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Devisen

China – Export wächst! Wegen des Handelskriegs

Markus Fugmann

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am

Heute hat China seine Daten zu Importen und Exporten veröffentlicht – und siehe da: der Überschuss der Handelsbilanz im Reich der Mitte steigt an, und das trotz des Handelskriegs:

Brisant dabei ist, dass der Handelsbilanzüberschuss Chinas zu den USA weiter deutlich getiegen ist, um mehr als 11%! Dabei fielen die Importe aus den USA zum Vorjahresmonat um fast ein Viertel (24%), während die Exporte Chinas in die USA nur um -2,1% zurück gingen. Damit zeigt sich: bislang erreicht Donald Trump nicht sein Ziel, mittels des Handelskriegs das gigantische Defizit der USA im Handel mit China zurück zu fahren – das Gegenteil ist vielmehr der Fall!

Liegt das an der Manipulation des Yuans durch China, wie Trump behauptet? Wohl nicht – Chinas stützt vielmehr den Yuan, und das weniger durch Dollar-Käufe als vielmehr durch Forwards:

Faktisch reagiert also Peking auf den Abwertungsdruck des Yuan – heute bekanntlich das Fixing Dollar-Yuan der chinesischen Notenbank erstmals seit elf Jahren wieder über der Marke von sieben:

Das ist schon aus zweierlei Gründen nötig: erstens schmelzen die Fremdwährungsreserven des Landes wieder ab:

Und zweitens muß Peking die gigantische Differenz abfedern zwischen der Bedeutung seiner Wirtschaft (15% des weltweiten BIPs) und der Mini-Rolle des Yuan im internationalen Zahlungsverkehr (weniger als 1% aller globalen Transaktionen laufen in Yuan).

Viele Chinesen scheinen traditionell ihrer eigenen Währung zu mißtrauen (im 20.Jahrhundert gab es in China nicht weniger als neun Währungsreformen!) – und flüchten daher in Gold. Das könnte einer der Triebfedern sein für den jüngsten Goldpreisanstieg, zumal auch Chinas Notenbank Monat für Monat seine Goldreserven aufstockt und damit als großer Käufer am Markt auftritt.

So oder so: derzeit ist das Fixing der chinesischen Notenbank eines der zentralen Themen an den globalen Finanzmärkten. Wird Peking eine weitere Abwertung der Währung zulassen, um seine Exporte weiter zu steigern? Jochen Stanzl blickt auf das Geschehen um den Yuan – und zeigt, dass Chinas Übeschuss zu den USA gerade wegen des Handelskriegs weiter steigt:

China in der Zwickmühle mit dem Yuan

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    tm

    8. August 2019 10:46 at 10:46

    Festhalten könnte man noch, dass die von China nun betriebene Abwertung so ziemlich das Gegenteil von dem ist, was in vielen Foren vermutet wurde, also der massive Verkauf der US-Staatsanleihen, um den USA so zu schaden.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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