China baut seine Gold-Bestände und seine Devisenreserven weiter auf: sie erreichten Ende August 2025 einen Stand von 3,322 Billionen US-Dollar, wie die State Administration of Foreign Exchange (SAFE) am 7. September 2025 bekanntgab. Dies entspricht einem Anstieg um 29,9 Milliarden US-Dollar oder 0,91 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Goldreserven des Landes wuchsen ebenfalls weiter. Sie stiegen auf 74,02 Millionen Feinunzen, ein Plus von 0,06 Millionen Unzen im Vergleich zu Juli. Damit setzt die chinesische Zentralbank (PBoC) ihren Trend der letzten Monate fort und erhöhte ihre Goldreserven um weitere 0.08%.
China: Währungsreserven steigen durch schwächeren US-Dollar
Die SAFE erklärte, dass der Anstieg der Devisenreserven auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Im August führten veränderte Erwartungen an die Geldpolitik großer Volkswirtschaften und positive makroökonomische Daten zu einem Rückgang des US-Dollar-Index. Gleichzeitig stiegen die Preise globaler Finanzanlagen. Diese Kombination aus Wechselkurseffekten und Wertsteigerungen von Vermögenswerten führte zu dem Zuwachs der Reserven.
Nach diesen Daten ist kaum etwas von dem Außenhandelsüberschuss von 98 Milliarden US-Dollar in die Währungsreserven geflossen, was die Frage aufwirft, wozu China außer zur Kurspflege des Yuan verwendet hat.
China: Gold-Bestände steigen auf den höchsten Stand seit Jahren
Parallel zur Stärkung der Devisenreserven setzt China weiter auf Gold als strategisches Asset. Die PBoC erhöhte ihre Gold-Bestände im August auf 2.302 Tonnen, was einem Wert von etwa 253,84 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Anstieg des Wertes ist nicht nur auf die Zukäufe zurückzuführen, sondern auch auf den steigenden Goldpreis, der im September 2025 ein Rekordhoch von über 3.500 US-Dollar pro Unze erreichte. Gold gilt als sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit.
Im globalen Vergleich liegt China mit seinen 2.302 Tonnen auf Platz sechs, hinter Ländern wie den USA (8.133 Tonnen) und Deutschland (3.352 Tonnen). Dennoch bleibt der Anteil von Gold an den Gesamtreserven mit etwa 4,5 Prozent relativ gering, was Raum für weitere Zukäufe lässt.
Reserven wachsen schwächer als der Außenhandelsüberschuss
Die Daten der SAFE und PBoC zeigen, dass China seinen Kurs der Diversifikation fortsetzt. Der US-Dollar bleibt der dominierende Bestandteil der Devisenreserven, obwohl die PBoC dessen Anteil schrittweise reduziert. Statt aktiv US-Staatsanleihen zu verkaufen, lässt China auslaufende Anleihen verfallen, ohne sie vollständig zu ersetzen.
Die stetige Ausweitung der Devisen- und Goldreserven bleibt im Vergleich zum Außenhandelsüberschuss auffällig. Ein vollständiger Einsatz des Überschusses zur Stützung des Yuan wirkt wenig plausibel. Wahrscheinlicher ist, dass sich Reserven jenseits der offiziellen Statistiken anhäufen, etwa über die Aktivitäten großer staatlicher Banken und Fonds im In- und Ausland. Dadurch stellt sich die Frage, wie diese Bestände eingesetzt werden. Ein Teil dürfte in den Erwerb von Militärtechnik fließen, ein anderer in den Zugang zu Hochtechnologie, der oft auf diskrete oder verdeckte Weise erfolgt.
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Naja- bei den US- Staatsanleihen, die China bisher in Gold eingetauscht hat, konnte sich die Nationalbank alleine in diesem Jahr etwa 40 % Kapitalertrag gutschreiben.
In den letzten 3 Jahren etwa 110 %.
Alles natürlich in Dollars gerechnet.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Aber um Gold zu kaufen müssen die Chinesen erst Dollar kaufen…so eine Art „Zwangsumtausch“ …das stabilisiert den Dollar…und damit auch die US- Staatsanleihen.. deren Renditen schon wieder sinken…
Die Rechnung geht also nicht ganz auf…!
Es ist allerdings richtig ,das mit einer weiteren Verwässerung der Währungen zu rechnen ist, wenn die Notenbanken wieder die Druckerpresse anwerfen…
Gold steht systematisch für die Vermehrung der Geldmenge durch die Notenbanken seit der Jahrtausendwende…
Die jüngsten Attacken auf die Fed lassen nichts gutes erahnen…in Europa stehen gewisse Länder unter Zugzwang…hier könnte man geneigt sein, dem Druck nachzugeben…seitens der EZB..
Japan…? Müssen wir nicht drüber reden…die machen so weiter wie eh und je..( Abenomics)…
Und China…? China ist auch kein Waisenknabe…!
Erst jüngst beschloss die „People’s Bank of China“ massive Liquiditäts – Maßnahmen in Billionenhöhe..Stichwort Immobilienblase…die soll möglichst nicht platzen…
Es ist wie es ist…die Notenbanken ändern wir in unserem Leben nicht mehr…
Die Währungen sind nicht mehr goldgedeckt…das ist das Problem…das eigentliche Problem…!
Gold ist somit die Zuflucht des kleinen Mannes vor der Gier der Notenbanken…der Gier nach Allmacht…alles und jedes hinweg inflationieren zu wollen.. anstatt die freien Märkte wirken zu lassen…
Alles in allem scheinen die Märkte nicht bereit für eine Korrektur, da sie mit einem baldigen Eingreifen der Notenbanken rechnen…
@Dr. Sebastian Schaarschmidt
genau, die Waren, die China produziert, werden in Yuan bezahlt. Daher hat China auch aus den riesigen Exporten keine Dollar, die sie einnehmen…
@ Dr. Schaarschmidt
Sehr viele Gedanken aus unterschiedlicher Sicht den Markt Mal begreifen zu wollen.
Im Grunde stehen wir alle vor der Großen Frage, wann der erste sagt:“Pay this Cheque“. Dann ist die Währung egel und nicht nur die! Um Zinsen wird man sich dann auch nicht mehr wirklich kümmern wollen. Und wenn alles fällt, dann fällt auch Gold! Aber: Es wird sich nicht auflösen, wie so viele andere Phantasieprodukte am Spieltisch der Zocker!
Gut ist das alles nicht, denn wir wissen , das DIE GROSSEN den Wagen sehenden Auges gegen die Wand fahren. Noch spielen ja alle mit. Auch die Kleinanleger, die Fondssparer, die Sparer, die Konsumenten und alle die wissen, wie man noch schneller die „Droge Geld“ noch verschneidet. Haben wir alles schon Mal gehabt, haben wir alle schon Mal gesehen. Sieht deswegen aber auch nicht schöner aus.
Hallo @ Dr. Sebastian Schaarschmidt
Naja, die Chinesen werden ja auch weiterhin für ihre Waren zumindest von den Amis Dollars erhalten. Und diese Dollars werden sie teilweise gegen Gold eintauschen.
…Ausländische Zentralbanken besitzen jetzt mehr Gold als US-Staatsanleihen – zum ersten Mal seit fast 30 Jahren…
https://www.reddit.com/r/EconomyCharts/comments/1n37l81/foreign_central_banks_now_own_more_gold_than_us/?tl=de
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
das Motto der Milliardäre lautet: Nach uns die Sintflut.Die haben auch nach dem nächsten Crash ihr Schäfchen im Trockenen .
Globales langfristiges Denken ,dass es allen gut geht gab es noch nie.
Fiatgeldvermehrung und Inflation ist vorprogrammiert. Ich habe mich deshalb schon 2018 mit 50 Prozent meines Kapitals mit Gold eingedeckt .