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China: Blue Chips auf Order Pekings gekauft – Kosmetik, um Abverkauf zu kaschieren

Von Markus Fugmann

Der Shanghai Composite hat seine Verluste im späten Handel eindämmen können – und das liegt vorwiegend an massiven Käufen duch chinesische Banken. So berichten Insider von gigantischen Kauforders etwa durch die staatlichen Banken wie die China Construction Bank und die Agricultural Bank of China: gekauft wurden Blue Chips, teilweise pro Aktie mehr als eine Millionen Stück. Warum?

Peking ist sich der Signalwirkung des Shanghai Composite durchaus bewußt. Da man nicht unbegrenzt kaufen kann, fokussiert man sich auf die Blue Chips, die Schwergewichte im Shanghai Composite, um optisch die Verluste einzudämmen und den Index nach oben zu ziehen. Dass das wenig mit dem Gesamtmarkt zu tun hat, zeigt die Tatsache, dass der Technologie-Index ChiNext mit weit über 5% Verlust geschlossen hat. Auch der Shenzhen Composite fiel 4,61% – doch wird dieser Index eben weniger international beachtet als der Shanghai Composite.

Peking hat also etwas Kosmetik betrieben, den Abverkauf am Gesamtmarkt nicht stoppen können und wollen. Alle Massnahmen wie die Aufmunterung an Firmen, eigene Aktien zurück zu kaufen oder mit anderen Unternehmen zu fusionieren, verpuffen bislang weitgehend. Es sieht ziemlich finster aus: Peking kann nur noch Kosmetik betreiben, aber die Lawine nicht stoppen. Wer jetzt intelligent investieren will, sollte sich Lawinen-Hunde anschaffen..



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