China, Dollar, Gold und Rohstoffe: was wird passieren?

Von Markus Fugmann

Was bedeutet der Schritt der Chinesen, ihre Währung abzuwerten für den Dollar, Gold und Rohstoffe? Die Meinungen dazu sind teilweise entgegengesetzt – wir zeigen die Argumente beider Seiten, die wir als „Gruppe A“ (Dollar wird schwächer, Rohstoffe und Gold werden wieder teurer) und als „Gruppe B“ (Dollar wird stärker, Aktien steigen etc.)bezeichnen. Jetzt heisst es also, wie bei der führenden Elite-Tageszeitung Deutschlands: „Bild dir deine Meinung“! Wer hier die Dinge richtig sieht, kann durch Trading sehr viel Geld verdienen .. oder eben verlieren..

Gruppe A:

– die Abwertung des Yuan bedeutet, dass China seine Deflation exportiert. Dadurch wird die Fed kaum in der Lage sein, die Zinsen (öfter) anzuheben

– die Schwächung des Yuan wird nach einer geringeren Nachfrage nach US-Staatsanleihen führen (diese werden durch den schwachen Yuan gegenüber dem Dollar teurer für China). Damit steigen die Kosten für Kapital, und das ist negativ für den Dollar, da weniger Kapital in den Dollar fliessen wird (wegen geringer US-Anleihekäufe Chinas

– steigen die Kosten für Kapital, setzt „risk-off“ ein – Aktienmärkte und andere Risiko-assets werden fallen

– da die Kosten für Geld steigen, werden auch die Rohstoffpreise wieder steigen. Was passieren wird ist, dass vor allem Chinas Investoren Gold kaufen werden, weil es die einzige „Währung“ ist, die von keiner Notenbank kontrolliert wird – derzeit sei schon zu beobachten, dass Chinesen verstärkt Gold kauften

Gruppe B:

– nach einer ersten Schockreaktion werden die Märkte erkennen, dass die Massnahmen Chinas ein gigantisches Stimulusprogramm sind: Geld wird wieder billiger. Das wird den Risikoappetit wieder anheizen, und der Dollar steigt, wenn die Märkte im „risk-on-Modus“ sind. Carry-Trades im Euro werden daher weiter laufen, deshalb wird der Euro zum Dollar fallen (Investoren leihen sich billige Euros und kaufen damit höher rentierliche assets)

– der Risikoappetit ist gut für Aktien, auch Rohstoffe dürften mittelfristig profitieren, weil die Konjunktur in China wieder anspringt – trotz der zu erwartenden Dollar-Stärke)

Auf den Punkt bringt die „Gruppe B“ John Hardy:


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