Aktien

Chemie-Aktien mit neuem Momentum?

Anlagen zur Industrieproduktion

Seit der Entdeckung des Biontech-Impfstoffs Anfang November 2020 sind zyklische Aktien wieder stark en vogue. Zu ihnen gehören vor allem auch Chemie-Aktien, die schon vor dem Beginn der COVID-19-Pandemie drauf und dran waren, mehr Dynamik nach oben zu entwickeln. Die Verunsicherung führte zwar zu einem stärkeren Rücksetzer, änderte letztendlich nichts an der Kaufbereitschaft der Anleger für diesen Aktiensektor. Allerdings gibt es starke Unterschiede zwischen einzelnen Aktien, denn währen der Spezialchemiebereich deutliche Zugewinne verzeichnete, geht es bei den breiter aufgestellten Chemie-Aktien durchaus volatil zu. Das zeigte sich in der vergangenen Woche am US-Riesen DOW Inc., dessen Prognose die Investoren eher enttäuschte. Am morgigen Donnerstag folgt nun der deutsche Primus BASF (hier eine Liste der sonst noch anstehenden wichtigen Quartalszahlen).

Chemie-Aktien im Dax im Rallyemodus

Ein Blick auf den deutschen Branchen-Index Dax-Sektor Chemie beweist, dass in der Branche eine Neubewertung im Gange ist. Mit dem Überwinden der „Schallmauer“ von 3.000 Punkten, die mehr als sechs Jahre ein Hindernis darstellte, nahmen viele Chemie-Aktien deutlich Fahrt auf. Dabei konnten Werte wie K+S, SGL Carbon, Linde und Covestro sich an die Spitze der Performance-Liste setzen. Zum größten Teil beförderten Umstrukturierungen, Prognoseanhebungen oder komplette Neuausrichtungen dabei die Fantasie der Anleger. Von der morgigen Berichterstattung des Ludwigshafener Chemiekonzern BASF wird abhängen, ob der Index seine Rekordfahrt Richtung des seit November geltenden Ausbruchsziel bei 3750 Punkten fortsetzen kann oder ob es zuvor noch einmal zu einer Konsolidierung in Richtung 3.430 Punkten kommt. Selbst wenn letzterer Fall eintreffen würde, wäre dennoch mittelfristig mit einem weiteren Anstieg bis zur genannten Marke zu rechnen sein.

Abnehmende Volatilität bei BASF-Aktie

Ähnlich verhält es sich beim Index-Schwergewicht BASF, dem großen Anführer der deutschen Chemie-Aktien. Die Aktie befindet sich seit Anfang März in einer engen Handelsspanne zwischen 69,60 Euro und 72,60 Euro. Das Unternehmen selbst gab sich nach der Vorlage der Quartalszahlen vom Januar 2021 im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung 2021 vorsichtig optimistisch. Bestätigt wurde diese Einschätzung vom Finanzvorstand Anfang April, was allerdings zur normalen Kommunikationspolitik der Ludwigshafener gehört. Im Hinblick auf den morgigen Geschäftsbericht sollte man dies aber nicht als brauchbare Indikation werten. Seriös festhalten lässt sich: Schafft die Aktie einen Schlusskurs über 72,60 Euro, stünde eine Rallye bis zum Widerstand bei 77,50 Euro an. Fällt sie hingegen per Schlusskurs deutlich unter 69,60 Euro, wäre vor der nächsten Aufwärtswelle zunächst mit einer Konsolidierung bis 66 Euro zu rechnen.



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