Aktien

Chaos an Chinas Geldmärkten

In der Nacht zum heutigen Donnerstag ist es zu einem Chaos an Chinas Geldmärkten gekommen. So stiegen die Zinsen für 7-tägige Refinanzierungsgeschäfte für Chinas Banken so stark wie noch nie in diesem Jahr von gestern 4,03% auf heute 8,5%. Der starke Liquditätsengpass dürfte ausgelöst sein durch neue IPOs an den Aktienmärkten Chinas in der nächsten Woche. Laut informierten Kreisen hat Chians Notenbank PBOC reagiert und Liquidität in die Banken gepumpt.

Chinas Aktienmärkte kamen nach anfänglichen Gewinnen unter Druck und schlossen im Minus – vor allem die Highflyer der letzten Wochen, Banken- und Brokeraktien kamen stark unter Druck. Zu einer signifikanten Bewegung kam es bei dem Automobilhersteller BYD, der unter anderem auch Elektroautos herstellt: der Aktienkurs des Unternehmens, an dem auch Warren Buffett Anteile hält, brach zwischenzeitlich um 40% ein, erholte sich dann auf ein Schlusskursminus von 28%.

Unterdessen wertet der chinesische Yuan stark ab zum US-Dollar und fiel mit 6,225 auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten. Der Markt reagiert damit offenkundig auf den von Japan forcierten „Währungskrieg“ durch Schwächung des Yen, der Chinas Wirtschaft unter Druck bringt. Es ist zu erwarten, dass Chinas Notenbank den Yuan weiter abwerten lassen wird.



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