Devisen

China crasht, Dax vor leichten Unterstützungen

FMW-Redaktion

Das ist nicht gerade ein gelungener Jahresauftakt für die Aktienmärkte: nachdem der Caixin Einkaufsmanagerindex mit 48,2 deutlich unter der Erwartung ausgefallen war mit 48,2 (Prognose war 48,9) und damit dem zehnten Monat in Folge unter der 50er-Marke notiert (die die Grenze zwischen Expansion und Konztraktion darstellt), ging es mit den Kursen bergab. Zuvor waren die Märkte positiv gestartet, nachdem der Ölpreis aufgrund des sich dynamisch verschärfenden Konflikts zwischen Saudi-Arabien und dem Iran nach oben geschnellt war.

Aber dann der Abverkauf in China nach dem Caixin, verschärft durch das sich anbahnende Ende der 6-monatigen Haltefrist für große Investoren, die im Laufe des Crashs von der Börsenaufsicht verpflichtet worden waren, ihre Bestände nicht zu verkaufen. Goldman Sachs schätzt, dass Aktienpakete im Volumen von 2,1 Billionen Yuan (185 Milliarden Dollar) auf den Markt geworfen werden könnten. Das neue Jahr begonnt also wieder mit einem alten Thema: der (berechtigten) Sorge um China.

Und das sieht dann so aus:

Shanghai Composite -6,86%
CSI300 -7,02%
ChiNext -8,2%
Nikkei -3,07%

In Shanghai ist der Index ausgesetzt worden (limit down), nachdem Peking am 04.Dezember einen circuit breaker eingeführt hatte. Wir hatten dies in einem Artikel damals erläutert, hier die zentrale Passage:

„Die Börsen in Shanghai und Shenzhen haben heute beschlossen, einen „circuit breaker“ einzuführen, also einen Mechanismus, der große Ausschläge an den Aktienmärkten verhindern soll bei großer Volatilität. Ab 01.Januar 2016 wird der Handel im Leitindex CSI 300 (der die größten Werte der Börsen Shanghai und Shenzhen enthält) für 15 Minuten ausgestzt, wenn der Index 5% steigt oder fällt. Wird das Limit von 5% nach 14.45Uhr Ortszeit erreicht, wird der Tageshandel, der regulär um 15Uhr endet, eingestellt. Sobald der Index im Laufe des Handelstages 7% steigt oder fällt, wird der Handel für den Rest des Tages komplett eingestellt.„.

Der Dax verliert stark und fällt aktuell deutlich unter die 10500er-Marke – die Risikoaversion dominiert. Wir werden später noch auf den Dax eingehen – wichtig ist jetzt ert einmal der Blick auf den Dollar-Yen und den Dollar-Yuan sowie natürlich den Euro-Dollar.

Wenn die Aktienmärkte eine Chance auf Erholung haben, dann wird dies nur über eine Erhllung des Dollar-Yen gehen, und der ist schwer unter Druck:

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Der Dax jedenfalls startet erst einmal mit einem heftigen Gap nach unten – Unterstützungen kurzfristig bei 10445 und 10400:

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