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CFD-Broker reagieren auf Restriktionen der EU: Deswegen fallen ihre Aktien nicht

Und die CFD-Broker? Es müsste ja eigentlich (!) ein großes Desaster für sie sein, weil die Kommissionsumsätze und das Neukundengeschäft leiden dürften. Richtig? Die Branchengrößen IG Markets und Plus500 haben heute umgehend…

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FMW-Redaktion

Die EU hat Binäre Optionen verboten und den Handel mit CFDs stark eingeschränkt, für Privatkunden! Wir berichteten vorhin über die einzelnen Beschränkungen. Die wichtigsten Veränderungen sind die maximalen Hebel von zum Beispiel 30 bei Forex, 20 bei Indizes und 2 bei Kryptos. Dazu wird noch der Tradingverlust von 50% wichtig werden, auch wenn trotzdem noch genug Kontoguthaben vorhanden ist.

Und die CFD-Broker? Es müsste ja eigentlich (!) ein großes Desaster für sie sein, weil die Kommissionsumsätze und das Neukundengeschäft leiden dürften. Richtig? Die Branchengrößen IG Markets und Plus500 haben heute umgehend mit Statements auf die Beschränkungen reagiert. Die Aktien von IG, CMC und Plus500 verlieren heute nicht wirklich an Wert. Plus500 ist sogar spürbar im Plus. Wie haben sie das Zauberstück geschafft?

Plus500

Wir hatten vorhin schon darauf hingewiesen, und so scheint es zu kommen. Die Kunden können sich ja statt Privatkunden als Profikunden klassifizieren lassen, und fallen als Profis nicht mehr unter die Verbote und Beschränkungen für Privatkunden. Der CFD-Broker Plus500 schreibt dazu auszugsweise im Zitat:

As previously stated, Plus500 has welcomed and is already aligned with many of the changes proposed by regulators, which the Board believes will enhance the CFD trading landscape. Given the very strong start to 2018 trading, the Board believes there will be a limited impact on 2018’s expected financial performance. The Board will assess the potential impact on future years, but believes that Plus500’s highly flexible business model and global diversification with seven licenses in different jurisdictions, five of which are outside Europe, provide confidence in the Company’s future prospects. Plus500 is confident that since it is already attracting experienced customers that can be categorised as professionals, this will help mitigate the impact of these changes.

Man erwartet also keine wirklichen Umsatzeinbußen. Denn man habe sieben verschiedene Lizenzen, auch außerhalb der EU… was für ein schlecht versteckter Hinweis… und man habe ja schon jede Menge erfahrene Kunden, die auch umklassifiziert werden könnten von Privat auf Profi, so Plus500. So kann man Trader mit hohem Hebel-Wunsch trotz EU-Beschränkung weiter bedienen!

IG Markets

Ähnlich sieht es wohl auch IG Markets. Kunden, auf die jetzt schon die Hälfte der Umsätze in der EU entfallen, könnten umklassifiziert werden als Profi-Anleger, so IG. 30% seien schon so eingstuft. Also will man auch bei IG elegant die EU-Regeln umgehen? Oder ist es keine Umgehung, sondern doch völlig ok, dass ein erfahrener Anleger als Profi-Anleger anzusehen ist? Wenn die EU-Regulierer da mal nicht nach-regulieren… Zitat auszugsweise von IG:

The measures announced by ESMA only relate to retail clients. IG’s client base is, and has always been, dominated by sophisticated traders. Despite there currently being almost no benefit for a client to be categorised as an elective professional, the small number of clients who have been categorised as professional has continued to grow. Clients now categorised as professional generated over 30% of the Company’s UK and EU revenue in the three month period to 26 March, 2018. The Company believes that clients who generate over half of its current UK and EU revenue will be classified as elective professional.

CFD-Broker
Beispiel-Bild eines Trading-Desks bei einem Broker. Foto : Banco Carregosa / Wikipedia / Public Domain

8 Kommentare

8 Comments

  1. TraderBS

    27. März 2018 17:53 at 17:53

    Es ist kein Desaster, wenn man sich die Sache im Detail anschaut. Der größte Unfug (Close Out Positionsbasis) ist vom Tisch. Und die Broker waren gut vorbereitet. Die besser-kapitalisierten Kunden können sich nun freiwillig dem freien Spiel der Marktkräfte zuwenden, die „Anfänger“ müssen noch mit einem realistischen Hebel üben und können sich nun gefahrloser zB in illiquiden Märkten ohne vernünftige Kursstellung die Finger verbrennen, etc. Ärgerlich ist allerdings, wie man sich über die Community hinwegsetzt – das finde ich undemokratisch und schon bedenklich. Es wird in Zukunft wohl dahingehend nicht besser werden!

  2. Bernd Scheider

    27. März 2018 18:31 at 18:31

    als Profi wird man doch nur eingestuft , wenn man 500.000€ auf dem Konto hat. Wieviele Privatanleger haben das? Oder wenn man viel tradet. Also ich bin mittel bis langfristig orientiert und eröffne daher nicht jede Woche neue Positionen . Obwohl ich seit 9 Jahren bei dem CFD Broker erfolgreich handel , werde ich wohl dann kein Profi sein dürfen . Lächerlich …

    • Andreas

      27. März 2018 19:05 at 19:05

      Soweit ich verstanden habe kommt es nicht auf die Geldsumme an um als „Profi“ handeln zu dürfen. Wenn ein Anleger sich selbst als Profi bezeichnet, macht er im Kundenkonto des CFD-Anbieters ein Häkchen unter „Profi-Trader“ und darf handeln…oder habe ich da was falsch verstanden?

      Übrigens glaube ich, kein Profi der 500.000k besitzt, handelt mit cfds. Die tummeln sich dann lieber bei den Futures. Cfd ist halt dann doch eher was für den kleinen Mann..

      • TraderBS

        28. März 2018 11:09 at 11:09

        Andreas, das wäre zu einfach. Gebührenstruktur, Kursstellungen rund um die Uhr und auch die eigene Vorgehensweise/Strategie am Markt ist da auch ein Kriterium. CFD Kontrakte kann man zT anders handhaben, selbst für manche 500K Konten sind Futures zum Teil noch recht sperrig oder können schlechter in Teilkontrakte zerlegt werden (zB um genaueres MoneyManagement zu betreiben oder für besseren Cost-Average zu bekommen, der Marktpreis und/oder Slippage kompensiert). Aber vieles spricht natürlich dafür, bei so einer Kapitalisierung auch Futures zu handeln.

        • Andreas

          28. März 2018 11:25 at 11:25

          @TraderBS
          Danke für die Erläuterungen.

      • Micha

        27. Juli 2018 15:03 at 15:03

        Hallo Andreas,

        wo bist du denn auf welchem Portal/Broker, wo man einfach das Häkchen als Profi setzen kann…. würde ich sofort machen 🙂
        Danke für den Tipp !

        VG Micha

  3. Rob

    1. April 2018 09:09 at 09:09

    Die ESMA-BÜROKRATEN SIND TOTALITÄRE DIKTATOREN + GEHÖREN IN DIEE GRASKAMMER ! DIE EU IST EIN UNDEMOKRATISCHER TECHNOKRATEN-BANKEN-BESTOCHENER MOLLOCH + GEHÖRT ABGESCHAFFT ! DIE EINSTIGE IDEE DER FREIEN WIRTSCHAFT (!) ENTWICKELT SICH ZUNEHMEND ZUM GÄNGELEI- & BEVORMUNDUNGS-DEMOKRATIE- + VERFASSUNGSRECHTE-ABBAU-PROJEKT HIN ZUM TOTALITÄREN TOTALISMUS + DIKTATUR – MIT DEMOKRATIE (FREIES EUROPA FÜR FREIE BÜRGER !) HAT DIESES KORRUPTE BRÜSSEL-MOLLOCH AUS AUSSCHLIEßLICH GEKAUFTEN APPARATSCHICKS (!) (VON DER BANKEN-GROßFINANZ) SCHON LANGE NICHTS MEHR ZU TUN ! *****

    • Bernd Scheider

      1. April 2018 14:38 at 14:38

      Graskammer 🙂

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Aktien

Schwarze Schwäne und wichtige Termine – geliebter Herbst

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Die noch verbleibenden 14 Handelswochen dieses Jahres versprechen Spannung pur. Allein die schon bekannten Termine bergen enormen Sprengstoff. Und dann gibt es ja noch Schwarze Schwäne, die wieder gehäuft auftauchen. Werfen wir also einen Blick voraus bis zum Jahresultimo.

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Schwarze Schwäne lieben den Herbst

Der Herbst ist historisch betrachtet die spannendste Phase an den Märkten. Nicht umsonst fanden 6 der 11 größten Crashs der Börsengeschichte im September und Oktober statt. Dafür gibt es zwei nachvollziehbare Gründe: Erstens kommt der Börsenhandel nach der Sommerpause wieder in Schwung und etliche Marktteilnehmer bilden sich zunächst ein neues Bild von der Gesamtlage und passen ihre Portfolios dem entsprechend an. Zweitens ist der Herbst ökonomisch betrachtet das Gegenstück zur Frühjahrsbelebung. Dieses Phänomen ist in einigen Bereichen signifikant ausgeprägt und gesamtwirtschaftlich spürbar, z. B. beim Tourismus und der Gastronomie, am Bau und im Immobilienmarkt und sogar bei den Automobilverkäufen. Die Konsumenten halten sich generell bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts Mitte November etwas zurück. Ausnahmen sind hier die „Back to School Season“ von Ende August bis Anfang September und Kleiderkäufe für die kalte Jahreszeit. In Summe ist die Zeit vom Ende der Sommerferien bis in den November hinein jedoch von saisonaler wirtschaftlicher Schwäche geprägt.

In diesem Jahr gehen viele Volkswirtschaften bereits geschwächt in die Herbstberuhigung und das könnte die Abschwungdynamik in den nächsten Monaten nochmals verstärken. Unvorhersehbare Ereignisse, die zu Marktturbulenzen führen, finden gehäuft in den letzten Wochen des Jahres statt. Man könnte sagen, dass das Immunsystem sowohl der Wirtschaft als auch der Märkte im Herbst angeschlagen ist. Gestern gab es bereits einen Vorgeschmack auf das, was sich jetzt wieder öfter zeigen könnte: Schwarze Schwäne. Das erste Mal seit der Finanzkrise musste die US-Notenbank den Geldmarkt mit bislang 53,15 Mrd. US-Dollar vor dem Kollaps bewahren. Der Auslöser dafür ist erschreckend banal und sollte in seiner Dimension eigentlich für einen Markt mit „gesunder Finanzmarktstabilität“ (O-Ton der Fed) ohne Weiteres verkraftbar sein. Doch mit der Stabilität scheint es nicht weit her zu sein, wenn lange absehbare Zahlungen von Unternehmenssteuern und die Emission von US-Staatsanleihen in Höhe von 78 Mrd. US-Dollar das gesamte System ins Wanken bringen und die Zentralbank zu Notmaßnahmen zwingen.

Auch auf geopolitischer Ebene drohen Überraschungen, so wie die jüngsten Attacken auf saudische Ölanlagen am vergangenen Wochenende im Zuge der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Regionalmächten Iran und Saudi Arabien und ihren Koalitionären (China und Russland vs. USA und Israel). Bereits in der kommenden Woche gibt es zu dieser Entwicklung einen sehr wichtigen Termin anlässlich der UN-Generaldebatte in New York. Ein weiteres politisches Großereignis ist der nach wie vor drohende harte Brexit am 31. Oktober. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte nach seinem ergebnislosen Treffen mit Premier Johnson am Montag: „Das Risiko eines harten Brexit ist nun mit Händen zu greifen“. In Deutschland könnte die SPD zum Jahresende für Turbulenzen sorgen, wenn sich die Genossen für eine neue Führungsspitze entscheiden sollten, die die große Koalition ablehnt.

Kursbeeinflussender Termine voraus

Im Folgenden finden Sie eine Liste, die ausgewählte börsenrelevante Termine in den kommenden Wochen und Monaten zeigt:

Schwarze Schwäne Terminliste

Fazit

Es brodelt gewaltig unter der Oberfläche, wie die massiven Umschichtungen und der Dollar-Liquiditätsstress zuletzt wieder gezeigt haben. Früher hätte schon allein der Kollaps der argentinischen Währungen die Alarmglocken der Marktteilnehmer schrillen lassen und sie zu mehr Risikosensibilität veranlasst. Doch diese Selbstschutzreflexe wurden den Marktteilnehmern durch Notenbank-Puts abtrainiert und auch die Algos wissen es nicht besser. Doch der Verlass auf die Zentralbanken und die Ignoranz gegenüber einer sich aufbauenden historischen Risikokulisse lassen Schwarze Schwäne nicht einfach verschwinden. Eher ist es so, dass man Ereignisse, die sich bereits als realistisches Risikoszenario seit Längerem abzeichnen ignoriert und sie dann bei ihrem Auftreten als unvorhersehbar deklariert. So gesehen sind viele Schwarze Schwäne nur eine Entschuldigung für die mangelnde Prognosequalität überbezahlter Analysten. Das gilt auch für die Kaiser der US-Fed, die sich heute wieder in ihrem Palast in Washington treffen. Sie könnten bald gänzlich ohne Kleider dastehen. Es wäre nicht das erste Mal, dass dies genau im Herbst und für viele Marktteilnehmer völlig überraschend passiert. Die bis Jahresultimo anstehenden wichtigen Ereignisse sind jedenfalls diplomatisch formuliert in Summe „herausfordernd“.

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Technologie hat die Welt schon immer bewegt. Früher war es die erste Eisenbahn oder die Elektrifizierung. Heute sind die Treiber die Entwicklung künstlich intelligenter Mikrochips oder etwa die Elektromobilität. Früher wie heute verdienen aufgeweckte Investoren damit viel Geld! Diese Sätze schrieb ich bereits an anderer Stelle vor vielen Monaten. Und natürlich hat meine Aussage seitdem nicht an Gewicht verloren. Technologie beeinflusst und verändert unser alltägliches Leben. Mitunter empfinden wir als Verbraucher laufende technische Veränderung als beschwerlich. Vor allem ältere Menschen klagen. Für Sie ist die Umstellung etwa des postalischen Rechnungsversandes auf das E-Mail-Format oder die Gewöhnung an ein neues Smartphone nicht immer ganz einfach. Das ist gelegentlich anstrengend. Als Anleger hingegen profitieren wir enorm von forcierter technischer Innovation. Denn überall, wo bestehende Systeme oder Produktionsverfahren erneuert werden, fließt viel Geld. Schon als Student hatte ich diese…

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