Folgen Sie uns

Asien

China: Autoverkäufe brechen weiter ein, Handelsbilanzüberschuss mit USA steigt weiter

Avatar

Veröffentlicht

am

Trotz diverser Stimulusmaßnahmen (Steuererleichterungen tec.) der chinesischen Regierung sind in China die Autoverkäufe im Oktober weiter eingebrochen, wie heute veröffentlichte Daten zeigen. Demnach fielen die Autoverkäufe im vergangenen Monat um -6,0% im Vergleich zum Vorjahresmonat auf nun 1,87 Millionen Fahrzeuge – das ist er vierte monatliche Rückgang in Folge. Im September hatte das Minus zum Vorjahresmonat noch -6,6% betragen.

Besonders herbe Einbrüche musste Chinas führender Autokonzern SAIC Motors (Kooperationspartner von Volkswagen und General Motors) verkraften: die Verkäufe fielen von Januar bis Oktober um -13,74%. Rückläufig auch die Auto-Produktion des Konzerns mit -14,93% auf nun noch 4,93 Millionen Fahrzeuge.

In der Nacht auf den heutigen Freitag hat Peking auch die Daten zu den Exporten und Importen veröffentlicht: diese fielen insgesamt besser aus als befürchtet: so fielen die Exporte im Vergleich zum Vorjahr nur um -0,9% (Prognose war -3,5%), während die Importe um -6,4% zurück gingen (Prognose war -8,9%). Damit hat China einen Handelsbilanzüberschuss von 42,81 Milliarden Dollar.

Besonders im Fokus aber steht angesichts des Handelskriegs die Handelsbilanz Chinas  mit den USA: die heute veröffentlichten Daten zeigen einen Rückgang der Exporte Chinas von Januar bis Oktober in die USA um -6,8% auf nun 2,39 Billionen Yuan. Deutlich stärker fielen jedoch die Importe Chinas aus den USA mit -21,5% auf nun 685,7 Milliarden Yuan.

Insgesamt ist das Handelsvolumen zwischen China und den USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Oktober) um -10,6% auf 3,07 Billionen Yuan gefallen – eine deutliche Folge des Handelskriegs und der von der Trump-Administration erhobenen Zölle, auf die Peking dann mit Gegenzöllen reagiert hatte.

So oder so: der von Trump erhoffte Abbau des Handelsbilanzdefizits der USA mit China ist damit durch die Verhängung von Zöllen nicht eingetreten! Chinesische Exporteure versuchen durch Preissenkungen die Zölle zu kompensieren, was aber nicht vollständig gelingt. Die Zölle wiederum werden – anders als etwa von Wirtschaftsberater Peter Navarro und Trump behauptet – nicht von den chinesischen Exporteuren, sondern von den amerikanischen Importeuren bezahlt. Letztere haben nur zwei Möglichkeiten, auf die Zoll-Kosten zu reagieren: entweder sie erhöhen die Preise, oder sie büßen bei der Marge ein.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Asien

Aktuell: Hongkong mit dickem BIP-Minus! Rezession ist da

Avatar

Veröffentlicht

am

Die imposante Skyline von Hongkong

Wie passend. Erst gestern titelten wir Hongkong – Megastadt vor wirtschaftlichem Kollaps. Und ganz aktuell hat Hongkong als eigenständige wirtschaftliche Einheit (Sonderstatus innerhalb Chinas nach der Rückgabe von London an Peking) sein Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Ein negatives Ergebnis war schon erwartet worden nach den immer weiter gehenden massiven Protesten und Straßenschlachten, welche wohl vor allem Konsum und Tourismus in der Stadt massiv beeinträchtigen dürften. Und so sehen die aktuellen Zahlen aus.

Das Bruttoinlandsprodukt von Hongkong im 3. Quartals ist im Vergleich zum 3. Quartal 2018 um 2,9% eingebrochen! Im Vergleich zum 2. Quartal 2019 ist es sogar um 3,2% eingebrochen! Daran sieht man, wie heftig das Chaos die Wirtschaft aktuell runterzieht! Die beiden folgenden Charts zeigen den dramatischen Einbruch gegenüber den vorigen Quartalen. Das es im Vorquartal schon ein kleines Minus gab, ist Hongkong per Definition jetzt in der Rezession! Wenn die Lage eskaliert und Peking Militär entsendet, dürfte sich der Abwärtsbalken im Chart im Folgequartal noch ausweiten?


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

weiterlesen

Asien

ifo-Institut: Weltwirtschaftsklima fällt auf schlechtesten Wert seit der Finanzkrise!

Avatar

Veröffentlicht

am

Das ifo-Institut hat heute seinen Index für das Weltwirtschaftsklima veröffentlicht. Mit -18,8 ist aktuellen Quartal fällt der Indexstand nochmal dramatisch weiter ins Negative nach -10,1 im Vorquartal. Wie auch der folgende zehn Jahre zurückliegende Chart zeigt, ist das Niveau des Weltwirtschaftsklimas laut ifo auf den schlechtesten Wert seit der Finanzkrise gefallen. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die
Erwartungen gaben deutlich nach. Die Weltkonjunktur kühle sich weiter ab, so ifo. Weiter im Wortlaut:

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich in nahezu allen Regionen. In den Schwellenländern fiel insbesondere die Lage ungünstiger aus. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verschlechterten sich vor allem die Einschätzungen für die kommenden Monate. In den Schwellenländern kommt die Abwärtsbewegung im Wesentlichen aus Asien, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hauptsächlich aus den USA. Die Experten erwarten ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, einen schwächeren privaten Konsum und eine niedrigere Investitionstätigkeit. Gegenüber dem Frühjahr stiegen jeweils die Anteile der Experten merklich, die die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sowie die Innovationstätigkeit als unzureichend.

ifo Weltwirtschaftsklima Chart

weiterlesen

Asien

China: BIP schwächster Wert seit 27 Jahren, Autoverkäufe sehr schwach

Avatar

Veröffentlicht

am

Das Bruttoinlandsprodukt in China wuchs im letzten Quartal „nur noch“ um 6,0% im Jahresvergleich. Wenn man diesen offiziellen Zahlen denn glauben will, ist es der schwächste Wert seit 27 Jahren, wie der folgende Chart zeigt, der bis in die 90er Jahre zurückreicht. Der Chart zeigt gut, dass es in den letzten Jahren eine langsame Verflachung des prozentualen Wachstums gab.


source: tradingeconomics.com

Autoverkäufe in China

In dieser Woche wurden aus China auch bereits Daten zu den Autoverkäufen vermeldet. Insgesamt fielen die Autoverkäufe im September im Jahresvergleich um 5,2%, was im 15. Monat in Folge einen Rückgang darstellt. Auch lag der Wert mit 2,27 Millionen verkauften Autos im September auf dem schwächsten Niveau seit vier Jahren. Unter anderem liegt die Schwäche daran, dass die chinesische Regierung Anreize zum Kauf von Elektroautos gesenkt hatte. Die Zahl der reinen Verkäufe von PkW fiel übrigens um 6,3%. Der folgende Chart zeigt die Autoverkäufe in China in den letzten zwanzig Jahren.


source: tradingeconomics.com

weiterlesen


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen