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China: Aufrufe zum Boykott amerikanischer Produkte – Apple wird das Haupt-Opfer!

Über den indirekten Aufruf an die Bevölkerung Chinas, Apple und andere US-Produkte zu boykottieren!

Markus Fugmann

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am

Wer die offizielle Presse Chinas liest, muß zwischen den Zeilen lesen – das ist ein Charakteristikum von Medien in autoritären Ländern. Und wer die offizielle englischsprachige Presse im Reich der Mitte beobachtet, bemerkt einen deutlichen Stimmungsumschwung!

Bis vor ca. zwei Wochen war der Handelskrieg zwischen den USA und China kein wirkliches Thema in chinesischen Medien. Das aber hat sich inzwischen grundlegend geändert! Als Beispiel sei verwiesen auf einen heute erschienenen Artikel in der „Global Times“ – einem Organ, das die Sicht der chinesischen Führung auf die internationale Lage gut widerspiegelt.

Unter dem Titel „Chinese firms show support to Huawei after CFO detention“ berichtet die „Global Times“ über die verstärkte Solidarität von chinesischen Firmen für den Tech-Giganten Huawei nach der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Vancouver (heute Abend wird die Anhörung Mengs vor dem kanadischen Gericht fortgesetzt).

Schon der erste Satz macht klar, was sich verändert hat:


„The escalating tensions between China and the US fueled by the detention of a top Huawei executive have spurred some Chinese enterprises and people to boycott US products.“

Also „eskalierende Spannungen“ zwischen den USA und China – davon war vorher in chinesischen Medien nicht die Rede. Nun berichtet man aber plötzlich über den Boykott amerikanischer Produkte, zu dem einige chinesische Firmen aufrufen:

„In a statement published by Menpad, a Shenzhen-based smart products provider, on Monday, the company said it will prioritize to use Huawei’s chips and give its employees a 15 percent subsidy on the market price of Huawei cell phones to support Huawei.The company vowed to punish its employees if they are found to purchase Apple’s iPhones.“

Wer als Mitglied dieser Firma Huawei-Produkte kauft, bekommt einen 15-Rabatt, wer dagegen iPhones von Apple kauft, werde „bestraft“.

Natürlich sagt Chinas Führung (noch) nicht: kauft keine iPhones mehr. Aber dass derartige Aufrufe zitiert werden, ist faktisch eben doch eine indirekte Aufforderung, genau das zu tun!

Da China eine relativ homogene Gesellschaft ist mit 90% Han-Chinesen, die über einen ähnlichen kulturellen Background verfügen, ist klar, woher der Wind nun weht: es wird gesellschaftlich praktisch geächtet sein, sich mit amerikanischen Produkten zu zeigen. Wer vor ein oder zwei Jahren noch mit einem iPhone oder einem Tesla protzen wollte, der wird es nun eher vermeiden, sich mit den Flagschiffen amerikanischer Produkte in der Öffentlichkeit sehen zu lassen – genau das zeigt am Deutlichsten, was nun kommen wird: Amerikanische Firmen bekommen in China in den nächsten Jahren keinen Fuß mehr auf die Erde!

Mit derartigen Artikeln zeigt sich, dass Peking genau weiß, dass die Verhandlungen mit Trump eigentlich keinen Sinn machen, es wird keine Lösung geben können. Nun agitiert Peking indirekt die Bevölkerung bzw. nimmt Strömungen der Bevölkerung bzw. der Wirtschaft auf – und gibt damit das Startsignal, dass der Handelskrieg wirklich bei den Chinesen ankommt. Das Zitieren von Boykott-Aufrufen sagt mehr als 1000 Worte der Führung selbst, die bislang Trump noch nicht direkt provozieren will, solange die Verhandlungen mit den Amerikanern noch laufen. Aber die Würfel sind bereits gefallen, indem Peking eben den Handelskrieg nun offiziell stattfinden läßt!

Nun ist der Kampf eröffnet gegen die „amerikanische Hegemonie“:

„An unverified statement issued by the Sichuan Chamber of Commerce in Shanghai on Sunday said that it requires its members to boycott Apple products and support Huawei. The statement said Huawei is a national enterprise that Chinese people are proud of and called for all Chinese people to unite to fight US hegemony.“

Das gestrige Urteil eines chinesischen Gerichts gegen Apple und zugunsten von Qualcomm ist daher kein Zufall, sondern nur ein Auftakt. Und das Hauptopfer heißt: Apple!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 11.12.2018 | das-bewegt-die-welt.de

  2. Avatar

    Zimmermann

    11. Dezember 2018 18:30 at 18:30

    Der Kampf (Spiele) möge(n) beginnen!

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Finanznews

Aktienmärtke: Der Schwachsinn mit dem Stimulus! Marktgeflüster (Video)

Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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Dax: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Stephan Heibel

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Vor ca. 10 Tagen schrieb ich „Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar.. wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen“: Am Mittwoch letzter Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Dax: Die Stimmung der Investoren

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

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Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor – leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden, oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse beim Dax zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse beim Dax spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohd Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator (Fear & Greed Index) des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation

Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen…, ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schonmal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.

Wie ist die Stimmung derzeit gegenüber dem Dax?

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