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CFD + Forex-Trader aufgepasst: Grexit oder No-Grexit könnte ihr Konto vernichten

Von Claudio Kummerfeld

Die Entwicklungen rund um Griechenland überschlagen sich. Seit heute früh ist das Land de facto in der Staatspleite – man nennt es nur nicht so. Und nur wenige Stunden nach der nicht erfolgten Zahlung an den IWF möchte Alexis Tsipras wohl doch auf die Bedingungen eingehen, die die Eurogruppe erfüllt sehen möchte. Aber deren Angebot ist ja bereits ausgelaufen. Stand jetzt findet Sonntag eine Volksabstimmung in Griechenland statt. Aber wird Alexis Tsipras da noch Ministerpräsident sein? Und was wird am Montag nach der Abstimmung passieren? Börsencrash, weiter geschlossene Banken? Wohin geht der Euro? Das Chaos scheint perfekt zu sein.

Für Trader, die wirklich aktiv an den aktuell starken Kursschwankungen verdienen wollen, ist das ein attraktives Umfeld, so perfide es sich auch anhört. Trader brauchen Volatilität. Und die bekommen sie jetzt. Aber aufgepasst: die aktuelle Lage in Griechenland nehmen in den letzten Tagen immer mehr Broker zum Anlass ihre Margins (Sicherheitsanforderungen) für den CFD- und Forex-Handel (Devisen) zu erhöhen. Und noch etwas sollte man beachten: Diese Broker sind Market Maker, sie stellen also selbst die Kurse gegenüber dem Kunden, und haben alle in ihren AGBs (das liebe Kleingedruckte) niedergeschrieben, dass sie JEDERZEIT das Recht haben Margins zu ändern.

Das bedeutet: Noch am Sonntag Abend, wenn die Wahl (so sie denn stattfindet) gegen Europa ausgeht, könnten Broker ihre Margins per sofort erhöhen, und noch bevor sie als Kunde reagieren können, eröffnet Montag früh ihr Börsenkonto mit einer überschrittenen maximalen Marginauslastung, und der Broker nimmt bei ihnen eine zwangsweise Glattstellung aller Positionen vor. Vorkommen tut so etwas regelmäßig, wenn Kunden ihre Margin bis zum Anschlag ausreizen und trotz Warnung des Brokers ihre Positionen nicht reduzieren. Aber jetzt bei der Griechenland-Thematik kann es sehr kurzfristig, und wie gesagt auch am nächsten Wochenende zu überstürzten Anpassungen kommen, von der ihr Depot dann überrollt wird. Ihre Position ist dann dicht, sie haben evtl. einen großen realisierten Verlust und können nichts dagegen tun.

Also wie bereitet man sich darauf vor? 1. Informieren Sie sich bei ihrem Broker, ob er derzeit dabei ist seine Margins zu erhöhen oder ob er dies in Kürze vorhat. 2. Reizen sie ihre Margin nicht voll aus – am besten sollte man gerade in dieser Lage einen ordentlichen Puffer bei der maximalen Marginauslastung vorhalten. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden!

Zahlreiche Broker sind aktuell schon dabei ihre Margins gerade für die Euro-Währungspaare zu erhöhen, aber auch für die Hauptindizes wie den Dax-CFD. Also Vorsicht, denn eine CFD– und Forex-Positionen sind gehebelte Transaktionen, die ihnen zu dem vielfachen des normalen Gewinns, aber auch des Verlusts verhelfen!



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