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China: Panikverkäufe – geht es wieder los mit dem Crash in China? Dax belastet..

FMW-Redation

Alles hatte ganz ruhig angefangen – der Shanghai Composite startee mit leichten Gewinnen. Aber dann kam in den letzten Handelsstunden der Abverkauf, nachdem Gerüchte die Runde machten, dass der Staat seine Unterstützung für die Aktienmärkte beenden werde. So schloß der Shanghai Composite knapp über 3% im Minus, der Shenzhen Composite verlor knapp über 6%, und der Technolgie-Index ChiNext 6,6%.

Ist das, wie es heißt, nur eine Korrektur? Vielleicht. Aber im Handelsverlauf wurde aus Gewinnmitnahmen pure Panik, die Kurse rauschten ungebremst in die Tiefe. Vor allem der ChiNext war zuletzt wieder heiß gelaufen und hatte die anderen Indizes deutlich outperformt. Die Erwartung war, dass Peking Technologie-Firmen unterstützen wird, und vielleicht passiert das auch. Aber die Bewertungen im ChiNext sind wieder ähnlich absurd hoch wie kurz vor dem Crash im Sommer.

Das Problem ist, dass die Trader in China offenkundig ein kurzes Gedächtnis haben. So wurden alleine in der letzten Woche 295.500 neue Trading-Konten eröffnet und damit 185% mehr als in der Vorwoche. Die Chinesen glauben offenkundig, dass der Crash vorbei ist, Neulinge kaufen wieder massiv – und dann heute die kalte Dusche. Man muß abwarten, ob sich der Kursrutsch in den nächsten Tagen fortsetzt – aber die Lage ist mit dem heutigen Abverkauf wieder deutlich fragiler geworden.

Der Dax, der zu Handelsstart auf X-Dax-Basis stark eröffnete, scheiterte unter dem Eindruck des späten Abverkaufs in China erneut an der nachhaltigen Überweindung der 10200er-Marke. Der deutsche Leitindex muß diese Hürde nun zeitnah überwinden, sonst droht der Rückwärstgang bis zunächst 9900 Punkte:

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