Aktien

China-Crash und Ölpreisfall verhageln US-Firmen das Quartal

FMW-Redaktion

Der Crash an Chinas Aktienmärkten sowie der Verfall der Ölpreise hinterläßt mehr und mehr Spuren in den Quartalsberichten von US-Unternehmen – das zeigen die heute vorgelegten Zahlen von Morgan Stanley und Halliburton.

So schrumpfte bei der US-Großbank Morgan Stanley der Gewinn pro Aktie auf 0,34 Dollar und lag damit unter den niedrigsten Schätzungen aller Analysten. Dabei fielen die Einnahmen aus dem Eigenhandel um 17%, beim Investmentbanking um 15%. Insgesamt fielen die Einnahmen von Morgan Stanley auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2012.

Hauptgrund aber für die schwachen Zahlen der Bank Morgan Stanley, die von bösen Zungen auch als „Margin Stanley“ bezeichnet wird aufgrund ihres Tradings mit hohen Hebeln, war das Asien-Geschäft. Und das bedeutet: die Bank war stark engagiert an Chinas Aktienmärkten. So formuliert der CEO von Morgan Stanley, Jim Gorman, zu den heute vorgelegten Zahlen:

„The volatility in global markets in the third quarter led to a difficult environment, impacting in particular our Fixed Income business and our Asia Merchant Banking Business“.

Es war also die starke Volatilität an den Märkten vor allem Asiens – eine nette Umschreibung für den Crash in China! Interssant ist dabei, dass die Bank bei Vorlage der Zahlen aus dem driten Quartal des Vorjahres noch die fehlende Volatilität an den Märkten für ihr damals schwaches Geschäft verantwortlich gemacht hatte, währen sie heute die hohe Volatilität dafür verantwortlich macht!

Hart getroffen hat dagegen der Ölpreisfall die Öldienstleistungsfirma Halliburton. Zwar übertraf der Konzern beim Gewinn pro Aktie von 0,31 Dollar die Schätzungen der Analysten, doch fiel der Umsatz um satte 36% auf nun nur noch 5,58 Milliarden US-Dollar – Analysten hatten mit einem Umsatz von 5,64 Milliarden Dollar gerechnet. Dabei hat sich der Umsatz in Nordamerika, dem Kernmarkt von Halliburton, nahezu halbiert: vor allem das Einbrechen der Ölförderung, sichtbar in der stetig fallenden Zahl der „rig counts“ (also der aktiven Bohrlöcher in den USA), hat dem Konzern das Geschäft verhagelt. Dass der Gewinn proo Aktie höher ausfiel als erwartet, war dabei leiglich auf drastische Einsparungen zurück zu führen.

Fazit: die Zahlen von Morgan Stanley und Halliburton zeigen, dass die wirlich guten Zeiten auch für US-Firmen längst vorbei sind!



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1 Kommentar

  1. Hatte heute fest mit einem Black Monday gerechnet. Bin dann doch auf den Donnerstag gegangen und warte was die City of London dem Kollegen Xi Jinping mit auf den Weg gibt.

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