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Chef der Allianz: „Die Märkte sind jetzt sehr gefährlich!“

FMW-Redaktion

Derzeit versammelt sich bekanntlich die gesamte Politik- und Wirtschaftselite in Davos – daher hagelt es derzeit geradezu von Einschätzungen zur Weltlage im Allgmeinen und zur Lage an den Finanzmärkten im Besonderen. Die Lage, aber auch die Stimmung ist natürlich bombig, nachdem die Weltwirtschaft so positiv überrrascht hat und die Finanzmärkte dauer-errigiert sind. Also könnte man doch eigentlich Jubel-Arien erwarten, aber seltsamerweise mehren sich jetzt warnende Stimmen von bedeutenden Untenehmenslenkern.

So etwa von Allianz-Chef Oliver Bäte, der bislang noch nicht als „Crash-Prophet“ aufgefallen ist, nun aber sehr deutliche Worte zu den Übertreibungen an den Finanzmärkten findet. So sei zwar das Wachstum der Weltwirtschaft wirklich sehr gut, so Bäte, aber dennoch seien die Märkte jetzt „sehr sehr gefährlich“.

Angesichts der stetig weiter steigenden Kurse scheint es derzeit gar keine Risiken mehr zu geben, aber das sei, so Bäte, eine reine Illusion, da die Bewertungen extrem hoch seien und Kreditrisiken nur verschwunden zu sein scheinen – Risiken aber verschwinden nicht, sie geraten nur in Euphoriephasen aus dem Bewußtsein – bis sie dann plötzlich zur Überraschung der meisten plötzlich aus dem Ruder laufen.

Daher solle man sich besser darauf vorbereiten, dass es zu einer heftigen Markt-Korrektur kommen werde – die Frage sei nicht „ob“, sondern nur „wann“, so Bäte. Man könne nicht den Zeitpunkt vorhersagen, aber es sei unausweichlich, dass es so komme.


Von Oliver Raupach – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=878272

Ähnlich äusserte sich in Davos auch der international chairman von J.P. Morgan, Jacob Frenkel. Er habe Sorge, so Frenkel, dass Probleme dann besonders plötzlich auftauchen würden, wenn alle optimistisch seien und niemand damit rechne – also so wie derzeit.

Oder wenn es zu viele Schulden gäbe – so wie derzeit (die globale Verschuldung eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch und lag im dritten Quartal 2017 bei 233 Billionen Dollar). Zu viel Optimismus bei gleichzeitig zu vielen Schulden, das sei stets die Voraussetzung gewesen für alle Finanzkrisen, so Frenkel. Die eigentliche Belastungsprobe stehe jetzt doch eigentlich bevor, nämlich ob die Verschuldeten auch wirklich in der Lage seien, ihre Schulden zurück zu zahlen, wenn die Zinsen steigen und damit Geld wie auch Schulden teurer werden..



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2 Kommentare

  1. Elite?? Da mache ich mal zwei Fragezeichen dahinter.

    Die nächste „Bankenrettung“ wird schon verbal vorbereitet. Ausgerechnet von einem ehemaligen Mitarbeiter der BIZ, der obersten Zentralbank, https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/34-perfect-storm-34-aus-der-krise-2008-nichts-gelernt-zentralbank-experte-sieht-globales-finanzsystem-in-gefahr-5930037

    1. Alternativlos!

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