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China: Ratingagentur S&P warnt vor „gigantischen Kreditrisiken“!

Chinas verdeckte Schulden – und die Konjunktur kühlt weiter ab!

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Sind Chinas Schulden tragfähig?

Kaum ein Land der Welt ist so verschuldet wie China – mithin ist also das Land dazu verdammt, zu wachsen, um dieses Schuldenlast überhaupt noch tragen zu können. Aber sind diese Schulden tragfähig?


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Alleine Chinas staatliche Unternehmen sind mit ca. 160% des BIP verschuldet, die Konsumenten im Reich der Mitte dagegegen sind im internationalen Vergleich recht gering verschuldet. Auch die Verschuldung des chinesischen Staates scheint sich in Grenzen zu halten – scheint! Denn da gibt es gewissermaßen verstecke Schulden, die bei den Provinzregierungen liegen, und genau vor diesen Schulden hat nun die amerikanische Ratingagentur S&P in einer Analyse gewarnt!

 

Verstecke Schulden

Die Zentralregierung in Peking gibt den Provinzen klare Vorgaben in Sachen Verschuldung – allerdings werden diese häufig umgangen durch die sogenannten Local government financing vehicles (LGFVs). Faktisch sind das Investmentvehikel, die nicht in die Bilanzen der Provinzregierungen einfließen und vor allem Infrastrukturprojekte finanzieren sollen. Da diese Infrastrukturprojekte meist langfristig angelegt sind, fehlt es häufig an Erträgen, um die Schulden wieder zu minimieren – im Gegenteil werden oft neue Schulden aufgenommen, um bestehende Schulden aus diesen LGFVs zu refinanzieren.

S&P warnt nun vor einer verdeckten Schuldenbombe und schätzt die in LGFVs versteckten Schulden der Provinzen auf 40 Billionen Yuan (ca. 5 Billionen Euro). Das entspricht ca. 60% der chinesischen Wirtschaftsleistung. S&P sieht darin ein „alarmierend  hohes Niveau“. Bislang seien sie Versuche Pekings, die in den LGFVs schlummernden Schulden tragfähig zu gestalten, nur sehr begrenzt erfolgreich gewesen.

Faktisch heißt das: die Schulden Chinas sind immens – und werden aufgrund der Demografie des Landes latent weniger tragfähig. Durch die jahrzehntelange Ein-Kind-Politik wird Chinas Gesellschaft schrumpfen, immer weniger Arbeitsfähige werden immer mehr Rentner finanzieren müssen. Die Einzelkinder wiederum sind – so steht zu vermuten – weniger leidensfähig als noch vorherige Generationen, sie werden von ihren Eltern gewissermaßen als Investment gesehen und sich in den nächsten Jahrzehnten einer kaum zu bewältigenden finanziellen Lage gegenüber sehen.

 

Smartphones als Anzeichen der Abkühlung Chinas

Unterdessen zeigen neue Daten aus China Anzeichen einer Abkühlung, die auch die globale Konjunktur betreffen wird: so sind die Smartphone-Auslieferungen (mobile phone shipments) von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um -17% gefallen. Dabei schneiden chinesische Hersteller besser ab als ausländische, da chinesische Mobilgeräte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um -9,1% rücklaufig waren zwischen Januar und September.

Kürzlich hatte Goldman Sachs gewarnt, dass die Verkäufe von Apple-Produkten (vor allem iPhones) in China enttäuschen dürften, weil Chinas Konjuhnktur deutliche Anzeichen einer Abkühlung zeige. Zudem dürften viele Chinesen angesichts des von den USA begonnenen Handelskriegs amerikanische Produkte tendentiell meiden.

Unterdessen mehren sich die Anzeichen, dass China versucht, angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds die Aktienmärkte des Landes zu stützen, die sich seit Jahresbeginn so schlecht entwickelt haben wie in kaum einem anderen Land der Welt. So hat Peking die Regularien für Aktienrückkäufe von börsengelisteten Firmen deutlich gelockert, nun haben offenkundig einzelne Lokalregierungen beschlossen, zur Stützung der Aktienkurse lokaler Unternehmen Milliarden von Yuan zur Verfügung zu stellen.

 

By Australian cowboy (talk) – Own work (Original text: I (Australian cowboy (talk)) created this work entirely by myself.), GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11970448

26 Kommentare

26 Comments

  1. Wahrsager

    16. Oktober 2018 12:30 at 12:30

    Schon lustig, wie kann ein Land durch Wachstum seine Schulden bezahlen wenn Wachstum nur durch Schulden entsteht? irgendwie scheinen einige das ex nihilo Geldsystem noch nicht recht in der Gänze verstanden zu haben.
    Auf alles durch Wachstum entstandene Schulden sind Zinsen hinterlegt die nie mitgeschöpft werden,… schon allein aus diesem Grund können Schulden NIE abgebaut werden sondern erzeugen immer neue…. Ponzi und so?
    Das Produkt der Banken sind immer Schulden. An jedem Tag an dem sie weltweit weiter wachsen wird die Macht dieser privaten Geldmacher gestärkt…
    Es gibt in diesem Spiel für alle kein Entrinnen bis zum Reset… Punkt!

    • tm

      16. Oktober 2018 16:17 at 16:17

      Es geht natürlich auch nicht darum, die Schulden absolut abzubauen, sondern die Schuldenquoten zu reduzieren. Und natürlich können die absoluten Schulden langsamer steigen als das nominale BIP. Das ist immer wieder geschehen, die Liste an Beispielen ist sehr lang.

      • Wahrsager

        16. Oktober 2018 19:09 at 19:09

        Ich weiß ja nicht wie manche so gedanklich an die Sache rangehn ,
        ich mein,… wenn man einen Korb mit 5 Äpfeln hat und 8 werden rausgenommen braucht es 3 Äpfel damit der Korb wieder leer ist… klar soweit.
        Nichts anderes ist unser System, da nutzt es auch nichts über Quoten und absolute Schulden zu diskutieren. Es gibt in der Natur kein Minus, alle ist alle.
        Nur in irgendwelchen mathematischen Gehirnwindungen finden solche Überlegungen statt.
        Vielleicht sollte man sich zukünftig darauf konzentrieren das System auf eine Bedarfsökonomie umzustellen und nicht alles auf Pump zu machen… das wäre doch mal ein Ansatz,oder?

        • joah

          16. Oktober 2018 19:31 at 19:31

          Ja, damit könnten zwar einige Blasenbildungen (sinnfreie Überbuchungen) verhindert werden, jedoch wahrscheinlich nicht alle. Die Wertpapiermärkte werden ja faktisch von der überbordenden Erwartungshaltung als Aggregat aller mit dem Streben nach Gewinn überbucht (Gier; Blasenbildung), welche damit immer noch fortbestünde.

        • seidenschwann

          16. Oktober 2018 19:47 at 19:47

          Toller Kommentar

      • joah

        16. Oktober 2018 19:22 at 19:22

        Selbst wenn man die Schuldenquoten reduzieren will, tritt man immer wieder gegen den Zins/Zinseszins an. Dies mag einzelnen Staaten (den leistungsfähigsten) gelingen, aber immer nur auf Kosten anderer. Einer – eher mehrere – müssen immer verlieren, so ist diese Systematik leider bisher konzipiert worden.

        • Wahrsager

          16. Oktober 2018 20:04 at 20:04

          Jip absolut korrekt,… aber das System ist menschengemacht, also durchaus änderbar wenn man es wollte, oder? Ein Problem der menschlichen Emotion? Evolution?
          Aber auch nichts spricht gegen die Gier und der Blasenbildung. Glass-Steagall Act war doch mal eine Idee. Wer der Gier nicht entkommen kann darf ins Casino gehn, auf eigene Gefahr….
          Nichts ist alterantivlos…

          • joah

            16. Oktober 2018 20:37 at 20:37

            Ja, alles ist änderbar. Das schwierige daran ist, das man gegen eine derart festgefahrene und verkarterte Ideologie antritt, die (anscheinend) viele gar nicht loslassen wollen – gleichwohl diejenigen noch gar nicht mal wissen, warum.

            Die noch viel schwierigere Frage ist doch aber hingegen: Wenn wir wissen, das Spielkasinos nur die Kasse nähren, ergo den Benutzer nur schädigen können, warum lassen wir diese dann zu? Warum versuchen wir überhaupt mitzuspielen, wenn wir doch ohnehin wissen, das 99% verlieren werden?

  2. Altbär

    16. Oktober 2018 20:27 at 20:27

    Dieses schon lange bekannte u. immer wieder erwähnte Problem von China sollte mindestens den Dauerhaussiers zu denken geben.Hat übrigens viel Ähnlichkeit mit Japan um die 90 er Jahre.
    Nikkeizerfall von 39000 auf ca.7000 lässt grüssen. (. Verlust ca. 80 % )
    @ Andreas , haben sie auch schon gedacht, dass solche Korrektürchen wieder einmal passieren könnten?

    • Andreas

      16. Oktober 2018 21:38 at 21:38

      @Altbär

      Ich hoffe es. Denn tief im Herzen bin ich auch ein Altbär(-;
      Aber an der Börse geht es für mich nun mal ums Geld verdienen. Da sind meine Gefühle und Empfindungen fehl am Platz. Der Markt hat nun mal immer Recht, wissen sie doch.
      Die Statistik spricht nun mal gegen die Bären. Es ist oft sehr hilfreich an der Börse sein Hirn auf Sparflamme zu stellen, stupide Long gehen und ganz einfach nur Geld verdienen. Alles andere drumherum an der Börse ist Nebensache. Und erst Recht FUNDAMENTALES.

      • Wolfgang M.

        17. Oktober 2018 07:51 at 07:51

        @Andreas. Sorry, wenn ich mich einmische, aber mit dem Rückschluss auf das „Fundamentale“ liegen Sie aus meiner Erfahrung falsch. Mittel- und langfristig ist dies das entscheidende, nur hat man die Infos nicht im Voraus. Die Börse nimmt die wirtschaftliche Entwicklung in den meisten Fällen 6 bis 12 Monate vorweg. Ich möchte Ihnen zur Verdeutlichung nur einen kleine Auszug aus meiner nächsten Wochenzusammenfassung bringen:

        Der Dax ist in diesem Jahr besonders schlecht gelaufen. Ständig schlechte Nachrichten von Zollstreit, Brexit, Italien u.s.w. sind das eine, das andere aber die real erwirtschafteten Unternehmensgewinne. Das ist langfristig noch immer das Wichtigste. Und da zeigt sich: Der Dax wird 2018 nicht die Gewinne erreichen, die man zu Jahresbeginn eingepreist hatte.
        Nach 2017, dem Jahr in dem die Unternehmensgewinne um ca. 50% zugelegt hatten, werden die Gewinne 2018 sehr wahrscheinlich bei 95 Mrd.€ stagnieren und nicht zulegen. 20 von 30 Dax-Unternehmen haben schon Grewinnwarnungen herausgegeben. Das ist schlussendlich der Grund, warum der Dax gefallen ist.

        Wenn jetzt eine Rezession kommen sollte und die Dax-Gewinne auf 30 Mrd. € fallen, wird sich der Dax auch dritteln Nur weiß man dies vorher nicht und sonst würde das System Börse als Entdeckungsverfahren auch nicht funktionieren.
        Weil gesagt, die Börse nimmt die Entwicklung „zumeist“ vorweg – es gibt jedoch auch Fehlsignale. Denken Sie nur an das Jahr 2017, wo in den USA die Kurse gestiegen sind, weil man die Umsetzung der Steuerreform eingepreist hat. Oder sehen Sie sich einen Dax-Chart an, in dem die Jahresgewinne des Dax unter den Langfristverlauf über die Jahre gelegt sind. Das Problem ist, dass die Masse der Anleger dies vorher nicht antizipieren kann und das mit der „Zukunft vorhersagen“ ist sowieso eine andere Sache. Die große Entwicklung der Börse ist aus meiner 30-jährigem Erfahrungen schon zu erkennen, wenngleich nicht konkret auf ein Quartal oder manchmal sogar nicht auf ein Jahr bezogen. Das Kurzfristige ist etwas ganz anderes. Da sorgen schon die Psychologie, Gerüchte, Meldungen, insbesodere Angst und Gier u.s.w. für jede Menge Bewegung. Meine Erkenntnis.
        Viele Grüße

        • Andreas

          17. Oktober 2018 08:58 at 08:58

          @Wolfgang M.

          Danke für ihre Erläuterungen und ihre Sichtweise. Ihren Punkten oder den Berichten und Artikeln von Herrn Fugmann muss ich fundamental gesehen natürlich Recht geben. Wie könnte ich dem auch widersprechen? Deshalb vorab auch ein Lob an sie und die FMW für die tägliche Dosis Wahrheit und einen guten Überblick über das Weltgeschehen.

          An der Börse verfolge ich allerdings einen anderen Ansatz. Ich war früher großer Gegner der Chartanalyse. Ich wollte nur fundamental handeln. Ich kann ihnen sagen, das ging leider sehr oft in die Hose.
          Erst nachdem ich mich der Charttechnik gewidmet habe, sind meine Trades sehr häufig im Gewinnbereich. Ich handle auch meist Trades im Daytrading oder Swingtradingbereich. Fundamentale News haben sehr wenig Einfluss auf meine Trades.

          Sehr langfristig gesehen wird der Tag kommen, an dem bricht alles fundamentale auf einem Schlag über die Börsenwelt zusammen. Keiner weiß wann dieser Tag eintrifft. Dann ist die Charttechnik erst einmal Geschichte. Bis dahin reicht aber zu 90% die Chartanalyse und nur ein klein wenig das fundamentale für mein Trading.

          Wie ich Altbär schon schrieb, im Grunde bin ich auch ein Bär, seit Jahren schon, darum besitze ich Edelmetalle. Aber die Börse will nun mal weiter hoch. Da kann ich nichts dagegen tun(-;

  3. Altbär

    17. Oktober 2018 10:50 at 10:50

    @Andreas, Ich bin froh ,dass eine kompetente Person wie Wolfgang sie versucht von den Wolken herunterzuholen.Sie sollten einfach mal Daytrading von Aktien als Anlagen unterscheiden.In einem 10jährigen Anstieg lagen sie natürlich richtig, dass es mit Long gehen mehr Gewinnmöglichkeiten gab.Da aber die meisten Börsen ( ausser USA) seit Anfang Jahr im Minus liegen hat es logischerweise auch im Daytrading mehr Verluste als Gewinne gegeben. ( siehe Dax)
    Da sie wie viele andere mit ihren Longs in den letzten 10 Jahren ein Vermögen angehäuft haben müssten,
    nehme ich an dass dieses Geld grösstenteils in Aktien als Anlage mit erstaunlichen Buchgewinnen irgendwo
    liegt.Wenn irgendwann nur ein Teil dieser Buchgewinne realisiert wird ( was z.B. in Europa u.China schon passiert ist) ist ihre ewige Long- Theorie für einige Zeit Makulatur .Wie Wolfgang M. sagte, früher oder später werden die Märkte wieder von den Fundamentals eingeholt.
    Ich glaube nur schon eine grosse Verkaufsorder hat am 10.Okt. in 2Tagen eine ca.8% Korrektur ausgelöst.
    Nicht zu denken, was passiert wenn mehrere grössere Spieler ihre Chips ( Buchgewinne) einlösen wollen.

    • Columbo

      17. Oktober 2018 11:39 at 11:39

      Die „Jungen Wilden“ in den unzähligen Finanzblogs glauben das Rad erfunden zu haben, indem sie jedem, ob er es will oder nicht, beibringen wollen, man müsse nur irgendwann einen Index kaufen und nie mehr verkaufen, auch mit 90 nicht. Das ginge immer gut. Aber irgendwann muß man verkaufen und sich was leisten, ein Iphone, eine Villa oder die Ausbildung der Kinder. Vor dem Herzinfarkt, sonst ist das Ganze sinnlos. Das ist der Realgewinn. Der Buchgewinn ist so schnell weg, wie er gekommen ist, sonst wär es nicht die Börse. Den richtigen Verkaufszeitpunkt zu erraten ist eine Illusion, genau wie den richtigen Kaufzeitpunkt.

  4. Altbär

    17. Oktober 2018 13:28 at 13:28

    @Columbo, gute Antwort eines „ ALTEN GEZÄHMTEN“ an einen „ JUNGEN WILDEN“
    Mit seiner 4jährigen Erfahrung ist der junge Wilde halt noch ein AZUBI. Er sollte das nicht als Kritik sehen, sondern aus der Erfahrung der ALTEN lernen.
    Es gibt zwei Arten zu lernen.
    1. Aus eigenen Fehlern , die meistens teuer sind.
    2. Aus Fehlern u. Erfahrungen von andern, die bekommt man gratis von den oft verschmähten Realisten, die in letzter Zeit wegen der totalen Manipulation der Märkte oft ( noch ) falsch lagen.Sehr oft wurden
    sie auch Crash- Propheten genannt.
    Obwohl die Börsen seit Jahrhunderten immer auf u.abwärts gingen haftet an den Korrektur – Warnern ein
    Negativ- Image, während die Permabullen mit immerwährenden Aufwärtsprognosen sehr beliebt sind.
    Ja Politiker , die alles unmögliche Versprechen werden ja auch eher gewählt als Sparfüchse.
    Immerhin richten die IMMERAUFWÄRTS-PROPHETEN mehr Schaden an als CRASH- PROPHETEN
    Ein entgangener Gewinn bei zu frühem Ausstieg ist weniger tragisch als ein 50% Verlust bei einem Crash.
    Bei einem Crash werden oft ganze Unternehmen u.Familien ruiniert.Ich habe beim 87 er Crash im Nachbardorf einen Fall erlebt, u. habe dabei gratis aus Fehlern von andern gelernt.

  5. Andreas

    17. Oktober 2018 13:38 at 13:38

    Man hört deutlich die zerknirschtheit von den „alten Hasen“, die den längsten Bullenmatkt der Geschichte nur am Seitenrand mit angesehen haben. Da man vor lauter „German Angst“ nicht selbst investiert war gönnt man es anderen nicht. Typisch deutsche pessimistische Neidgesellschaft.
    Ich erkenne auch die gute Antwort vom Columbo nicht, den diese ist schlicht falsch. Da ist nichts wahres dran.
    Wenn die Welt Untergeht, geht’s allen schlecht, auch euch beiden Miesepeter. Wenn die Welt rund läuft, kann man an der Börse partizipieren und schöne Gewinne machen. Aber dennoch gibt es viele Seitenrandsteher, die alles verpassen, nicht wahr, Altbärchen und Columbo?

    Viel Erfolg noch mit eurer Einstellung! Ihr habt es damit bestimmt weit gebracht.

    • Columbo

      17. Oktober 2018 14:07 at 14:07

      @Andreas, es gibt noch etwas zwischen dem „Rundlaufen“ und dem „Weltuntergang“ und das kam in der Börsengeschichte häufig vor. Genau in diesen Zeiten haben die „alten Hasen“ sehr schöne Gewinne gemacht und werden sie machen. Versprochen.

      • Andreas

        17. Oktober 2018 14:38 at 14:38

        Mit Gold etwa?
        Kann sein, kann auch nicht sein.
        Sollte Gold steigen, dann gewinne ich auch, da ich ebenfalls welches besitze.

  6. Altbär

    17. Oktober 2018 14:09 at 14:09

    @ Andreas, statt die Gratisratschläge anzunehmen, reagiert er verärgert.
    Ich glaube Columbo führt ein gutes Leben u.was mich betrifft täuschen sie sich gewaltig.
    Mein Geld liegt in Immobilien an allerbester Lage u.hat sich in den letzten Jahren mehr als verdreifacht.
    Zudem bin ich Profiteur der manipulierten tiefen Zinsen u.die sind noch auf mindestens 10 Jahre
    fest garantiert.Ich gebe auch zu, die Börsenhausse verpasst zu haben.
    Ich bin aber fest entschlossen bei der nächsten Korrektur mit Leerverkäufen die von Ihnen nie erwartete Korrektur mitzuspielen.Die angesprochene Zerknirschtheit u. Anspannung müsste eher bei den vollinvestierten Aktienbesitzern zutreffen.
    NB. Ich möchte sie nicht bekehren, sie dürfen bei einer Korrektur soviel Geld verlieren wie sie wollen.z

    • Andreas

      17. Oktober 2018 14:43 at 14:43

      Altbär

      Ihre Gratisratschläge habe ich bereits seit Kindheitsbeinen von meinen Eltern gelernt, vielen dank aber für die Wiederholung, schaden kanns ja nicht.
      Was Immobilien anbetrifft, meine erste habe ich mit 25 Jahren selber gebaut. Immobilien gehören auch zu meinem Geschäft. Aber woher wollen sie wissen das die Zinsen die nächsten 10 Jahre niedrig bleiben? Werden dann nicht auch Aktien die nächsten 10 Jahre ansteigen, da alternativlos. Und bedenken sie Immobilien sind immobil, nicht beweglich. Der Staat hat da potenzielle neue Einnahmequellen, sollte es crashen.
      Und wie Roberto geschrieben hat(vielen Dank Roberto!), auch ich verdiene wenn die Kurse fallen. So einfach ist es. Oder besitzen nur sie das Recht zu shorten?

  7. Roberto

    17. Oktober 2018 14:14 at 14:14

    @ Altbär

    Hallo Herr Altbär,
    Sie sagen das es im daytrading Verluste gegebne haben muß weil die Indizes seit Jahresbeginn im Minus stehen. Ich respektiere Ihre Fundamentale Einstellung und finde sie zum Teil auch richtig.
    Allerdings haben Sie vom Daytrading nicht die leiseste Ahnung, wie der o.g. Satz von Ihnen beweist. Ich oder auch ANDREAS gehen am Tag mehrere Male long und short und partizipieren von der Bewegung im Markt, egal ob runter oder rauf. Logisch das es dort Verluste gibt, genauso wie Gewinne. Abgerechnet wird bei uns auch immer bereits am Tagesende und nicht erst am Jahresende.Wir betrachten den Tag und seine Möglichkeiten die uns geboten werden und warten nicht auf den Sanktnimmerleinstag der uns endlich zeigt das es einen crash gibt. Nur eins weiß ich ganz genau, wenn der crash kommt, werde ich an diesem genauso Geld verdienen wie an der Hausse…und das nur deshalb weil ich und ANDREAS flexibel sind….und noch etwas: Andreas ist zwar „nur“ 4 Jahre am Markt, dafür aber sehr intensiv weil er sich täglich positioniert und ständig umdenken muß. Und nur weil man seit 1987 dabei ist, heisst es nicht das man deshalb besser ist. Ich selbst bin seit über 20 Jahren dabei…ich würde aber niemals behaupten das ich besser bin als jemand der nur 4 Jahre dabei ist. Denn dann wüürde ich quantität mit qualität verwechseln und das ist nicht richtig.
    In diesem Sinne bitte etwas mehr Demut und nicht immer den klügsten spielen wollen…

    VG
    Roberto

    • Columbo

      17. Oktober 2018 14:25 at 14:25

      @Roberto, vom Daytrading hab ich ebenfalls nicht die leiseste Ahnung. Ich weiß nur, daß 80% der Daytrader nach einem Jahr pleite sind. Mehr will ich gar nicht wissen.

      • Roberto

        17. Oktober 2018 14:57 at 14:57

        @ Columbo @ Altbär

        deshalb sind ja solche Leute wie ich nach 20 Jahren und Andreas nach 4 Jahren immer noch da….
        Ich verstehe nicht warum man immer gegen die Leute wettern muß, die nun mal anders agieren und damit nicht nur glücklich sondern auch erfolgreich sind.

        Das werden wohl nur diejenigen wissen die es tun…..

        @ Altbär,

        sehen Sie Herr Altbär…ich habe mich eben nicht als den klügsten dargestellt nur weil ich 20 Jahre dabei bin…das können Sie in meinem Kommentar lesen…aber Sie wollen es so sehen und versuchen es umzudrehen und so zu schreiben damit Sie wieder in einem guten Licht stehen…aber jeder der meinen Kommentar mit Ihrem letzten vergleicht weiß genau das es so ist wie ich es schrieb…SIE WOLLEN der klügste sein und merken das es so nicht sein kann, also tun Sie so als ob der andere so tut….
        Sorry Herr Altbär, da müssen Sie schon früher aufstehen…..:-)

  8. Altbär

    17. Oktober 2018 14:31 at 14:31

    Ja lieber Roberto, weil ich eben weiss ,dass im Daytrading mehr als 50% der Leute Verluste machen , mache ich es nicht.
    Aber bitte, wenn der DAX heute ca. 20 % tiefer steht als anfangs Jahr , dann waren eben die Abwärtsbewegungen insgesamt etwa 2000 Punkte grösser u.somit mit Short- Positionen mehr zu gewinnen
    Zudem will ich nicht der Klügste sein, ich bin zufrieden mit dem Drittklügsten hinter ihnen u. Andreas.

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Anleihen

Fed: Das rollende QE-Programm

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Wer hätte das gedacht?! Die Fed startet noch vor der EZB ein neues QE-Programm. Das Volumen der Geldschöpfung ist ebenso atemberaubend, wie ihr Tempo. Nicht weniger erstaunlich ist die Tatsache, dass die US-Notenbank die Öffentlichkeit über den Charakter ihre Aktivitäten dreist belügt.

Fed: Das QE, das keines sein darf

Im Anschluss an die jüngste Zinssitzung sagte der Fed-Chef Jerome Powell bezüglich eines möglichen QE-Programms: „Wir könnten die Bilanzsumme wieder ausweiten, wenn dies nötig werden sollte“. Wer hätte gedacht, dass dies noch während Mr. Powell sprach, schon geschah?

Im Zuge der Liquiditätsengpässe am US-Geldmarkt hatte die Federal Reserve ihre Bilanz in der vergangenen Woche um 75 Mrd. US-Dollar ausgeweitet. Für diese Woche hat sie eine weitere Aufblähung ihrer Bilanz angekündigt. Am Freitag dieser Woche wird die Bilanzausweitung bereits 165 Mrd. Dollar betragen. Erstaunlich, wenn man bedenkt, wie inbrünstig die Fed die Notwendigkeit weiterer geldpolitischer Lockerungsschritte zuletzt abstritt, weil ja angeblich alles so toll laufe in der US-Wirtschaft. Jetzt hat die US-Notenbank plötzlich sogar die EZB in Sachen QE im Volumen und in der Geschwindigkeit rasant überholt. Mengenmäßig werden die Amerikaner bereits bis Ende dieser Woche so viel Geld gedruckt haben, wie die EZB ab 1. November für siebeneinhalb Monate geplant hat.

Erstaunlich ist, dass die Geldpolitiker aus Washington in Person von Loretta J. Mester vehement leugnen, eine mengenmäßige geldpolitische Lockerung durchzuführen, nichts anderes bedeutet ja QE, also Quantitative Easing, übersetzt.

QE-Realitätscheck

Machen wir also den Realitätscheck: Fakt ist, dass die Fed erstmals letzten Dienstag Dollars in den US-Geldmarkt gepumpt hat. Konkret waren es am 17. September 53 Mrd. US-Dollar. Doch woher kam das Geld und warum hat es die Bilanz der Fed aufgebläht? Die Fed hat das Privileg, US-Dollars digital per Mausklick aus dem Nichts zu erschaffen, wie jede andere Notenbank heutzutage auch. Wenn eine Zentralbank dies tut, dann baut sie bilanztechnisch eine Forderung in der Höhe des neu geschaffenen Geldvolumens gegen sich selbst auf. Es entsteht dadurch eine Position auf der Passivseite der Bilanz. Mit diesem, aus dünner Luft erzeugten Geld, kann die Notenbank zum Beispiel Staatsanleihen der eigenen Regierung von Banken aufkaufen oder vorübergehend in Pension nehmen. Diese Wertpapiere würden dann auf der Aktivseite der Notenbankbilanz als Gegenstück zu der Dollarforderung gegen sich selbst gebucht. Die Bilanzsumme hätte sich also durch diese Offenmarkttransaktion erhöht (QE).

Indem die Fed also z. B. heute erneut 75 Mrd. US-Dollar in den Geldmarkt pumpt erhöht sie zunächst die Passivseite der Bilanz. Als Ausgleich erhält sie von den Marktteilnehmern Staatsanleihen als Sicherheit (Wertpapierpensionsgeschäft). Die erzeugten Dollars stehen dem Repo-Markt aber nur über Nacht zur Verfügung. Würde die Fed diese Transaktion also nicht verlängern (rollieren bzw. revolvieren), würde die Bilanzsumme wieder schrumpfen. Nun hat die Fed aber für die kommenden Tage bis einschließlich Montag die Fortführung dieser Marktunterstützung angekündigt. Darüber hinaus hat sie für Montag, Donnerstag und Freitag längerfristige Liquiditätsspritzen mit den Ablaufterminen 08., 10. und 11. Oktober angekündigt. Die dafür hinterlegten Staatsanleihen bleiben also bis mindestens dahin auf der Bilanz der Fed. Solange diese Offenmarktintervention anhält, ist die Bilanz der Fed aufgebläht und es handelt sich ergo um ein QE, wenn auch ein Außerordentliches.

Fazit

Die Fed ist gerade dabei, ihre Reputation im Eilzugtempo zu beschädigen. Man war es ja schon gewohnt, dass die Damen und Herren Gouverneure mit ihrer Verbalakrobatik eher Desinformation als Information betreiben, aber die Art und Weise der jetzigen Lügerei und sinnfreien Dementis grenzt schon an Schizophrenie. Man kann nur hoffen, dass die „Währungshüter“ ihre eigenen Unwahrheiten nicht glauben. Es wird spannend, zu beobachten, wie lange diese Posse noch andauert. Oder glauben die US-Notenbanker tatsächlich, dass sie ihren Spagat zwischen Schönwetter-Rhetorik und der Realität auf ewig durchhalten können? Die Bank of Japan muss ihr schon seit letztem Oktober zur Seite springen, um die Verkaufswelle amerikanischer Staatsanleihen aus den Beständen der Peoples Bank of China aufzufangen. Aber der sich verschärfenden heimischen Liquiditätsklemme muss die Fed in Bälde selbst ein reguläres QE entgegensetzen.

Beispielfoto eines FOMC-Meetings der Fed

Beispielfoto eines FOMC-Meetings der Fed.

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Anleihen

Risk Off Trade ist sprunghaft wieder da – Rundumflug durch die Charts

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Der Risk Off Trade ist ganz plötzlich wieder sichtbar. Immer wenn große Institutionelle (oft computergesteuert) mehr Risiko eingehen wollen, gehen sie in Schwellenländerwährungen, riskante Anleihen etc (Risk On). Immer wenn man glaubt, dass durch globale Ereignisse das Risiko für die eigene Geldanlage schnell minimiert werden muss, wird der Risk Off Trade aktiviert. Dann schichtet man zügig um in den US-Dollar, in den Schweizer Franken, deutsche Bundesanleihen und Gold. Und durch die vorhin bekannt gewordenen Gedanken von Donald Trump, dass er nur einen großen Handelsdeal mit China will (also kein kleiner Kompromiss möglich), steigt plötzlich wieder die globale Unsicherheit vor einem weniger guten Ausgang im Handelskrieg. Risk Off startet wieder – in welchem Umfang und wie lange, ist natürlich aktuell unklar. Der Dollar-Index steigt (Chart seit Dienstag).

Risk Off Trade - Dollar steigt

Euro und Pfund vs US-Dollar fallen, da wie gesagt tendenziell ganz aktuell der Geldfluss in Richtung US-Dollar läuft (EURUSD und GBPUSD im folgenden Chart übereinander gelegt, Verlauf seit Dienstag).

Risk Off Trade - Euro und Pfund vs USD

Im folgenden Chart haben wir ebenfalls seit Dienstag den US-Dollar-Verlauf dargestellt gegen den südafrikanischen Rand, den ungarischen Forint sowie den polnischen Zloty. Die selbe Bewegung heute Nachmittag. Der Dollar zieht stark an, die vermeintlich riskanten Währungen werten ab.

Im folgenden Chart haben wir USD vs Schweizer Franken und Gold vs USD übereinander gelegt. Da Gold und Franken ebenso als Fluchtziele gelten wie der US-Dollar, fallen die Kursausschläge hier eher uneinheitlich aus. Wohin mit den Kursen, wenn USD und der Gegenpart beide gefragt sind?

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Cash Crunch – was läuft da schief?

Panik am US-Geldmarkt – Hintergründe zu dem, was noch viele Rätsel hinterlässt!

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In den letzten Tagen hat es merkwürdige, geradezu historische Bewegungen mit einem Cash Crunch an den US-Geldmärkten gegeben, genauer gesagt an den Repo-Märkten. „Repo“ steht für „repurchase agreement“, auf deutsch eine „Rückkauf-Vereinbarung“. Dieses „repurchase agreement“ ist ein Vehikel für Investoren, eine (US-Staats-)Anleihe zu kaufen und sich dabei ca. 90% bis 95% des Kaufpreises dieser Anleihe zu leihen, wobei dann die gekaufte Anleihe als Sicherheit für diesen „Kredit“ hinterlegt wird. In der Regel verkauft ein „dealer“ die Staatsanleihe und kauft sie dann am nächsten Tag wieder zurück – daher der Name „repurchase agreement“ („Rückkauf-Vereinbarung“).

Mit anderen Worten: ein Investor kauft eine US-Staatsanleihe und hinterlegt als Sicherheit für den dafür gewährten Kredit die (weitgehend risikolose) US-Staatsanleihe als Sicherheit für das geliehene Geld. Faktisch haben wir es also mit einem Mechanismus zu tun, der den Kauf von Staatsanleihen fördern soll, indem die Investoren gewissermaßen nur wenig Geld investieren müssen, um eine Staatsanleihe zu kaufen! Der durchschnittliche Zinssatz, zu dem dieser aufgenommene und durch die gekaufte Staatsanleihe besicherte Kredit aufgenommen wird, ist die repo rate.

Große Institutionen, die mehr als die von der Fed festgelegten Geldreserven bei der Notenbank geparkt haben, leihen in der Regel diese überschüssige Liqudidität an andere Banken oder Geld-Instituionen zu einem Zinssatz, den die Fed festgesetzt hat als „effective federal funds rate“. Mit dem Anstieg der repo rate sind ist aber auch die effective federal funds rate (der Zinssatz, zu dem sich US-Banken untereinander über Nacht Geld leihen) deutlich gestiegen, und zwar über den eigentlich von der Fed mit einer Obergrenze versehenen Zinssatz! Das zeigt einen Kontrollverlust der mächtigsten Notenbank der Welt!

 

Die Fed und der Cash Crunch

Normalerweise hält sich die US-Notenbank Fed aus diesem Markt heraus – aber die Ereignisse der letzten Tage mit einem gewaltigen Cash Crunch haben die Fed (in Gestalt der New York Fed) gezwungen, einzugreifen, nachdem die repo rate am Montag bis knapp unter 10% nach oben geschossen war. In den letzten drei Tagen hat die New York Fed nun ca. 200 Milliarden an Liqudität in den Repomarkt gepumpt, um die Liquiditätsknappheit, die in dem massiven Anstieg der repo rate zum Ausdruck kam, zu lindern. Gestern etwa bot sie 75 Milliarden Dollar an – aber die Nachfrage war mit 84 Milliarden Dollar größer als das Angebot. Daher wird die Fed heute erneut zur Tat schreiten – und es stellt sich die Frage, was da faul ist am Geldmarkt, dass dieser Schritt erneut nötig ist:

Aufgrund der Regularien (z.B. Dodd–Frank Act) sind viele Finanzinstutionen gezwungen, einen bestimmmten Bestand an Anleihen in ihrem Portfolio zu halten – sie müssen daher solche Anleihen regelmäßig kaufen. Nun war aber offenkundig bei den „dealern“ zu wenig Dollar-Liquidtät vorhanden, um die Nachfrage nach diesen Repo-Geschäften bedienen zu können – Geld war also knapp, daher stiegen die Kosten für das Geld respektive die Kosten für den gegebenen Kredit, den die Dealer von den Käufern der Staatsanleihe forderten. Da die Invstoren aber aufgrund der Regularien eben kaufen müssen, sind diese Käufe für diese Investoren zu extrem ungünstigen Konditionen passiert, als die repo rate in Richtung 10% schoss. Faktisch machen also diese Investoren riesige Verluste in diesem Cash Crunch!

Warum diese Knappheit entstanden ist – und offenkundig nach wie vor anhält – ist nach wie vor nicht ganz klar (massive Emmission neuer Staatsanleihen durch die US-Administration und Steuerzahlungen von Banken sind zwei mögliche Gründe). Faktisch dürften die Geldreserven, die die Banken bei der Fed hinterlegt haben, zurück gegangen sein, weil die Bilanzsumme der Fed mit ihrem QT (quantitative tightening) kleiner geworden ist:

„The most popular narrative is that of dwindling bank reserves at the Fed. These are reserves often made available to other financial institutions for overnight borrowing and they are now at their lowest level since 2011 as the Fed winds down its balance sheet.“

So oder so: die Vermutung liegt nahe, dass da etwas faul ist im System, das seinen Ausgangspunkt in unbewältigen Mechanismen der Finanzkrise hat:

„There is something potentially really rotten in the financial system that probably may not have been fixed since the 2008-09 crisis and that is the most worrying part.“

Abschließend noch interessante Aussagen von Bond-King Jeff Gundlach zum Cash Crunch – er sieht darin ein klares Warnsignal, dass etwas nicht stimmt:

 

Der Cash Crunch ist Ausdruck von Panik am US-Geldmarkt

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