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CFD-Handel: BaFin aktuell zu Einschränkungen für Privatkunden

Redaktion

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Im Zuge des „Schutzes“ der „unbedarften“ und dringend „hilfsbedürftigen“ Kleinanleger in Deutschland hatten BaFin und europäische Finanzaufsichtsbehörden ab 2017 nach und nach den Handel mit CFDs beschränkt. Beim CFD-Handel können Anleger auf Kursschwankungen bei Aktien, Devisen, Indizes uvm setzen. Sie handeln nicht die Original-Werte, sondern wetten quasi nur auf die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Der Broker, der die Kurse stellt, führt ein Handelskonto für den Kunden. Der große Vorteil für Privatkunden gerade mit kleinen Einzahlungsbeträgen: Jahrelang konnten die Broker den Kunden Hebel in praktisch unbegrenzter Höhe anbieten. Echte Kursbewegungen an den Börsen wurden so immens verstärkt, was oft zu sehr hohen Gewinnen, aber auch Verlusten im CFD-Handel bei Privatkunden führte.

Und so gibt es staatlich verordnet im CFD-Handel seit dem Jahr 2017 (nach und nach eingeführt) das Verbot einer Nachsusspflicht (positiv für die Kunden), maximal zulässige Hebel, Verlustbegrenzungen, Vermarktungsbeschränkungen und Risikohinweise. Kleinanleger dürfen auch nicht mit Startguthaben, Rabatten, Boni oder anderen Anreizen in Risiken, die mit CFD verbunden sind, gelockt werden. Denn CFDs würden laut BaFin ein unkalkulierbares Verlustrisiko für Kleinanleger darstellen. (bislang befristete Produktintervention der ESMA seit August 2018). Frage unsererseits: Warum werden Optionsscheine und Zertifikate dann nicht auch verboten/eingeschränkt? Oder ist die Bankenlobby in Deutschland zu stark? Da denke sich der geneigte Beobachter gerne seinen Teil!

Wie auch immer. Die BaFin hat heute verkündet, dass diese Maßnahmen zur Beschränkung im CFD-Handel weiter aufrecht erhalten werden. Wer sich die Allgemeinverfügung der BaFin bis ins kleinste Detail durchlesen möchte, der klicke bitte an dieser Stelle. Hier die Kurz-Version der BaFin im Wortlaut:

Finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference, CFD) dürfen in Deutschland auch künftig nur eingeschränkt an Kleinanleger vermarktet, vertrieben und verkauft werden. Eine Allgemeinverfügung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) legt fest, dass Kontrakte mit einer Nachschusspflicht verboten bleiben. Die deutsche Aufsicht gibt darüber hinaus maximal zulässige Hebel, Verlustbegrenzungen, Vermarktungsbeschränkungen und Risikohinweise vor.

Die BaFin greift damit erneut die erheblichen Anlegerschutzbedenken auf, die sie bereits bei ihrem ersten Verbot von CFD mit Nachschusspflicht im Mai 2017 geäußert hatte. Insbesondere bei diesen Differenzkontrakten sieht die BaFin ein unkalkulierbares Verlustrisiko für Kleinanleger. Verluste sind hier nicht auf den Kapitaleinsatz des Kunden beschränkt, sondern können sein gesamtes Vermögen erfassen und ein Vielfaches seines eingesetzten Kapitals betragen. Um die Risiken für Kleinanleger weiter zu senken, gelten in Deutschland auch die Hebel- und weiteren Verlustbegrenzungen der ESMA weiter. Nach Ansicht der BaFin sind darüber hinaus standardisierte Risikowarnungen unerlässlich. Kleinanleger dürfen nach Meinung der Aufsicht nicht mit Startguthaben, Rabatten, Boni oder anderen Anreizen in Risiken, die mit CFD verbunden sind, gelockt werden.

Der Handel mit CFD ist für Kleinanleger in Deutschland seit Mai 2017 und in der gesamten Europäischen Union durch eine zeitlich befristete Produktintervention der ESMA seit August 2018 eingeschränkt. Sobald die ESMA-Maßnahme ausläuft, gleicht die BaFin das Schutzniveau in Deutschland mittels ihrer Allgemeinverfügung dauerhaft an die europäischen Standards an.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    sabine

    24. Juli 2019 15:47 at 15:47

    1. Zwang und Überregulierung ist seit 100 Jahren en vogue. Das ist eben die sozialistische Botschaft:
    a) Das Volk muß regieren.
    b) Da es aber zu dumm ist oder nicht alle Zeit/Interesse zum Regieren haben, wird ihm von Auserwählten gesagt, was es zu tun hat. Die „repräsentative Demokratie“. Die Oben repräsentieren unsere Demokratie. Wir dürfen zuschauen, was sie spielen. Und wenn das Volk mal falsch wählt, sind es Debile (Österreich), Bodensatz der Gesellschaft (Kretschmann) oder wählen ganz einfach falsch!!! „Iren bereiten Probleme“, weil sie 2001 und 2008 falsch gewählt haben; gegen die EU. Freie Demokratie ist anders.
    https://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/eu-vertrag-vor-dem-scheitern-irland-schockt-europa-1543388.html
    2. Um dieses Spiel mithilfe der zwangsbezahlten ÖR „Qualitäts“-Medien aufrechtzuhalten, braucht es dort Schulungen. Framing.
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/klimahysterie-im-ersten-ard-hat-fuer-zwangsmassnahmen-was-uebrig-16297485.html?GEPC=s9
    c) Bei CFDs aber find ich Regulierung gut, da Zocken zu einer Leidenschaft werden kann. Bei der Weitergabe von Infos („Qualitäts“-Medien) ist keine Zockergefahr, darum dieser Zwang nicht notwendig.

    • Avatar

      leftutti

      24. Juli 2019 23:34 at 23:34

      Liebe Sabine, zwanghaftes Framing ganzer Internetforen durch freiwillige und hörige Schüler der alternativen Leugnerpresse ist sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ebenso wenig, wie die Folgerung, dass eine parlamentarische, oder wie Sie es bezeichnen, repräsentative Demokratie eine sozialistische Botschaft ist. Wie sähe denn Ihr gesellschaftlicher Entwurf aus? Braucht jedes Land seinen blonden Wirrkopf, weniger Sozialleistungen, mehr Klimaleugner, Intoleranz, Machtgehabe und Schwanzvergleiche, um das Leben aller auf dem Planeten wieder besser zu gestalten? Einen Presse- und Medienbereiniger wie in Ungarn oder der Türkei, um den offenbar überforderten Verstand einiger Leser zu entlasten und in richtige Bahnen zu lenken?

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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