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CFD-Handel: Drei deutsche Anbieter mit Totalausfall – der verblüffende Grund

Claudio Kummerfeld

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am

CFD-Handel bei deutschen Anbietern zeitweise nicht möglich - Symbolfoto

Seit Montag gab es große Probleme und sogar Totalausfälle im CFD-Handel. Das betraf aber offenbar nur deutsche Anbieter. Darunter die comdirect, S-Broker und Flatex. Da denkt man zuerst: Ohhh, die Umsätze an den Börsen waren durch den Aktiencrash der letzten Tage derart gigantisch, dass die Systeme dieser Anbieter wohl zusammengebrochen sind? Dem ist nicht so. Denn ähnlich umfangreiche Meldungen von Kunden gab es bezüglich ausländischer Broker nicht, die einen großen Teil im gesamten CFD-Handel für Privatkunden in Deutschland abwickeln.

CFD-Handel ausgefallen – wer ist verantwortlich?

Aber auch deutsche Anbieter mischen „so ein wenig“ mit im CFD-Handel. Aber wichtig zu wissen ist: Sie sind nur die Retail-Anbieter, also der Endverkäufer des Produkts gegenüber dem Privatkunden, so wie der Supermarkt um die Ecke die Produkte letztlich an den Privatkunden verkauft, obwohl dahinter noch der Großhandel steht. Hinter den Brokern stehen aber die tatsächlichen Market Maker, oft große Banken. Sie stellen die Kurse. Und wie finanz-szene zuerst berichtete, hatte die Commerzbank Teile ihrer Geschäftsaktivitäten an die französische Großbank Societe´Generale verkauft, darunter auch das Market Making für den CFD-Handel. Und offenbar fällt der Ausfall des CFD-Handels bei den deutschen Retail-Anbietern genau in die Zeit, wo die Systeme von der Commerzbank auf die der Societe´ Generale umgestellt werden! Und oh Wunder, die deutschen Anbieter lassen ihr Market Making über die Societe´Generale laufen.

Bei zwei von drei Anbietern wurde heute verkündet, dass der CFD-Handel zur exakt selben Zeit wieder aufgenommen werde, nämlich um 8 Uhr heute früh. Das lässt darauf schließen, dass in der Tat bei den Anbietern das selbe Problem auftrat, und die Problemlösung (bei der Societe´Generale) ebenfalls gleichzeitig erfolgte. Außerdem hatte Flatex in einem gestrigen Tweet sogar ganz offen verkündet, dass das Problem mit dem Ausfall im CFD-Handel nicht beim Anbieter selbst, sondern beim in Wirklichkeit für die Kursstellung zuständigen Market Maker liegt, nämlich der Societe´Generale (ehemals Abwicklung über die Commerzbank). Die Franzosen bestreiten dies zwar laut finanz-szene.de, aber die Info von Flatex lässt doch vermuten, dass das Problem in der Geschäftsübertragung von CoBa zu SocGen zu suchen ist. Frage: Haben nun so einige Kunden im CFD-Handel die Schnauze voll, dass gerade in der interessantesten Trading-Phase der letzten Jahre kein Trading möglich war? Orientiert sich der ein oder andere Kunde nun hin zu angelsächsischen CFD-Brokern?

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    susiklatt

    5. März 2020 18:58 at 18:58

    hallo,
    ich bin bei IG (England) und hatte jetzt 2mal in kurzer Zeit einen Totalausfall der Webplattform. Jedesmal wenn die Vola hochgeht, also schnelle Bewegungen sind, geht nix mehr, kein Handel möglich.

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Aktuell: CureVac-Aktie mit 190 Prozent Plus am ersten Handelstag!

Claudio Kummerfeld

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CureVac forscht im Kampf gegen das Coronavirus

Das Unternehmen CureVac aus dem beschaulichen Tübingen hat heute für 213 Millionen Dollar Aktien verkauft, und legt heute auch seinen Börsengang an der Nasdaq in New York hin. Das Unternehmen forscht mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Vor wenigen Minuten gab es den ersten Börsenkurs. Nach dem IPO-Preis von 16 Dollar liegt der Aktienkurs jetzt schon mit 190 Prozent im Plus. Starke Schwankungen um die 46 Dollar sieht man derzeit. Der Höchstkurs lag vorhin schon bei 48,88 Dollar, der Erstkurs bei 44 Dollar. Was für ein Hype!

Frage: Wollen Sie liebe Anleger auf den Erfolg spekulieren, und hier einsteigen? Wer wirklich ein erfolgreiches Corona-Medikament auf den Markt bringt? Wer weiß das schon zum jetzigen Zeitpunkt? Ist es CureVac, könnte die Aktie natürlich durch die Decke gehen. Es ist eine reine Spekulation. Von den 213 Millionen Dollar IPO-Erlös bei Curevac gehen 150 Millionen Dollar in die Entwicklung des Corona-Impfstoffs. Mit weiteren 50 Millionen Dollar soll die kurzfristige Produktionskapazität ausgebaut werden.

SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Haupteigner und soll es auch bleiben. Nach der Börsengang soll sein Unternehmen Dievini knapp 50 Prozent der Anteile halten. Die deutsche Staatsbank KfW hält knapp 17 Prozent, der Pharmakonzern GlaxoSmithKline knapp acht Prozent. Wird die Aktie der Renner an der Börse? Heute am ersten Tag ist sie es jedenfalls!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – negative Nachrichten

Redaktion

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Markus Koch meldet sich LIVE im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Heute gibt es verschiedene negative Nachrichten, welche die Stimmung zum Handelsauftakt eintrüben.

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Antizyklische Idee: Jetzt einen Touristiker kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

juckt Ihnen da schon der Orderfinger? In den vergangenen 12 Monaten rauschte die Tui-Aktie über 50 % in den Keller. Kaum besser das Bild der Lufthansa, deren Aktie in diesem Zeitraum 37 % verlor. Zum Vergleich: Der DAX gewann auf Jahressicht bis dato rund 10 % hinzu.

Sind diese Corona-Opfer jetzt möglicherweise einen Kauf? Nun, die aktuellen Zahlen der Tui sehen nicht nur auf den ersten Blick grausam aus. So schrumpfte der Umsatz im sog. Corona-Quartal um 98,5 % auf kleine 72 Millionen Euro. Gleichzeitig häufte der Touristiker aus Hannover einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro an. Klingt überschaubar, oder? Naja, das ist ungefähr so viel, wie wenn Apple in einem Quartal 500 Milliarden US-Dollar verlieren würde. Der Verlust der Tui entspricht also über der Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung der Aktie.

Bei solchen Relationen werden üblicherweise Insolvenzverwalter hellhörig und geben ihre Visitenkarten beim zuständigen Amtsgericht ab. Im Falle der Tui werden die Insolvenzverwalter allerdings voraussichtlich untätig bleiben, da Vater Staat – ähnlich wie der Lufthansa – rettend einspringen wird.

So stellt die staatliche KfW-Bank rund 3 Milliarden Euro in Form verbilligter Kredite für Tui zur Verfügung. Gleichzeitig schießt der Bund über eine Wandelanleihe 150 Millionen Euro in das Touristik-Unternehmen ein.

Also doch ein antizyklischer Kauf, die Tui-Aktie? Schauen wir uns die Situation bei der kurz zuvor geretteten Deutschen Lufthansa einmal im Detail an. Die Kranich-Linie wurde in einer konzertierten Aktion aus Wien (Austrian Air), Bern (Swiss und Edelweiss), Berlin (Lufthansa selbst) und Brüssel (Brussels Air) gerettet. Eine große europäische Anstrengung, die das Unternehmen und viele Arbeitsplätze retten wird.

Freilich kommt der Staat als Retter nie kostenlos. Beispiel Bern: Dort organisierte und garantiert die Regierung ein vergünstigtes Bankendarlehen in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss. Der Preis für die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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