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China: die Zocker sind wieder da

FMW-Redaktion

In China scheint der Crash vom Sommer zunhemend in Vergessenheit zu geraten: immer mehr Chinesen eröfffnen bei Brokern des Landes Konten, in der Hoffnung, dass die Aktienmärkte des Landes sich wieder erholen. So meldete heute die China Securities Depository & Clearing Corp. – ein joint-venture der Shanghai Stock Exchange und der Shenzhen Stock Exchange – dass alleine zwischen dem 09. und 13. November 353.600 neue Tradingkonten eröffnet wurden. Das ist ein Anstieg von 18% im Vergleich zur Vorwoche.

Unterdessen bleiben die Aktienmärkte in China in schwerem Fahrwasser – der Shanghai Composite verlor zu Handelsende 1%, weil sich Gerüchte breit machten, dass noch vor dem Wochenende die ersten IPOs wieder an den Markt kommen werden. Kürzlich hatten die Behörden in China beschlossen, die während des Crashs gestoppten IPOs wieder zuzulassen, jedoch keinen konkreten Termin für den Start genannt. Die Erwartung ist, dass die IPOs Liqudität aus dem Aktienmarkt abziehen werden. Ein weiterer Belastungsfaktor ist die vor am letzten Freitag beschlossene Aufhebung des Margin-Handels, die faktisch das Zocken auf Kreit unterbindet.

Der Immobilienmarkt im Reich der Mitte zeigt dagegen Stabilisierungstendenzen: erstmals seit dem August 2014 sind die Preise für Immobilien im Vergleich zum Vorjjahresmonat wieder gestiegen (um 0,1%). Der Anstieg beschränkt sich jeedoch vorwiegend auf die Megastädte des Landes wie Shanghai, wo die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 39,9% zum Vorjahr gestiegen sind.

Um die Industrie zu stützen, hat die in China extrem mächtige National Development and Reform Commission heute beschlossen, die Gaspreise um knapp 25% zu senken. Damit setzt sich die Reihe von Preissenkungen im chinesischen Energiesektor fort – Peking hat in diesem Jahr bereits zum elften Mal die Preise für Benzin und Gas gesenkt.



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1 Kommentar

  1. Es zocken
    die Großanleger
    die Banken und Versicherer
    die staatlichen Rentenkassen (zumindest in den USA)
    die Kleinanleger
    …. und …. die Großkonzerne – wie z. B. „Apple“! Siehe: http://www.godmode-trader.de/artikel/wer-apple-kauft-kauft-auch,4365608

    Das ist schon ziemlich unheimlich alles!

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