Märkte

China: Angst vor Abschwung drückt Rohstoffpreise

Die Angst vor einer harten Landung Chinas bringt die Rohstoffmärkte weiter unter Druck. So fiel der Preis für Eisenerz in Singapur auf ein Allzeittief, auch an der Londoner Metal Exchange fallen die Rohstoffpreise auf breiter Front: Kupfer verliert 1,4%, Nickel 3,4% und Zink 2,2%.

Stark fallend auch die Preise vor allem für Silber, das 1,5% verliert, während Gold und Brent-Öl nur leichtere Abgaben verkraften müssen.

Auslöser des Abverkaufs ist eienrseits die Warnung der G-20-Staaten, wonach das derzeitige Nullzinsumfeld erhebliche Risiken berge. Wichtiger aber noch dürfte die Annahme sein, dass China ein langsameres Wachstum akzeptieren werde und daher keine weiteren Stimulusmaßnahmen mehr auf den Weg bringen könnte. So sagte Chians Finanzminister Lou Jiwei, dass Chinas Wirtschaft vor Abwärtsrisiken stehe – aber die Regierung ihre Geldpolitik nicht aufgrund einzelner Wirtschaftsdaten ändern werde.

An den Märkten wurden die Äusserungen Lou Jiweis als Hinnahme eine schwächeren Wachstums interpretiert – die Aktienmärkte in China verbuchten darauf hin starke Verluste: in Hongkong verlor der Leitindex 1,3% und fiel auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten, in Shanghai ging es 1,7% nach unten.

In der Nacht auf den morgigen Dienstag wird der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China veröffentlicht – und zahlreiche Analysten prognostizieren einen Fall des Index unter die 50er-Marke, was eine Kontraktion der chinesischen Wirtschaft bedeuten würde.



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