at 13:00

    @ Sabine, Richtig , die EU ist eine Zentralismus –Bürokratie hoch 2.
    Hat man die Krümmung der Gurken u. die Glühlampen u.s.w. als EU zuständiges EU Problem angesehen,
    hat man die 1000 0000 mal wichtigere Aussengrenze mit den Milliarden Folgekosten den Italienern u.Griechen überlassen, bis es jetzt eskaliert ist.
    Übrigens die meisten EU Länder haben schon im eigenen Land ein Zentralismus – Problem.
    Z.B. Italien mit Süditalien
    Frankreich mit Korsika
    Deutschland mit Bayern
    Die Schlauheit dieser Bürokraten ist schon ersichtlich, wenn man sieht, dass man mit dem Mikroland Griechenland gefühlte 100 Krisensitzungen hatte, während man sich mit England mit der Grösse der 20 kleinsten EU Länder Null Mühe u.Toleranz zeigte um den Brexit zu verhindern.
    Griechenland hatte eben soviel Schulden ,dass man es nicht fallen lassen könnte.Hatte etwa England zuwenig Schulden?
    Sagte doch eine deutsche Politikerin, MAN HAT DIE DEUTSCHEN U.FRANZÖSISCHEN BANKEN GERETTET U. NICHT GRIECHENLAND. Genau aus diesem Grunde muss auch Italien keine Angst haben

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

So sehr weichen Preise in der EU ab – vier EU-Partner mit riesigen Unterschieden

Veröffentlicht

am

Die Preise für private Konsumausgaben innerhalb der EU weichen dramatisch voneinander ab. Das ergibt eine heutigen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes. Die Preise in Dänemark sind 37,9% höher als der EU-Durchschnitt (Spitzenwert!). In Bulgarien liegen die Preise 49,4% unter dem Schnitt (schlechtester Wert). Auch Polen und Tschechien sind mit -42,6% und -29,2% relativ günstige Länder!

Deutschland liegt 4,3% über dem EU-Schnitt. Die Grafik zeigt es. Skandinavien ist grundsätzlich eben ein sehr teures Pflaster, dazu natürlich auch Luxemburg. Erstaunlich ist, dass Irland mit +27,3% das zweit teuerste Land im Vergleich ist (Insel-Lage + Wirtschaftsboom?). Aber jetzt kommt der Oberhammer. Man schaue auf vier Länder außerhalb der EU, in direkter Nachbarschaft. Zitat Statistisches Bundesamt:

Bei den europäischen Staaten außerhalb der EU war das Preisniveau im Vergleich zum EU-Durchschnitt in Island (+56,1 %), in der Schweiz (+51,9 %) und in Norwegen (+47,7 %) am höchsten. Sehr viel niedriger war es in der Türkei (-56,6 %), bedingt durch den stark veränderten Wechselkurs der türkischen Lira zum Euro.

Preise innerhalb der EU

weiterlesen

Allgemein

Demografiewandel bremst Wirtschaft bis 2035, drei Bundesländer große Verlierer

Veröffentlicht

am

Der Demografiewandel bringt laut ifo-Institut (heutige Veröffentlichung für die Bertelsmann-Stiftung) einen massiven Arbeitskräftemangel. Untersucht hat man einen Zeitraum bis zum Jahr 2035. Am Schlimmsten betroffen sein sollen die Bundesländer Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das jahresdurchschnittliche Wirtschaftswachstum der Bundesländer in den Jahren 2018 bis 2035 werde bei diesen drei Bundesländern sogar ein Minus aufweisen, und zwar -0,2%, -0,1% und -0,2%.

Dass zum Beispiel ostdeutsche Bundesländer auch nur zu den strukturschwachen westdeutschen Regionen aufschließen können, wird von der Studie arg bezweifelt. Ganz vorn erwarte man beim Wirtschaftswachstum bis 2035 die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie Baden-Württemberg und Bayern. Die regionalen Unterschiede bei der Wirtschaftskraft sowie beim Lebensstandard würden in den kommenden Jahren somit deutlich zunehmen. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, dass regionale Wohlstandsunterschiede in überschaubarer Zeit abgebaut werden können. Auch die Schere zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland werde sich deswegen nicht weiter schließen, so die Aussage der Studie.

Selbst wenn die ostdeutschen Flächenländer lediglich bis zu den strukturschwachen westdeutschen Ländern aufholen wollten, bräuchten sie Produktivitätssteigerungen, die in einigen Ländern zwei- bis dreimal so hoch ausfallen müssten wie in den vergangenen zehn Jahren. Das ist wohl als nicht realistisch einzuschätzen, so die Studie. Erforderlich wäre auch langfristig eine deutlich stärkere Ausrichtung der Politik auf die Stärkung des Wachstums, insbesondere durch vermehrte Innovationen. Ob die Politik hierfür die Kraft aufbringen kann, sei allerdings fraglich.

Hier finden Sie die vollständige Studie auf 72 Seiten.

weiterlesen

Allgemein

Aktuell: Trump nennt konkreten Grund für Absage des Iran-Angriffs

Veröffentlicht

am

Ganz aktuell hat Donald Trump (nach dem Aufstehen kommt die aktive Twitter-Phase) verkündet, warum er gestern Abend die schon gestartete Militär-Aktion gegen den Iran in letzter Sekunde gestoppt hat. Und ja, soll man ihm die Begründung glauben? Entscheiden Sie selbst. Denn es klingt mehr als honorig.

Denn Trump sagt der Iran habe ja nur eine unbemannte Drohne der USA abgeschossen. Dann während des Angriffs (man sei bereit zur Rache gewesen) habe er seine Generäle gefragt, wie viele Iraner dabei ums Leben kommen würden. 150 war die Antwort. 10 Minuten vor der Ausführung des Angriffs habe er ihn dann abgeblasen. Denn, so Trump, 150 Menschenleben seien nun mal nicht verhältnismäßig im Vergleich zu einer unbemannten Drohne.

Wie wahr, möchten wir da sagen. Ist Donald Trump also ein mehr als honoriger Oberbefehlshaber, der mit klarem Kopf und Sinn für Gerechtigkeit Menschenleben verschont? Bilden Sie sich dazu gerne selbst Ihre Meinung. Auch sagt Trump, dass er es mit einem Angriff nicht eilig habe. Denn das US-Militär sei nun (dank ihm?) wieder erneuert, neu, und bereit einzugreifen. Es sei das beste Militär in der Welt. Die Sanktionen würden den Iran hart treffen, und letzte Nacht seien sie noch mal ausgeweitet worden. Der Iran könne niemals eine Atomwaffe haben, nicht gegen die USA, und nicht gegen die Welt.

Donald Trump
Donald Trump. Foto: James N. Mattis – 180528-D-SV709-0123 CC BY 2.0

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen