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Anleihen

China: Ratingagentur S&P warnt vor „gigantischen Kreditrisiken“!

Chinas verdeckte Schulden – und die Konjunktur kühlt weiter ab!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Sind Chinas Schulden tragfähig?

Kaum ein Land der Welt ist so verschuldet wie China – mithin ist also das Land dazu verdammt, zu wachsen, um dieses Schuldenlast überhaupt noch tragen zu können. Aber sind diese Schulden tragfähig?


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Alleine Chinas staatliche Unternehmen sind mit ca. 160% des BIP verschuldet, die Konsumenten im Reich der Mitte dagegegen sind im internationalen Vergleich recht gering verschuldet. Auch die Verschuldung des chinesischen Staates scheint sich in Grenzen zu halten – scheint! Denn da gibt es gewissermaßen verstecke Schulden, die bei den Provinzregierungen liegen, und genau vor diesen Schulden hat nun die amerikanische Ratingagentur S&P in einer Analyse gewarnt!

 

Verstecke Schulden

Die Zentralregierung in Peking gibt den Provinzen klare Vorgaben in Sachen Verschuldung – allerdings werden diese häufig umgangen durch die sogenannten Local government financing vehicles (LGFVs). Faktisch sind das Investmentvehikel, die nicht in die Bilanzen der Provinzregierungen einfließen und vor allem Infrastrukturprojekte finanzieren sollen. Da diese Infrastrukturprojekte meist langfristig angelegt sind, fehlt es häufig an Erträgen, um die Schulden wieder zu minimieren – im Gegenteil werden oft neue Schulden aufgenommen, um bestehende Schulden aus diesen LGFVs zu refinanzieren.

S&P warnt nun vor einer verdeckten Schuldenbombe und schätzt die in LGFVs versteckten Schulden der Provinzen auf 40 Billionen Yuan (ca. 5 Billionen Euro). Das entspricht ca. 60% der chinesischen Wirtschaftsleistung. S&P sieht darin ein „alarmierend  hohes Niveau“. Bislang seien sie Versuche Pekings, die in den LGFVs schlummernden Schulden tragfähig zu gestalten, nur sehr begrenzt erfolgreich gewesen.

Faktisch heißt das: die Schulden Chinas sind immens – und werden aufgrund der Demografie des Landes latent weniger tragfähig. Durch die jahrzehntelange Ein-Kind-Politik wird Chinas Gesellschaft schrumpfen, immer weniger Arbeitsfähige werden immer mehr Rentner finanzieren müssen. Die Einzelkinder wiederum sind – so steht zu vermuten – weniger leidensfähig als noch vorherige Generationen, sie werden von ihren Eltern gewissermaßen als Investment gesehen und sich in den nächsten Jahrzehnten einer kaum zu bewältigenden finanziellen Lage gegenüber sehen.

 

Smartphones als Anzeichen der Abkühlung Chinas

Unterdessen zeigen neue Daten aus China Anzeichen einer Abkühlung, die auch die globale Konjunktur betreffen wird: so sind die Smartphone-Auslieferungen (mobile phone shipments) von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um -17% gefallen. Dabei schneiden chinesische Hersteller besser ab als ausländische, da chinesische Mobilgeräte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um -9,1% rücklaufig waren zwischen Januar und September.

Kürzlich hatte Goldman Sachs gewarnt, dass die Verkäufe von Apple-Produkten (vor allem iPhones) in China enttäuschen dürften, weil Chinas Konjuhnktur deutliche Anzeichen einer Abkühlung zeige. Zudem dürften viele Chinesen angesichts des von den USA begonnenen Handelskriegs amerikanische Produkte tendentiell meiden.

Unterdessen mehren sich die Anzeichen, dass China versucht, angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds die Aktienmärkte des Landes zu stützen, die sich seit Jahresbeginn so schlecht entwickelt haben wie in kaum einem anderen Land der Welt. So hat Peking die Regularien für Aktienrückkäufe von börsengelisteten Firmen deutlich gelockert, nun haben offenkundig einzelne Lokalregierungen beschlossen, zur Stützung der Aktienkurse lokaler Unternehmen Milliarden von Yuan zur Verfügung zu stellen.

 

By Australian cowboy (talk) – Own work (Original text: I (Australian cowboy (talk)) created this work entirely by myself.), GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11970448

26 Kommentare

26 Comments

  1. Avatar

    Wahrsager

    16. Oktober 2018 12:30 at 12:30

    Schon lustig, wie kann ein Land durch Wachstum seine Schulden bezahlen wenn Wachstum nur durch Schulden entsteht? irgendwie scheinen einige das ex nihilo Geldsystem noch nicht recht in der Gänze verstanden zu haben.
    Auf alles durch Wachstum entstandene Schulden sind Zinsen hinterlegt die nie mitgeschöpft werden,… schon allein aus diesem Grund können Schulden NIE abgebaut werden sondern erzeugen immer neue…. Ponzi und so?
    Das Produkt der Banken sind immer Schulden. An jedem Tag an dem sie weltweit weiter wachsen wird die Macht dieser privaten Geldmacher gestärkt…
    Es gibt in diesem Spiel für alle kein Entrinnen bis zum Reset… Punkt!

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      tm

      16. Oktober 2018 16:17 at 16:17

      Es geht natürlich auch nicht darum, die Schulden absolut abzubauen, sondern die Schuldenquoten zu reduzieren. Und natürlich können die absoluten Schulden langsamer steigen als das nominale BIP. Das ist immer wieder geschehen, die Liste an Beispielen ist sehr lang.

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        Wahrsager

        16. Oktober 2018 19:09 at 19:09

        Ich weiß ja nicht wie manche so gedanklich an die Sache rangehn ,
        ich mein,… wenn man einen Korb mit 5 Äpfeln hat und 8 werden rausgenommen braucht es 3 Äpfel damit der Korb wieder leer ist… klar soweit.
        Nichts anderes ist unser System, da nutzt es auch nichts über Quoten und absolute Schulden zu diskutieren. Es gibt in der Natur kein Minus, alle ist alle.
        Nur in irgendwelchen mathematischen Gehirnwindungen finden solche Überlegungen statt.
        Vielleicht sollte man sich zukünftig darauf konzentrieren das System auf eine Bedarfsökonomie umzustellen und nicht alles auf Pump zu machen… das wäre doch mal ein Ansatz,oder?

        • Avatar

          joah

          16. Oktober 2018 19:31 at 19:31

          Ja, damit könnten zwar einige Blasenbildungen (sinnfreie Überbuchungen) verhindert werden, jedoch wahrscheinlich nicht alle. Die Wertpapiermärkte werden ja faktisch von der überbordenden Erwartungshaltung als Aggregat aller mit dem Streben nach Gewinn überbucht (Gier; Blasenbildung), welche damit immer noch fortbestünde.

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          seidenschwann

          16. Oktober 2018 19:47 at 19:47

          Toller Kommentar

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        joah

        16. Oktober 2018 19:22 at 19:22

        Selbst wenn man die Schuldenquoten reduzieren will, tritt man immer wieder gegen den Zins/Zinseszins an. Dies mag einzelnen Staaten (den leistungsfähigsten) gelingen, aber immer nur auf Kosten anderer. Einer – eher mehrere – müssen immer verlieren, so ist diese Systematik leider bisher konzipiert worden.

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          Wahrsager

          16. Oktober 2018 20:04 at 20:04

          Jip absolut korrekt,… aber das System ist menschengemacht, also durchaus änderbar wenn man es wollte, oder? Ein Problem der menschlichen Emotion? Evolution?
          Aber auch nichts spricht gegen die Gier und der Blasenbildung. Glass-Steagall Act war doch mal eine Idee. Wer der Gier nicht entkommen kann darf ins Casino gehn, auf eigene Gefahr….
          Nichts ist alterantivlos…

          • Avatar

            joah

            16. Oktober 2018 20:37 at 20:37

            Ja, alles ist änderbar. Das schwierige daran ist, das man gegen eine derart festgefahrene und verkarterte Ideologie antritt, die (anscheinend) viele gar nicht loslassen wollen – gleichwohl diejenigen noch gar nicht mal wissen, warum.

            Die noch viel schwierigere Frage ist doch aber hingegen: Wenn wir wissen, das Spielkasinos nur die Kasse nähren, ergo den Benutzer nur schädigen können, warum lassen wir diese dann zu? Warum versuchen wir überhaupt mitzuspielen, wenn wir doch ohnehin wissen, das 99% verlieren werden?

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    Altbär

    16. Oktober 2018 20:27 at 20:27

    Dieses schon lange bekannte u. immer wieder erwähnte Problem von China sollte mindestens den Dauerhaussiers zu denken geben.Hat übrigens viel Ähnlichkeit mit Japan um die 90 er Jahre.
    Nikkeizerfall von 39000 auf ca.7000 lässt grüssen. (. Verlust ca. 80 % )
    @ Andreas , haben sie auch schon gedacht, dass solche Korrektürchen wieder einmal passieren könnten?

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      Andreas

      16. Oktober 2018 21:38 at 21:38

      @Altbär

      Ich hoffe es. Denn tief im Herzen bin ich auch ein Altbär(-;
      Aber an der Börse geht es für mich nun mal ums Geld verdienen. Da sind meine Gefühle und Empfindungen fehl am Platz. Der Markt hat nun mal immer Recht, wissen sie doch.
      Die Statistik spricht nun mal gegen die Bären. Es ist oft sehr hilfreich an der Börse sein Hirn auf Sparflamme zu stellen, stupide Long gehen und ganz einfach nur Geld verdienen. Alles andere drumherum an der Börse ist Nebensache. Und erst Recht FUNDAMENTALES.

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        Wolfgang M.

        17. Oktober 2018 07:51 at 07:51

        @Andreas. Sorry, wenn ich mich einmische, aber mit dem Rückschluss auf das „Fundamentale“ liegen Sie aus meiner Erfahrung falsch. Mittel- und langfristig ist dies das entscheidende, nur hat man die Infos nicht im Voraus. Die Börse nimmt die wirtschaftliche Entwicklung in den meisten Fällen 6 bis 12 Monate vorweg. Ich möchte Ihnen zur Verdeutlichung nur einen kleine Auszug aus meiner nächsten Wochenzusammenfassung bringen:

        Der Dax ist in diesem Jahr besonders schlecht gelaufen. Ständig schlechte Nachrichten von Zollstreit, Brexit, Italien u.s.w. sind das eine, das andere aber die real erwirtschafteten Unternehmensgewinne. Das ist langfristig noch immer das Wichtigste. Und da zeigt sich: Der Dax wird 2018 nicht die Gewinne erreichen, die man zu Jahresbeginn eingepreist hatte.
        Nach 2017, dem Jahr in dem die Unternehmensgewinne um ca. 50% zugelegt hatten, werden die Gewinne 2018 sehr wahrscheinlich bei 95 Mrd.€ stagnieren und nicht zulegen. 20 von 30 Dax-Unternehmen haben schon Grewinnwarnungen herausgegeben. Das ist schlussendlich der Grund, warum der Dax gefallen ist.

        Wenn jetzt eine Rezession kommen sollte und die Dax-Gewinne auf 30 Mrd. € fallen, wird sich der Dax auch dritteln Nur weiß man dies vorher nicht und sonst würde das System Börse als Entdeckungsverfahren auch nicht funktionieren.
        Weil gesagt, die Börse nimmt die Entwicklung „zumeist“ vorweg – es gibt jedoch auch Fehlsignale. Denken Sie nur an das Jahr 2017, wo in den USA die Kurse gestiegen sind, weil man die Umsetzung der Steuerreform eingepreist hat. Oder sehen Sie sich einen Dax-Chart an, in dem die Jahresgewinne des Dax unter den Langfristverlauf über die Jahre gelegt sind. Das Problem ist, dass die Masse der Anleger dies vorher nicht antizipieren kann und das mit der „Zukunft vorhersagen“ ist sowieso eine andere Sache. Die große Entwicklung der Börse ist aus meiner 30-jährigem Erfahrungen schon zu erkennen, wenngleich nicht konkret auf ein Quartal oder manchmal sogar nicht auf ein Jahr bezogen. Das Kurzfristige ist etwas ganz anderes. Da sorgen schon die Psychologie, Gerüchte, Meldungen, insbesodere Angst und Gier u.s.w. für jede Menge Bewegung. Meine Erkenntnis.
        Viele Grüße

        • Avatar

          Andreas

          17. Oktober 2018 08:58 at 08:58

          @Wolfgang M.

          Danke für ihre Erläuterungen und ihre Sichtweise. Ihren Punkten oder den Berichten und Artikeln von Herrn Fugmann muss ich fundamental gesehen natürlich Recht geben. Wie könnte ich dem auch widersprechen? Deshalb vorab auch ein Lob an sie und die FMW für die tägliche Dosis Wahrheit und einen guten Überblick über das Weltgeschehen.

          An der Börse verfolge ich allerdings einen anderen Ansatz. Ich war früher großer Gegner der Chartanalyse. Ich wollte nur fundamental handeln. Ich kann ihnen sagen, das ging leider sehr oft in die Hose.
          Erst nachdem ich mich der Charttechnik gewidmet habe, sind meine Trades sehr häufig im Gewinnbereich. Ich handle auch meist Trades im Daytrading oder Swingtradingbereich. Fundamentale News haben sehr wenig Einfluss auf meine Trades.

          Sehr langfristig gesehen wird der Tag kommen, an dem bricht alles fundamentale auf einem Schlag über die Börsenwelt zusammen. Keiner weiß wann dieser Tag eintrifft. Dann ist die Charttechnik erst einmal Geschichte. Bis dahin reicht aber zu 90% die Chartanalyse und nur ein klein wenig das fundamentale für mein Trading.

          Wie ich Altbär schon schrieb, im Grunde bin ich auch ein Bär, seit Jahren schon, darum besitze ich Edelmetalle. Aber die Börse will nun mal weiter hoch. Da kann ich nichts dagegen tun(-;

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    Altbär

    17. Oktober 2018 10:50 at 10:50

    @Andreas, Ich bin froh ,dass eine kompetente Person wie Wolfgang sie versucht von den Wolken herunterzuholen.Sie sollten einfach mal Daytrading von Aktien als Anlagen unterscheiden.In einem 10jährigen Anstieg lagen sie natürlich richtig, dass es mit Long gehen mehr Gewinnmöglichkeiten gab.Da aber die meisten Börsen ( ausser USA) seit Anfang Jahr im Minus liegen hat es logischerweise auch im Daytrading mehr Verluste als Gewinne gegeben. ( siehe Dax)
    Da sie wie viele andere mit ihren Longs in den letzten 10 Jahren ein Vermögen angehäuft haben müssten,
    nehme ich an dass dieses Geld grösstenteils in Aktien als Anlage mit erstaunlichen Buchgewinnen irgendwo
    liegt.Wenn irgendwann nur ein Teil dieser Buchgewinne realisiert wird ( was z.B. in Europa u.China schon passiert ist) ist ihre ewige Long- Theorie für einige Zeit Makulatur .Wie Wolfgang M. sagte, früher oder später werden die Märkte wieder von den Fundamentals eingeholt.
    Ich glaube nur schon eine grosse Verkaufsorder hat am 10.Okt. in 2Tagen eine ca.8% Korrektur ausgelöst.
    Nicht zu denken, was passiert wenn mehrere grössere Spieler ihre Chips ( Buchgewinne) einlösen wollen.

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      Columbo

      17. Oktober 2018 11:39 at 11:39

      Die „Jungen Wilden“ in den unzähligen Finanzblogs glauben das Rad erfunden zu haben, indem sie jedem, ob er es will oder nicht, beibringen wollen, man müsse nur irgendwann einen Index kaufen und nie mehr verkaufen, auch mit 90 nicht. Das ginge immer gut. Aber irgendwann muß man verkaufen und sich was leisten, ein Iphone, eine Villa oder die Ausbildung der Kinder. Vor dem Herzinfarkt, sonst ist das Ganze sinnlos. Das ist der Realgewinn. Der Buchgewinn ist so schnell weg, wie er gekommen ist, sonst wär es nicht die Börse. Den richtigen Verkaufszeitpunkt zu erraten ist eine Illusion, genau wie den richtigen Kaufzeitpunkt.

  4. Avatar

    Altbär

    17. Oktober 2018 13:28 at 13:28

    @Columbo, gute Antwort eines „ ALTEN GEZÄHMTEN“ an einen „ JUNGEN WILDEN“
    Mit seiner 4jährigen Erfahrung ist der junge Wilde halt noch ein AZUBI. Er sollte das nicht als Kritik sehen, sondern aus der Erfahrung der ALTEN lernen.
    Es gibt zwei Arten zu lernen.
    1. Aus eigenen Fehlern , die meistens teuer sind.
    2. Aus Fehlern u. Erfahrungen von andern, die bekommt man gratis von den oft verschmähten Realisten, die in letzter Zeit wegen der totalen Manipulation der Märkte oft ( noch ) falsch lagen.Sehr oft wurden
    sie auch Crash- Propheten genannt.
    Obwohl die Börsen seit Jahrhunderten immer auf u.abwärts gingen haftet an den Korrektur – Warnern ein
    Negativ- Image, während die Permabullen mit immerwährenden Aufwärtsprognosen sehr beliebt sind.
    Ja Politiker , die alles unmögliche Versprechen werden ja auch eher gewählt als Sparfüchse.
    Immerhin richten die IMMERAUFWÄRTS-PROPHETEN mehr Schaden an als CRASH- PROPHETEN
    Ein entgangener Gewinn bei zu frühem Ausstieg ist weniger tragisch als ein 50% Verlust bei einem Crash.
    Bei einem Crash werden oft ganze Unternehmen u.Familien ruiniert.Ich habe beim 87 er Crash im Nachbardorf einen Fall erlebt, u. habe dabei gratis aus Fehlern von andern gelernt.

  5. Avatar

    Andreas

    17. Oktober 2018 13:38 at 13:38

    Man hört deutlich die zerknirschtheit von den „alten Hasen“, die den längsten Bullenmatkt der Geschichte nur am Seitenrand mit angesehen haben. Da man vor lauter „German Angst“ nicht selbst investiert war gönnt man es anderen nicht. Typisch deutsche pessimistische Neidgesellschaft.
    Ich erkenne auch die gute Antwort vom Columbo nicht, den diese ist schlicht falsch. Da ist nichts wahres dran.
    Wenn die Welt Untergeht, geht’s allen schlecht, auch euch beiden Miesepeter. Wenn die Welt rund läuft, kann man an der Börse partizipieren und schöne Gewinne machen. Aber dennoch gibt es viele Seitenrandsteher, die alles verpassen, nicht wahr, Altbärchen und Columbo?

    Viel Erfolg noch mit eurer Einstellung! Ihr habt es damit bestimmt weit gebracht.

    • Avatar

      Columbo

      17. Oktober 2018 14:07 at 14:07

      @Andreas, es gibt noch etwas zwischen dem „Rundlaufen“ und dem „Weltuntergang“ und das kam in der Börsengeschichte häufig vor. Genau in diesen Zeiten haben die „alten Hasen“ sehr schöne Gewinne gemacht und werden sie machen. Versprochen.

      • Avatar

        Andreas

        17. Oktober 2018 14:38 at 14:38

        Mit Gold etwa?
        Kann sein, kann auch nicht sein.
        Sollte Gold steigen, dann gewinne ich auch, da ich ebenfalls welches besitze.

  6. Avatar

    Altbär

    17. Oktober 2018 14:09 at 14:09

    @ Andreas, statt die Gratisratschläge anzunehmen, reagiert er verärgert.
    Ich glaube Columbo führt ein gutes Leben u.was mich betrifft täuschen sie sich gewaltig.
    Mein Geld liegt in Immobilien an allerbester Lage u.hat sich in den letzten Jahren mehr als verdreifacht.
    Zudem bin ich Profiteur der manipulierten tiefen Zinsen u.die sind noch auf mindestens 10 Jahre
    fest garantiert.Ich gebe auch zu, die Börsenhausse verpasst zu haben.
    Ich bin aber fest entschlossen bei der nächsten Korrektur mit Leerverkäufen die von Ihnen nie erwartete Korrektur mitzuspielen.Die angesprochene Zerknirschtheit u. Anspannung müsste eher bei den vollinvestierten Aktienbesitzern zutreffen.
    NB. Ich möchte sie nicht bekehren, sie dürfen bei einer Korrektur soviel Geld verlieren wie sie wollen.z

    • Avatar

      Andreas

      17. Oktober 2018 14:43 at 14:43

      Altbär

      Ihre Gratisratschläge habe ich bereits seit Kindheitsbeinen von meinen Eltern gelernt, vielen dank aber für die Wiederholung, schaden kanns ja nicht.
      Was Immobilien anbetrifft, meine erste habe ich mit 25 Jahren selber gebaut. Immobilien gehören auch zu meinem Geschäft. Aber woher wollen sie wissen das die Zinsen die nächsten 10 Jahre niedrig bleiben? Werden dann nicht auch Aktien die nächsten 10 Jahre ansteigen, da alternativlos. Und bedenken sie Immobilien sind immobil, nicht beweglich. Der Staat hat da potenzielle neue Einnahmequellen, sollte es crashen.
      Und wie Roberto geschrieben hat(vielen Dank Roberto!), auch ich verdiene wenn die Kurse fallen. So einfach ist es. Oder besitzen nur sie das Recht zu shorten?

  7. Avatar

    Roberto

    17. Oktober 2018 14:14 at 14:14

    @ Altbär

    Hallo Herr Altbär,
    Sie sagen das es im daytrading Verluste gegebne haben muß weil die Indizes seit Jahresbeginn im Minus stehen. Ich respektiere Ihre Fundamentale Einstellung und finde sie zum Teil auch richtig.
    Allerdings haben Sie vom Daytrading nicht die leiseste Ahnung, wie der o.g. Satz von Ihnen beweist. Ich oder auch ANDREAS gehen am Tag mehrere Male long und short und partizipieren von der Bewegung im Markt, egal ob runter oder rauf. Logisch das es dort Verluste gibt, genauso wie Gewinne. Abgerechnet wird bei uns auch immer bereits am Tagesende und nicht erst am Jahresende.Wir betrachten den Tag und seine Möglichkeiten die uns geboten werden und warten nicht auf den Sanktnimmerleinstag der uns endlich zeigt das es einen crash gibt. Nur eins weiß ich ganz genau, wenn der crash kommt, werde ich an diesem genauso Geld verdienen wie an der Hausse…und das nur deshalb weil ich und ANDREAS flexibel sind….und noch etwas: Andreas ist zwar „nur“ 4 Jahre am Markt, dafür aber sehr intensiv weil er sich täglich positioniert und ständig umdenken muß. Und nur weil man seit 1987 dabei ist, heisst es nicht das man deshalb besser ist. Ich selbst bin seit über 20 Jahren dabei…ich würde aber niemals behaupten das ich besser bin als jemand der nur 4 Jahre dabei ist. Denn dann wüürde ich quantität mit qualität verwechseln und das ist nicht richtig.
    In diesem Sinne bitte etwas mehr Demut und nicht immer den klügsten spielen wollen…

    VG
    Roberto

    • Avatar

      Columbo

      17. Oktober 2018 14:25 at 14:25

      @Roberto, vom Daytrading hab ich ebenfalls nicht die leiseste Ahnung. Ich weiß nur, daß 80% der Daytrader nach einem Jahr pleite sind. Mehr will ich gar nicht wissen.

      • Avatar

        Roberto

        17. Oktober 2018 14:57 at 14:57

        @ Columbo @ Altbär

        deshalb sind ja solche Leute wie ich nach 20 Jahren und Andreas nach 4 Jahren immer noch da….
        Ich verstehe nicht warum man immer gegen die Leute wettern muß, die nun mal anders agieren und damit nicht nur glücklich sondern auch erfolgreich sind.

        Das werden wohl nur diejenigen wissen die es tun…..

        @ Altbär,

        sehen Sie Herr Altbär…ich habe mich eben nicht als den klügsten dargestellt nur weil ich 20 Jahre dabei bin…das können Sie in meinem Kommentar lesen…aber Sie wollen es so sehen und versuchen es umzudrehen und so zu schreiben damit Sie wieder in einem guten Licht stehen…aber jeder der meinen Kommentar mit Ihrem letzten vergleicht weiß genau das es so ist wie ich es schrieb…SIE WOLLEN der klügste sein und merken das es so nicht sein kann, also tun Sie so als ob der andere so tut….
        Sorry Herr Altbär, da müssen Sie schon früher aufstehen…..:-)

  8. Avatar

    Altbär

    17. Oktober 2018 14:31 at 14:31

    Ja lieber Roberto, weil ich eben weiss ,dass im Daytrading mehr als 50% der Leute Verluste machen , mache ich es nicht.
    Aber bitte, wenn der DAX heute ca. 20 % tiefer steht als anfangs Jahr , dann waren eben die Abwärtsbewegungen insgesamt etwa 2000 Punkte grösser u.somit mit Short- Positionen mehr zu gewinnen
    Zudem will ich nicht der Klügste sein, ich bin zufrieden mit dem Drittklügsten hinter ihnen u. Andreas.

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Anleihen

Coronakrise und die Schulden: Kommen ewige Anleihen?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Coronakrise, ein gutes Jahrzehnt nach der Finanzkrise, hat zu einem weltweiten Anstieg der Verschuldung geführt, wie es sie außerhalb von Kriegszeiten noch nie gegeben hat. Aus den Schulden herauswachsen, mittels Wachstum? Ist noch nie in großem Umfang gelungen. Mittels Inflation und finanzieller Repression? Hat schon einmal für wenige Länder geklappt. Oder die Schulden auf sehr, sehr lange Zeiten umstellen, in Zeiten von Niedrigstzinsen? Ein Vorschlag des legendären Hedgefondsmanagers George Soros, der nicht neu ist, schon praktiziert wird und bereits eine lange Historie aufweist.

Coronakrise und Schulden: Die Ideen des ungarischen Starinvestors

Der Gründer des legendären Quantumfonds George Soros, der auf eine sehr lange Zeit als Investor zurückblicken kann – so hatte er bereits vor 70 Jahren unter dem Philosophen Karl Popper studiert -, macht sich Sorgen um die Zeit nach der Coronakrise. Man könne zwar auf eine unglaubliche medizinische Entwicklung zur Bekämpfung der Pandemie blicken, die bald unter Kontrolle sein dürfte, was aber bleiben wird, sind die Schulden zur Abmilderung derselben. Die wirtschaftlichen Folgen seien schlimmer als bei der Finanzkrise, deshalb müsse man jetzt bei der Bewältigung der Cornakrise umdenken, die Maßnahmen der EU hätten aufgrund der politischen Konstellationen zu wenig gebracht. Eine Lösung seien ganz lange oder ewige Anleihen.

Ein unbekanntes Kapitel der Geschichte von Anleihen

Wenn man glaubt, dass die heutige Wirtschaft so viel unglaublich Neues produziert, um in Phasen der finanziellen Knappheit ein Schlupfloch zu entdecken, so beweist ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte manchmal etwas anderes. George Soros berichtet von Anleihen, die nie zurückgezahlt werden müssen, sondern nur die jährlichen Zinsen – schon vor Jahrhunderten.

Großbritannien hatte im Jahr 1752 unbefristete Anleihen, Kriegsanleihen zur Finanzierung der napoleonischen Kriege begeben, „Consols“, genannt. Die Vereinigten Staaten folgten mit der Emission von Consols in den 1870er-Jahren. Aber es war die Erfindung der Niederländer, die bereits 1648 unbefristete Anleihen zur Instandhaltung ihrer Deiche ausgegeben hatten. Das Skurrile daran: Diese Anleihen laufen noch heute, mit so niedrigen jährlichen Zinszahlungen, dass kaum jemand von ihrer Existenz weiß.

Die Aufforderung des Ungarn

Die Zeit der Coronakrise wäre günstig für die Einführung ewiger Anleihen, so Soros – weil die internationalen Zinssätze nicht weiter fallen könnten. Der Vorteil wäre für immer festgeschrieben und man könnte diese in Tranchen begeben.

Soros hatte solche Anleihen bereits der Europäischen Union vorgeschlagen, er sieht aber ein, dass dies unter den gegenwärtigen Umständen politisch nicht umsetzbar wäre. Es sollten dies einzelne Mitgliedsländer umsetzen, was auch in Ansätzen geschieht, dazu gleich mehr.

Soros weist darauf hin, dass die Europäische Zentralbank bereits das Instrument der unbefristeten Anleihen eingeführt hat. Durch den Aufkauf von Staatspapieren (Quantitative Easing), die sie nie mehr zurückgeben kann, ohne bestimmten Ländern schwer zu schaden.

Stattdessen ersetzt man bei Fälligkeit der Anleihen diese durch neue. Das Spiel ließe sich ewig fortsetzen, die Langläufer würden in unbefristete Schuldtitel umgewandelt.

Es gibt aber einen großen Unterschied zu den gleich von den Regierungen begebenen ewig langen Anleihen: Man schreibt die Zinsen für 100-jährige oder ewige Anleihen fest, während bei den ständig auslaufenden Titeln möglicherweise deutlich höhere Zinsen geboten werden müssten. Die Frage ist nur, ob man allen EU-Mitgliedsstaaten diese Eternal Bonds abkaufen würde.

Still und leise

Österreich hat es vorgemacht. In den Jahren 2017 und 2018 hatte die österreichische Republik 100-jährige Anleihen begeben, mit einem Zinskupon von damals noch niedrigen 2,1 Prozent. Das Papier war trotzdem 12-fach überzeichnet. Im Juni letzten Jahres legten die Österreicher mit einer weiteren 100-jährigen nach und es musste nur noch ein Kupon von 0.65 Prozent p.a. geboten werden. Inzwischen folgten Irland und Belgien mit eben solchen Langläufern, die von Versicherern begierig aufgenommen wurden.

Aber auch in Deutschland gibt es auf Landesebene bereits solche ultralangen Anleihen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Zeichen der Zeit erkannt und vor ein paar Tagen eine 100-Jährige emittiert mit einem Volumen von 2 Milliarden Euro, die von Investoren mit mehr als 3,25 Milliarden Euro nachgefragt wurde. Die Emissionsrendite sollte 1,11 Prozentpunkte über dem Referenzzins für 50-jährige Zinstauschgeschäfte liegen, bei minus 0,14 Prozent betrug damit der Zinskupon 0,95. Für NRW ist dies bereits die dritte Anleihe in dieser Laufzeit, während es für den Bund immer noch bei 30 Jahren Höchstlaufzeit bleibt. Vielleicht denken die Herren in der Finanzagentur nur an ihre eigene Kalkulationszeit.

Fazit

Die Idee des legendären und bereits 90-jährigen Hedgefondsmanagers Soros könnte in der Coronakrise durchaus in größerem Stile umgesetzt werden, zusammen mit der finanziellen Repression. Die emittierenden Staaten werden dafür auch nicht mehr so lange Zeit haben, um diese Papiere an den Investor zu bringen, schließlich mehren sich die Anzeichen für eine steigende Inflation und steigende Kapitalmarktzinsen. Damit würden auch die Kupons deutlich höher ausfallen als zuletzt. Es verwundert schon ein wenig, warum man im Hause Scholz so zögerlich ist bei der dauerhaften Nutzung niedrigster Zinsen..

Kommen durch die Coronakrise Anleihen mit ewiger Laufzeit?

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Anleihen

Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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