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Chartanalyse: Dax nähert sich Allzeithoch

Satte 1,88 Prozent Wochenplus und ein September, der entgegen der Statistik stark zulegen konnte. Es gab zwar zum Wochenstart nach der Bundestagswahl kleine politische Irritationen, doch die Märkte zeigten darauf wenig Reaktion, wenn man die Volatilität als Gradmesser anlegt..

Redaktion

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Eine Analyse von Andreas Mueller (alias Bernecker1977)

Satte 1,88 Prozent Wochenplus und ein September, der entgegen der Statistik stark zulegen konnte. Es gab zwar zum Wochenstart nach der Bundestagswahl kleine politische Irritationen, doch die Märkte zeigten darauf wenig Reaktion, wenn man die Volatilität als Gradmesser anlegt. Alle Handelstage endeten im Gewinn, auch wenn noch keine neue Regierung formiert werden konnte und die Gespräche andauern. Dies störte eher den EUR/USD aber nicht den insgesamt sehr stabilen Aktienmarkt, der weiter unaufhaltsam nach oben strebt. Der MDAX zeigte bereits am Freitag ein Allzeithoch und der DAX nähert sich Allzeithoch ebenfalls.

Ausbruch nach der Bundestagswahl

Das Ergebnis der Bundestagswahl schockierte vor allem die etablierten Parteien, für die es in der großen Koalition nun keine Fortsetzung geben wird. Verhandlungen laufen noch und der Euro war daher zum Dollar in der ersten Wochenhälfte schwächer. Ebenso verschnupft reagierte der DAX im ersten Moment, konnte jedoch bereits am Montag zur 12.600 wieder aufschliessen:


(Alle Charts durch Anklicken vergrößerbar)

Als wichtige Marke hatte ich in der Vorwochenanalyse (zum Nachlesen) den Bereich um 12.650 Punkten skizziert. Dieser wurde am Mittwoch dann angelaufen, wie hier dargestellt:

Und damit bewegte sich der DAX auch im anvisierten Kanal, den ich in der Vorwoche mit Vergleich der Entwicklung nach der US-Wahl aufzeigte. Zur Erinnerung:

Mit Überwindung der 12.650 wurde dann auch Potenzial auf weitere Bewegung freigesetzt. In der Vorwoche schrieb ich dazu:

Ein Bruch wäre das nächste (und vielleicht auch letzte) Signal auf dem Weg zum Allzeithoch. Denn dieses liegt im DAX rechnerisch genau 2,7 Prozent entfernt.

Am Ende der Woche stand ein Plus von 1,88 Prozent zu Buche nach 5 Handelstagen im Gewinn. Was will man als Bulle mehr? Und das ohne die Wall Street, wo der Dow Jones ausnahmsweise keine neuen Allzeithochs zeigte, aber dennoch um minimale 0,25 Prozent zulegen konnte. Mit Blick auf die nachbörslichen Kurse am Freitag kommen wir im DAX der Allzeithoch-Marke nun auf rund 1 Prozent nahe.

Fokus neue Woche: DAX nähert sich Allzeithoch weiter

Rechnerisch ist das Allzeithoch in der neuen Handelswoche kein Problem. Dafür spricht allein die Saisonalität. Mit Abschluss des Septembers, einen der statistisch schlechtesten Börsenmonate (gut einsehbar auf Seasonalcharts.de), kommt nun die statistische Herbstrallye:

Damit könnte die Bewegung der Vorwoche einfach fortgeführt und das Allzeithoch quasi in wenigen Tagen oder rund 1 Prozent erreicht sein. Im 4-Stundenchart (XETRA-Handelszeiten) ist dieser kleine Abstand sehr gut zu sehen:

Es stellt klassischerweise erst einmal einen Widerstand dar, doch so wie der Markt am Freitagabend noch einmal „squeezte“, könnte dieser auch schnell überlaufen werden. Daher an dieser Stelle das Chartbild der Handelszeit/Indikation bis 23 Uhr:

Ein klarer Fall von Positionsbereinigungen. Denn der September fiel aus der Statistik klar heraus mit rund 7 Prozent Gewinn. Wer hier noch auf einen Crash spekulierte, oder zumindest auf eine Korrektur, wurde spätestens diesen Freitag eines Besseren belehrt und musste seine Positionen noch glattstellen. Neuer Monat – neue Chancen. Und neue Anlagegelder…

In diesem Sinne halte ich es mit dem Trend und orientiere mich auf der Oberseite in Richtung Allzeithoch und psychologischer Marke von 13.000 Punkten. Dies jedoch nicht stur oder blind. Denn vermutlich startet der Markt am Montag erneut mit einem GAP, was erst einmal interessant sein dürfte (bis ca. 12.800). Eine echte Korrektur der Bewegung ist selbst bei einem Rücksetzer auf die „Make or Break Marke“ 12.650/12.670 nicht dramatisch. Denn der Widerstand ist nun Unterstützung:

Daraus folgt, dass erst ein Bruch dieser Zone das nächste Short-Signal einleitet. Bis dahin sollten sich die Bären gedulden (müssen):

Wer also konkret mit Short liebäugelt, sollte am Montag auf das zu erwartende GAP auf der Oberseite achten und kurzfristige Gegenbewegungen am Allzeithoch bzw. auch an der möglichen 13.000 anvisieren. Mittelfristig ist der hier gezeigte Nach-Wahl-Trend jedoch intakt und lockt weiteres Kapital zum Monatswechsel an.

Thematisch steht an Wirtschaftsdaten am Montag der US-ISM-Index an und am Donnerstag die EZB-Ratssitzung. Hauptaugenmerk dürfte dann wieder der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag sein. Ob bis dahin DAX nähert sich Allzeithoch schon Geschichte ist, werden wir sehen. Zu diesen Daten und dem restlichen Handelszeiten wünsche ich Ihnen natürlich viel Erfolg!

(Anmerkung der Redaktion: Sie finden die Analyse auch bei der sehr empfehlenswerten Seite www.trading-treff.de)

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Indizes

Gold & Silber, nächster Rush nach…

Rüdiger Born

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Gold und Silber erhitzen die Gemüter, das war schon immer so und zwar völlig zu recht. Doch jetzt gibt es neuen Grund, denn eine neue schnelle Bewegung steht an. Ob diese allerdings allen Marktteilnehmern schmecken wird und wie man als Händler auf diese Bewegung sinnvoll reagieren kann, wollen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer anschauen, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen hier aktuell recht günstig.

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Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

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Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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