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Asien

China-Bruttoinlandsprodukt wächst offiziell um 6,9% – hier die Jubelmeldung im Detail

Die offiziellen Statistiker in China verkünden aktuell, dass das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2017 wie erwartet um 6,9% gestiegen ist im Vergleich zu 2016. Wie erwartet, darauf legt man…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die offiziellen Statistiker in China verkünden aktuell, dass das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2017 wie erwartet um 6,9% gestiegen ist im Vergleich zu 2016. Wie erwartet, darauf legt man Wert! Es ist immer wieder faszinierend, wie exakt die Erwartungen bei solch hohen Wachstumsraten stets ziemlich genau getroffen werden. Auch ist es stets erstaunlich, dass solch extrem hohe jährliche Wachstumsraten gleichbleibend gehalten werden.Das Ziel der Regierung lag bei 6,5%. In 2016 lag man noch bei 6,7%, und damit so schlecht wie seit 26 Jahren nicht mehr. Von daher erzielt man heute einen offiziell tollen Erfolg!

Als außenstehender Beobachter könnte man dabei doch glatt den Verdacht haben, dass die Zahlen frei erfunden sind, oder zumindest zurecht gebogen, um nach außen ein schönes Bild zu bieten. Aber gut. Die Statistiker veröffentlichten soeben auch jede Menge Details zu einzelnen Sektoren. Wer sich das bis ins letzte Detail durchlesen will, klicke bitte hier.

Das Wachstum der einzelnen Quartale im Vergleich zu den Quartalen im Jahr 2016 betrug 6,9%, 6,9%, 6,8% und 6,8%. Erwartet wurde für das letzte Quartal allgemein nur 6,7%. Auch hier fallen die konstant gleich hohen Wachstumsraten auf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und natürlich erwähnen die Statistiker, dass diese guten Zahlen unter der starken Führung von Xi Jinping zustande kamen, und das die Anpassung der chinesischen Wirtschaft wie gewünscht laufe.

In 2017, under the strong leadership of the CPC Central Committee with Comrade Xi Jinping as the core, all regions and departments implemented the decisions and arrangements made by the CPC Central Committee and the State Council, adhered to the general working guideline of making progress while maintaining stability, adopted the new development philosophy, focused on the supply-side structural reform and pushed forward structural optimization, shifting of driving forces and quality improvement. As a result, the national economy has maintained the momentum of stable and sound development and exceeded the expectation with the economic vitality, impetus and potential released and the stability, coordination and sustainability strengthened. The economy has achieved stable and healthy development.

Nicht nur das BIP selbst legt kräftig zu. Auch die Industrieproduktion ist im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 6,2% gewachsen, etwas kräftiger als erwartet mit 6,0%. Anlageinvestitionen legen mit 7,2% auch etwas stärker zu als erwartet (7,1%). Bei den Einzelhandelsumsätzen hatte man in China mit einem Zuwachs auf Jahresbasis von 10% gerechnet. Heraus kommen jetzt „nur“ +9,4%.

Interessant: Mit 8,2% wachsen die Dienstleistungen stärker als das Bruttoinlandsprodukt, während die Industrieproduktion schwächer als das BIP wächst. Somit vollzieht sich die Transformation weg von Produktion und Export, und hin zu mehr Dienstleistungen und mehr Binnenwirtschaft, wie gewünscht – wenn man den Zahlen denn glauben will. Die chinesische Bevölkerung hat von 2016 auf 2017 zugenommen um 7,37 Millionen Menschen. Klingt viel, ist aber nur ein „kleiner“ Zuwachs bei einer Gesamtbevölkerung von jetzt 1,39 Milliarden Menschen. Ein Zuwachs von 0,53%.

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Asien

Bruttoinlandsprodukt: China ist gewachsen, Deutschland und Europa hinken hinterher

Redaktion

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Shanghai ist die weltweit bekannteste Metropole in China

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im Gesamtjahr 2020 um 5 Prozent gesunken (wir berichteten). Dieses Ergebnis war besser als gedacht. Für die Eurozone liegen die Erwartungen bei -7,5 Prozent. Und China? Wohl dank der schnellen und extrem harten Lockdown-Maßnahmen (Millionen Menschen wurden quasi zuhause eingesperrt) kam das Land schnell aus der Coronakrise heraus, und Wirtschaft und Handel waren relativ gering beeinträchtigt.

Ganz aktuell liegen staatliche Aussagen aus China vor, wonach das Bruttoinlandsprodukt in 2020 im Jahresvergleich um 2,3 Prozent gestiegen ist! Während der Westen kräftige Rückgang der Wirtschaftsleistung verzeichnet, legt China als einziges bedeutendes Land also einen Zuwachs bei der Wirtschaftsleistung hin. Im 4. Quartal 2020 lag das BIP-Wachstum in China im Jahresvergleich sogar bei 6,5 Prozent! Im Chart sehen wir im Verlauf der letzten zehn Jahre in blau die prozentuale BIP-Wachstumsrate für China, und in schwarz die für Deutschland.

Die Industrie in Deutschland kommt zwar ziemlich gut durch die Coronakrise. Aber wir alle sehen es. Die Dienstleistungsbranche leidet massiv unter den monatelangen chaotischen Maßnahmen, dem zweiten Lockdown, und ständig geänderten Regeln. Ist für so einen Krisenfall eine Diktatur wie China besser aufgestellt, weil man Lockdown-Maßnahmen dramatisch restriktiver umsetzen kann als in Europa oder Nordamerika? Danach konnten sich Wirtschaft und Konsum sehr schnell wieder erholen, anders als hierzulande.


source: tradingeconomics.com

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Asien

Sentix: Konjunkturhoffnung steigt auf Allzeithoch – Impfstoff..

Markus Fugmann

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Die Erwartungen an eine massive Konjunkturerholung nicht nur in Deutschland steigen auf neue Allzeithochs – das zeigt der sentix Konjunkturindex!

Dazu schreibt Sentix:

„Das Corona-Krisenjahr 2020 endet mit einem Paukenschlag, der für die Weltwirtschaft gleich mehrere Ausrufezeichen setzt. Uns liegen in den Dezember-Ergebnissen reihenweise Allzeithochs (!) in den Erwartungskomponenten verschiedener Weltwirtschaftsregionen vor. Die Hoffnung auf einen baldigen Einsatz von Impfstoffen schürt die Fantasie, dass die Wirtschaft in 2021 sich deutlicher als bisher vom Konsens erwartet erholen kann.

  • Die Erwartungskomponenten der sentix Konjunkturindizes gehen reihenweise durch die Decke: Wir messen in fünf verschiedenen Weltregionen ein Allzeithoch (!) in den Konjunkturerwartungen.
  • Asien ex Japan, USA, Japan, Osteuropa, sowie Deutschland legen in den 6-Monatswerten um rund 10 Punkte zu. Die Lagewerte verbessern sich ebenfalls, jedoch mit geringerem Tempo.
  • Der überraschend starke Anstieg fußt auf der Hoffnung, dass schon bald über einen Einsatz von Impfstoffen die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen ist. Dies setzt boomartige Wachstumskräfte frei. Der sentix Global Aggregate Gesamtindex legt um 6,1 Punkte zu und klettert damit auf den höchsten Wert seit Mai 2019.“

Sentix zeigt: Hoffnungen auf Konjunkturerholung immens, Lage meist mau

Für Deutschland steigen die Erwartungen im Dezember auf einen Wert von 34,3 (November war 22,0) – auffallend aber ist, dass sich die Einschätzung der aktuellen Lage kaum verändert hat mit -17,3 (Vormonat war -17,5). Faktisch also viel Hoffnung bei gleichzeitig bislang wenig eingetrtener Realität..

Für die USA und Asien steigen die von Sentix erfaßten Erwartungen ebenfalls auf neue Allzeithochs: für Asien von 30,8 im Vormonat auf nun 40,0, in den USA von 21,3 auf 32,3. Während in Asien auch die Einschätzung der aktuellen Lage steigt von 16,0 auf 19,8, fällt die Einschätzung der aktuellen Lage im Dezember im Vergleich zum Vormonat November sogar von -10,5 im November auf nun -11,8.

Diesen immensen Optimismus spiegeln auch die Aktienmärkte wider, die etwa in den USA breitflächig auf neue Allzeithochs gestiegen sind. Global gesehen bringen die Aktienmärkte nun eine Marktkapitalisierung von 100 Billionen Dollar auf die Waage – so viel wie noch nie. In Relation zum globalen BIP sind die Aktienmärkte nun mit 115% bewertet – nur auf dem Hochpunkt der Dotcom-Blase lag die Bewertung noch höher.

Da muß also alles gut gehen, die Beste aller Welten wird eingepreist. Was aber, wenn die immensen Erwartungen sich nicht erfüllen? Die in der Coronakrise massiv aufgehäufte Verschuldung von Staaten und Unternehmen macht zukünftiges Wachstum schwieriger, weil immer mehr Geld in die Bedienung von Schulden fließen muß. Und die von vielen Staaten aufgelegten Stimulus-Maßnahmen verlagern zukünftigen Konsum in die Gegenwart (siehe dazu hier mehr). Um das hohe Konsum-Niveau beibehalten zu können, bedarf es dann wiederum weiterer Stimuli und noch höherer Verschuldung – ein Teufelskreis, der letztlich kaschiert, dass die Schulden seit den 1980er-Jahren schneller wachsen als die Wirtschaft..

Das Sentix Sentiment zeigt, dass die Erwartungen für die Konjunktur auf neue Allzeithochs steigen

 

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Asien

China mit beeindruckenden Konjunkturdaten – asiatische Märkte beflügelt

Claudio Kummerfeld

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Die Kulisse von Shanghai als Vorzeigemetropole in China

In China glänzen die Konjunkturdaten. Ein beeindruckendes Wachstum wird da hingelegt – natürlich immer unter dem Vorbehalt, dass man den Zahlen auch wirklich trauen kann. Die Industrieproduktion in China wächst laut heute früh veröffentlichten Daten im Oktober im Jahresvergleich um 6,9 Prozent bei Erwartungen von 6,5 Prozent. Damit kann die Wachstumsrate aus dem Vormonat gehalten werden. Im Year-to-date-Vergleich, also Januar-Oktober 2020 im Vergleich zu Januar-Oktober 2019, ist die Industrieproduktion um 1,8 Prozent gewachsen. Also legt China trotz Coronakrise insgesamt schon in 2020 ein Wachstum hin!

Der Chart zeigt das Wachstum im Jahresvergleich – ein Balken steht für einen Monat. Beeindruckend höhere prozentuale Werte im Vergleich zum Vorjahr! Die Einzelhandelsumsätze sind in China im Oktober im Jahresvergleich um 4,3 Prozent gestiegen, bei Erwartungen von +4,9 Prozent. Aber die Daten zeigen, dass die Lücke aus der Coronakrise in China längst überwunden wurde. Man hatte noch vor Europa und den USA einen extrem harten und kurzen Lockdown, und konnte danach schnell wieder die Volkswirtschaft hochfahren.


source: tradingeconomics.com

Japan meldet heute früh ebenfalls erfreuliche Konjunkturdaten. Im dritten Quartal gab es im Quartalsvergleich ein Wachstum bei der Wirtschaftsleistung (BIP) von 5 Prozent. Vier Quartale vorher gab es kein Wachstum. Schon kurz vor der Coronakrise hatte eine Mehrwertsteueranhebung in Japan die Wirtschaft geschwächt. Aber das jetzige Wachstum sorgt für Optimismus. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legt heute ein Plus von 521 Punkten oder 2,05 Prozent hin. Der Shanghai Composite steigt um 37 Punkte oder 1,1 Prozent. Gute Vorzeichen für den Wochenstart in Europa.


source: tradingeconomics.com

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