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China hat sie gefunden: Wir präsentieren die Schuldigen für den Aktiencrash

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Die Aktienmärkte in China sind im August böse abgestürzt. Was ist der Grund? Überhitzung? Blase? Konjunktureinbruch? Die Partei in Peking kann das nicht als Begründung durchgehen lassen. Es muss einen Übeltäter geben, einen Verantwortlichen, der diesen Crash böswillig herbeigeführt hat. Und siehe da, es gibt die Schuldigen wirklich – wir präsentieren sie alle…

Xi Jinping China Präsident
Präsident Xi Jinping muss den Kleinanlegern in China zeigen, wer schuld ist an ihren Verlusten. Foto: Antilong / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die Fed und die bösen Zinsanhebungsgerüchte

Der aktuellste Schuldige soll die US-Notenbank Federal Reserve sein. Seit Wochen nehmen die Gerüchte immer mehr an Fahrt auf, dass die Fed auf ihrer nächsten Tagung am 16./17. September den Leitzins erhöht. Dadurch werden Kredite teurer und Aktienanlagen gegenüber Anleihen und Sparanlagen weniger attraktiv (vom Grundprinzip her). Wichtiger als ein Mini-Zinsschritt von z.B. +0,1% wäre, dass mit dieser ersten Zinsanhebung offiziell die große Zinswende seit der Lehman-Krise eingeleitet wird. Hedgefonds, Banken, Schattenbanken uvm würden erkennen, dass die Zeit geschenkten Geldes (Nullzinskredite) sich langsam dem Ende nähert, Aktienkurse im Westen könnten deutlich negativ reagieren. Vertreter der chinesischen Notenbank „People´s Bank of China“ (PBOC) hatten vor Kurzem die Gerüchte rund um diese mögliche Zinsanhebung in den USA verantwortlich gemacht für die Nervosität und den Aktienabsturz in China. Beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am letzten Wochenende wiesen Fed-Verantwortliche diese Argumentationskette natürlich zurück. Wir meinen: Natürlich ist es immer gut gerade so einen „Gegner“ wie die Notenbank der USA als Schuldigen hinzustellen. Wenig glaubhafte Argumentation, weit hergeholt, aber als Sündenbock für das eigene Volk kommt das allemal gut an.

Die Shorties haben den Crash in China böswillig verschlimmert

Ein immer wieder gern genommenes Argument in einem Crash-Szenario. Wer hat´s verschlimmert? Wer hat den Abwärtssog beschleunigt? Der Shortie, also der Leerverkäufer. Was bedeutet das? Ein Spekulant leiht sich Aktien, die er dann verkauft, um sie zu tieferen Kursen zurückzukaufen – dann gibt er sie an den Verleiher zurück. Die Kursdifferenz beim gefallenen Kurs streicht der Leerverkäufer als Gewinn ein – wenn der Kurs denn gefallen ist.

Die Erfahrung lehrt: Wenn die Kurse anfangen einzubrechen und immer weiter fallen, sind die Leerverkäufer i.d.R. bereits auf den Zug aufgesprungen. Die große Bewegung nach unten wird durch die Panik der Kleinanleger ausgelöst, durch eine Kettenreaktion, die durch das Auslösen vieler Stop Loss-Orders noch befeuert wird. Die Leerverkäufer sind oft sogar diejenigen Marktteilneher, die bei tiefen Kursen kaufen und die Kurse stützen, weil sie ihre geliehenen und verkauften Aktien ja wieder eindecken müssen, also zurückkaufen.

Aber als Sündenbock dienen sie wie vorher auch schon in Europa hervorragend. Etwas verkaufen, das man gar nicht besitzt – das ist kapitalistisches Teufelszeug und kann von vorne herein ja nur Schuld an so einem Crash sein. Nach dem selben Muster haben auch die Machthaber in Peking auf die Pauke gehauen und Leerverkäufer an den Pranger gestellt. Schon seit Juli läuft in China eine Kampagne staatlicher Stellen, wonach man auf der Jagd nach feindlichen & böswilligen Leerverkäufern ist. Diese findet man wohl in Insider-Betrügern, aber böswillig einen Börsencrash herbeiführen, dazu waren sie wohl kaum im Stande.

Die Presse ist schuld

Negative Presseberichte in China haben die Bevölkerung in Panik versetzt – so die Vorwürfe gegen einige Journalisten. Unbegründete Gerüchte und Panikmache wird ihnen vorgeworfen, die den Aktiencrash noch weiter angeheizt haben sollen. Laut staatlicher chinesischer Medien soll z.B. der Reporter Wang Xiaolu von der Zeitung „Caijing“ gestanden haben eigene „negative Mutmaßungen“ über den chinesischen Aktienmarkt verbreitet zu haben. Konkret habe er am 20. Juli falsch berichtet die Regulierungsbehörde CSRC würde überlegen Stützungsmaßnahmen einzustellen – diese Mutmaßung habe zu Panik und Verunsicherung bei Anlegern geführt. Staatliche Medien berichten jetzt Wang Xiaolu kooperiere aktuell mit den Behörden in der Hoffnung auf eine geringe Strafe. Investoren seien durch diese falschen Mutmaßungen große Verluste entstanden. Tja, da kann mal sehen, wie direkt einzelne Journalisten die Börsenkurse beeinflussen können.

Insiderhandel durch Behördenmitarbeiter

Mehrmals wurde in den letzten Wochen von staatlichen Stellen in China berichtet, dass Mitarbeiter von chinesischen Aufsichtsbehörden wg. Insiderhandels verhaftet wurden. Das kann sogar durchaus richtig sein. Und wenn man einzelne Mitarbeiter des staatlichen Apparates als Schuldige öffentlich brandmarkt, lindert das die Wut des Volkes auf den Staat, denn das Volk sieht, dass Staatsbedienstete für dieses Desaster bestraft werden. Einzelne Mitarbeiter von Aufsichtsbehörden konnten vielleicht in der Tat ihr Wissen verwenden um sich selbst rechtzeitig vor einer schnellen Auf- oder Abwärtsbewegung am Markt zu positionieren, aber verursacht das einen Aktiencrash? Wohl kaum. Aber wie gesagt, das macht sich gut zur Besänftigung des Volkszorns.

Die Broker in China haben sich böswillig negativ verhalten

Laut staatlichen chinesischen Medien haben vier Manager (darunter zwei Vorstände) des größten Brokers vor Ort „Citic“ jüngst Insiderhandel gestanden und wurden verhaftet. Die Aktien von Citic brachen daraufhin um gut 10% ein. Auch das passt sehr gut ins Bild. Möglich ist es natürlich, dass sie Insiderwissen für ihren persönlichen Vorteil genutzt haben. Aber einzelne, seien es auch Dutzende oder hunderte Insidertrades lassen nicht wochenlang einen gigantischen Aktienmarkt Tag für Tag aufs Neue crashen. Die Schuld am Crash kann ein einzelner gieriger Insider kaum tragen, aber es macht sich gut für die Öffentlichkeit.

Wer nicht schuld ist…

Nicht schuld am Aktiencrash, so scheint es die offizielle Lesart der Partei zu sein, war die Überhitzung des Marktes. Nicht schuld war ein vorher viel zu schnell gestiegener Markt. Nicht schuld war die Blase. Nicht schuld war die Kommunistische Partei in Peking, die den Menschen die Börse mehr als schmackhaft gemacht hatte. Nicht schuld war der Gewinn- und Konsumhunger vieler Privatzocker. Nicht schuld war ein schleichender schon lange in Gange befindlicher Einbruch der chinesischen Realwirtschaft. Letzte Woche hatte der Crash-Guru Marc Faber, der selbst in Asien lebt, nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Krise der Realwirtschaft in China schon seit Jahren im Gange ist.

Vielleicht gibt es in Kürze ja die Verkündung von öffentlichen Massenprozessen gegen die „Schuldigen“. Das dürfte den Volkszorn noch mehr besänftigen. Der Staat flutet (über diverse Wege) den Aktienmarkt mit Geld, und irgendwie schafft man vielleicht eine Stützung. Man darf gespannt sein, wie es nach den Siegesfeierlichkeiten zum Ende des 2. Weltkriegs am Donnerstag weitergeht. Die Botschaft, die hinter der öffentlichen Brandmarkung der „Schuldigen“ steckt, ist klar: Die Millionen chinesischen Kleinanleger und Sparer, die in den letzten Wochen viel Geld verloren haben und oft sogar auf Kredit zockten, müssen beruhigt werden. Der Staat will ihnen zeigen, dass es Gesichter und Namen gibt, die ganz direkt für ihre Verluste verantwortlich sind, und diese steckt man hinter Schloss und Riegel. Das gibt Genugtuung!

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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US-Häusermarkt kurz vor Katastrophe – einen Hoffnungsschimmer gibt es

Claudio Kummerfeld

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Typische Bauweise am US-Häusermarkt

Am US-Häusermarkt könnte in den nächsten Wochen und Monaten eine Katastrophe eintreten. Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung. Denn zum einen endet im März eine Frist von maximal 12 Monaten, die es Hausbesitzern erlaubte ihre Hypothekenzahlungen auszusetzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Kreditnehmer, die sich zu Beginn des Programms angemeldet hatten, könnten ab März 2021 von einer Zwangsvollstreckung bedroht sein.

Noch wichtiger für den US-Häusermarkt ist: Die landesweit gültige vorübergehende Aussetzung der Zwangsräumungen (mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen) endet am 31. Dezember. Der Zeitpunkt ist fast schon dramatisch, da gut 12 Millionen Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung verlieren dürften.

Der US-Kongress könnte eigentlich für eine Verlängerung von Nothilfen sorgen. Aber zum Jahreswechsel befindet sich Washington DC mitten in einer toten Phase, wo Joe Biden zwar schon gewählt, aber eben noch nicht im Amt ist. Alles hängt in der Schwebe. Erst vor Kurzem wurden vom staatlichen „US Census Bureau“ Umfragedaten veröffentlicht aus dem Befragungszeitraum 28. Oktober bis 9. November, welche die Dramatik am US-Häusermarkt aufzeigen.

Etwa 5,8 Millionen Personen gaben demnach an, dass ihnen in den nächsten zwei Monaten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung droht. Das macht ein Drittel der 17,8 Millionen Erwachsenen in Haushalten aus, die mit Miet- oder Hypothekenzahlungen in den USA im Rückstand sind.

Gut die Hälfe der Haushalte in Staaten wie Nevada oder Florida, welche derzeit mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ihre Zwangsräumung im Januar. Florida ist am Schlimmsten betroffen mit 51,2 Prozent (bei der vorigen Umfrage nur 32 Prozent). Das bedeutet de facto, das gut 3,5 Prozent aller Haushalte in Florida glauben, dass sie in den nächsten zwei Monaten von einer Zwangsräumung betroffen sein könnten.

Hoffnung für US-Häusermarkt dank Joe Biden?

Joe Biden wird am 20. Januar als US-Präsident seine Arbeit aufnehmen. Vorher kann er nichts machen. Er kann eine Last-Minute-Rettung für den US-Häusermarkt sein – kann, aber nicht muss. Die Demokraten möchten die US-Bevölkerung richtig kräftig unterstützen mit neuen Staatshilfen. Aber die Republikaner, die in den letzten Monaten ebenfalls schon gigantischen Rettungssummen zustimmten, zeigten sich zuletzt eher ablehnend. Und jetzt wo ihr Kandidat Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, können sie sich im Kongress in die Blockierer-Haltung begeben. Aber kann Joe Biden mit einer auch von den Republikanern akzeptierten neuen Finanzministerin Janet Yellen (ehemalige Notenbankchefin) doch noch neue Rettungs-Billionen aus dem Kongress rausklopfen?

Kann Joe Biden auf den allerletzten Drücker Ende Januar Millionen Amerikaner und den US-Häusermarkt vor einem Kollaps retten? Oder kommt alles ganz anders, und dank im Dezember beginnenden Impfungen erholt sich die Konjunktur in den USA derart schnell, dass viele Amerikaner neue Jobs erhalten? Die Banken verzichten auf Zwangsräumungen, und die überschuldeten Hausbesitzer, die auf dem letzten Loch pfeifen, dürfen in ihren Häusern bleiben? Das wäre auch möglich. Aber es wird eine verdammt enge Kiste!

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