Die deutsche Chemieindustrie stürzt weiter dramatisch ab! Erst gestern wies das ifo-Institut auf die deutlich verschlechtere Stimmung in der Branche hin. Heute nun meldet der Branchenverband VCI, der für die deutsche Chemieindustrie spricht, dramatische Zahlen, und gibt einen düsteren Ausblick!
In seinem Quartalsbericht meldet der VCI, dass sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert hat. Produktion, Preise und Umsätze in der deutschen Chemieindustrie seien weiter zurückgegangen. Die Kapazitätsauslastung blieb deutlich unter der Rentabilitätsschwelle. Die Chemie leidet laut VCI weiter unter einer schwachen Industriekonjunktur, weltweiten Überkapazitäten und hohen Standortkosten. Besorgniserregend sei die Schwäche der deutschen Chemieindustrie im wichtigen Exportgeschäft. Auf Märkten außerhalb Europas gingen die Umsätze deutlich zurück und das Europageschäft stagnierte. Die Chemie profitiert immer weniger vom Wachstum in anderen Ländern. Eine Besserung sei kurzfristig nicht in Sicht, die Geschäftserwartungen trübten sich ein.
Die Produktion in der Chemieindustrie sank im letzten Quartal im Jahresvergleich um 4,3 %. Laut dem VCI ist das das tiefste Niveau seit Mitte der 90er-Jahre. Nur noch 70 Prozent der Kapazitäten in der Chemie waren ausgelastet. Trotz weiterhin hoher Kostenbelastung sanken die Erzeugerpreise. Im Vergleich zum Vorquartal gingen die Preise der Branche um 0,6 Prozent zurück. Damit waren Chemikalien und Pharmazeutika 0,6 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor.
Eine Wende zum Besseren zeichnet sich laut VCI nicht ab. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Verband deshalb weiterhin bestenfalls eine Stagnation der Produktion von Chemie und Pharma. Während die Chemieproduktion voraussichtlich um 2 Prozent sinkt, kann die Pharmaindustrie diesen Rückgang teilweise kompensieren. Aufgrund leicht rückläufiger Preise wird der Gesamtumsatz der Branche um etwa 1 Prozent auf 221 Milliarden Euro zurückgehen.
Der VCI kommentiert hierzu, die Chemieindustrie taumele Richtung Jahresende. Gerade in der Chemie hake es an allen Ecken. Produktion, Umsatz, Preise, Auslastung: Alles stehe im Minus. Die Bundesregierung sei sich dem Ernst der Lage bewusst. Sie habe aber trotz Sondervermögen und einiger wirtschaftspolitischer Kurskorrekturen nicht für eine wirtschaftliche Trendwende gesorgt. Weiter schreibt der VCI: „Aufbruchstimmung? Fehlanzeige. Aber nicht nur die Chemie kämpft. Auch im Pharmageschäft bröckelt die Zuversicht: Die erratische US-Handelspolitik, Zölle, globaler Preisverfall – all das trifft auch unsere Pharmastandorte. Was hilft, ist ein sofortiger industrieller Befreiungsschlag. Passiert nichts, wird die Industrie am Standort Deutschland zwischen Transformationskosten und Bürokratie weiter zerrieben. Der Knock-out rückt immer näher.“
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Wenn in der Bundeskanzler Friedrich Merz-Bundesregierung/Koalition jemand kompetent ist, dann der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer. Auf daß wenigstens Bundesminister Alois Rainer der chemischen Industrie im Zusammenhang mit der Landwirtschaft einen entsprechenden Stellenwert einräumt.
…am dunkelsten ist die Nacht vor der Dämmerung…Bayer und BASF to the moon…ick freu mir…
…Bayer hat schon mal performt…von 26 auf 33 in weniger als einem Monat…sehr gut so…dann kommt bald die BASF…yippiehhh…es bewahrheitet sich wie immer…am Dunkelsten ist die Nacht vor der Dämmerung…bzw. um im Börsensprech zu bleiben…wenn die Artikel besonders düster sind sollst du kaufen…
Und wieder ist der Dativ dem Genitiv sein Tod: man ist sich *des Ernstes* bewußt, NICHT *dem Ernst*. Deutsche Sprache …
Meines Wissens hat der Duden mittlerweile den „süddeutschen/österreichischen Genitiv“ offiziell als quasi „amtlich“ anerkannte Variante übernommen. Nix für ungut. 😎
@Ludger
Nur aus reinem Interesse an der Sprache und ohne Hintergedanken: Haben Sie dafür einen Beleg aus dem offiziellen Duden?
Ich konnte nur folgende Beispiele finden, in denen ausschließlich der Genetiv verwendet wird:
https://www.duden.de/rechtschreibung/bewusst_werden
https://www.duden.de/rechtschreibung/bewusst
Hallo Michael. Ich meine, das mal in einem gedruckten (!) Duden gelesen zu haben. Online findet man anscheinend nichts dazu. Im Zweifel hilft wohl nur ein Anruf bei der Duden-Redaktion. Das kostet heutzutage monetär ja praktisch nichts mehr, außer (vmtl.) etwas Geduld und Zeit. Gruß
Nachtrag. Sorry, konnte auf die Schnelle online nur das hier finden.
https://www.cornelsen.de/empfehlungen/deutsch-als-fremdsprache/erwachsene/journal-beruf/trotz-des-trends-zum-dativ
Offenbar legt der Duden bei der verschriftlichten Sprache nach wie vor strengere bzw. strengste Maßstäbe an, womit @Woomag mit seiner Kritik wohl richtig liegt. Deshalb sach icke det oifach oimal (und ebent ned zwoi- oder droimol) so: „Wenn die Redaktion vom Duden das so meint, dann soll’s mir auch recht sein.“ Achtung! Es gilt hier ausschließlich das gesprochene Wort! 🥴
Hallo @Ludger,
vielen Dank für Ihre Infos und Recherchen. Vermutlich bleibt alles, wie es ist: Ausg’sprocha is da Dativ am Genitiv sei Doud 😵
Ist der Artikel Satire?
Die Chemische Ondusttie baut seit Jahren neue Werke in Asien und baut 8n Trumps USA aus.
Und jetzt stellt der VCI fest dass der Export zurückgeht – und der Autor lässt das so stehen?
Das muss doch Satire sein, oder
Claudio Kummerfeld hat neutral, ohne persönliche Analyse, Fakten zusammen getragen. Das ist eine wichtige Aufgabe von Wirtschaftsnachrichten. Dass die Exporte schrumpfen, wie auch der gesamte Sektor, ist sicher auch keine Satire. Aus dem Sondervermögen Investition im Ausland zu finanzieren, könnte man allerdings als Satire auffassen. Das Geld ist dann nicht weg…