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Märkte

Chinas Presse warnt vor Pleitewelle

Markus Fugmann

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Das offiziöse China Securities Journal warnt vor einem Dominoeffekt von Pleiten im dritten Quartal des Jahres. Angesichts von hohen Rückzahlungsforderungen, die im dritten Quartal fällig werden könnte die Pleite eines systemrelevanten Unternehmens einen Dominoeffekt von Pleiten nach sich ziehen, zumal sich die Kreditbedingungen weiter verschärfen dürften, so das China Securities Journal. Besonders gefährdet seien Unternehmen aus den Sektoren Stahl, Immobilien und Rohstoffhandel durch ihre extreme Kredithebelung („mutual guarantees and triangle debt“). Gleichzeitig schlägt das China Securities Journal vor, Privatinsolvenzen von Einzelpersonen zu erlauben, um Banken von zusätzlichen Risiken zu befreien und Fehlallokationen von Kapital zu vermeiden. Nur so könne verhindert werden, dass weitere Liquidität in Branchen fließe, die ohnehin schon unter Überkapazitäten litten.

Die Verschuldung Chinas liegt nach Berechnungen des China-Experten Stephen Green von Standard Chartered Bank derzeit bei ca. 250% des BIP – und ist alleine in 2014 um 20% angestiegen. Green bezieht – im Gegensatz zu offiziellen Statistiken Chinas – auch Schattenbanken und offshore-Unternehmen mit ein. In den letzten fünf Jahren ist demnach die Verschuldung um 100% des chinesischen BIPs gestiegen. Damit wuchsen Chinas Schulden mehr als doppelt so schnell wie in den Jahren vor Platzen der Blase in Japan oder auch vor der Finanzkrise in den USA – wie die Ratingagentur Fitch warnte.

Dessen ungeachtet scheint in China der Markt für Mortgage Backed Securities (MBS) wiederbelebt zu werden. So lancierte Postal Savings Bank of China ein MBS-Vehikel im Volumen von 1,1 Milliarden Dollar, um das Geld als Kredit für Hauskäufer weiter zu reichen. Damit erlaubt die Regierung erstmals seit sieben Jahren wieder die Auflegung eines MBS-Produkts – im Zuge der Finanzkrise hatte das Land derartige Produkte verboten.

Die aufgenommene Gelder bei MBS-Vehikeln erscheinen nicht in der Bilanz der Bank, sondern werden bei Zweckgesellschaften verbucht – tendenziell werden dadurch Risiken verschleiert. Nun sieht es so aus, dass China aus Angst vor einem Zusammenbruch des Immobilienmarkts weitere Liquidität in die Märkte pumpt – vorgestern hatte die Regierung der China Bank of Development 1 Billionen Yuan zugeführt – ebenfalls zur Weitergabe für Kredite an potentielle Hauskäufer..

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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