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China reagiert auf Trump: Massive Rückkäufe eigener Aktien um Aktienkurse nach oben zu pushen

Peking hat verstanden: Wenn Trump die schwache Entwicklung der Aktienmärkte Chinas als Schwächezeichen deutet, dann wird man eben dafür sorgen, dass sich das ändert..

Markus Fugmann

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Feuer frei – so lautet wohl nun das Motto in China! Peking will massiv in die Infrastruktur investieren und so die ohnehin immense Verschuldung noch weiter steigern, aus Angst vor einer Abschwächung der Wirtschaft, die ohnehin im Gange ist. Man reagiert damit wie einst nach der Finanzkrise, als man ebenfalls riesige Summen aktivierte, um Brücken, Straßen etc. zu bauen.

Nun aber scheint Peking auch zunehmend daran interessiert zu sein, den eigenen Aktienmarkt nach oben zu pumpen – und das ist kein Wunder, nachdem Trump immer wieder auf die Stärke der Wall Street verweist als Symbol für die so starke US-Konjunktur, während Chinas Aktienmärkte am Boden seien, also auch die Wirtschaft Chinas am Boden liege:

In der Tat handelt etwa der Shanghai Composite auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren – aber vermutlich nicht mehr lange. Denn Peking hat erkannt, dass der von eher kleineren Privatinvestoren dominierte (ca. 70% der Umsätze) Aktienmarkt Chinas mit seinen aktuellen Tiefs als Schwächezeichen von den Amerikanern wahrgenommen wird – und das soll so wohl nicht bleiben!

Von den Amerikanern lernen heißt siegen lernen, denkt man sich in dem pseudokommunistischen Land China – denn die Hausse der Wall Street ist erheblich auch bedingt durch die Rückkäufe eigener Aktien von börsengelisteten US-Unternehmen. Alleine in 2018 dürften US-Unternehmen ca. eine Billionen Dollar in die Hand nehmen und ihre eigenen Aktien kaufen – neuer Allzeitrekord. Peking hat nun erkannt, dass der effektivste Weg, Aktienkurse nach oben zu hieven, die Rückkäufe eigener Aktien sind – und ermuntert nun chinesische Konzerne, die an der Börse gelistet sind, genau das zu tun!

So hat kürzlich die mächtige China Securities Regulatory Commission mitgeteilt, dass sie die Regularien ändern werde, damit diese Aktienrückkäufe einfacher und in größerem Maßstab möglich werden. Sie können nun als Instrument eingesetzt werden im Zusammenhang mit dem Verkauf von convertible bonds oder mit dem Verkauf von Optionen. Aber auch, wie es bei der China Securities Regulatory Commission recht unverblümt heißt, zur „Stärkung der Glaubwürdigkeit der Unternehmen“ und für die „Interessen der Aktienbesitzer“.

Jenseits dieser Zwecke ist eines aber auch klar: während die US-Unternehmen fast durchgängig ihre eigenen Aktien auf historisch hohem Bewertungsniveau (das Shiller-KGV war nur während der Dotcom-Blase höher) zurück kaufen, sieht das nach dem Niedergang des Aktienmarkts in China anders aus: so liegt die price-to-earnings ratio des Shanghai Composite derzeit bei 11.96, das Preis-Buch-Verhältnis (price-to-book ratio) bei 1.37 – das ist niedriger als bei den letzten drei Böden, die der Shanghai Composite in den letzten Jahren gebildet hatte!

Und Chinas Konzerne verstehen das Signal der Pekinger Führung: in diesem Jahr haben sie bereits 3,33 Milliarden eigene Aktien zurück gekauft im Volumen von 23,65 Milliarden Yuan – im gesamten Jahr 2017 waren es nur zwei Milliarden Aktien im Volumen von 9,1 Milliarden Yuan. Besonders in den letzten Tagen schoß das Volumen der Aktienrückkäufe massiv nach oben! Auch Chinas Finanzanalysten reagieren auf die Botschaft und werten die gesteigerten Aktienrückkäufe nun als Zeichen für eine Bodenbildung des chinesischen Aktienmarkts – mahnende Analysten, die darauf verweisen, dass bei vielen jener Firmen, die ihre eigenen Aktien zurück kaufen, die Gewinne rückläufig seien, bleiben eher die Ausnahme.

Peking hat also verstanden: Wenn die Amerikaner die schwache Entwicklung der Aktienmärkte Chinas als Schwächezeichen deuten, dann wird man eben dafür sorgen, dass das nicht nur bei Trump, sondern in den US-Finanzmedien insgesamt dominante Motiv, dass die USA schon deshalb den Handelskrieg gewinnen würden, weil die US-Konjunktur so stark sei (sichtbar in den Allzeithochs an der Wall Street), ins Leere läuft. Dann werden eben wir diesen schwächelnden Aktienmarkt nach oben pushen und damit den Amerikanern ein zentrales Argument aus der Hand nehmen, so die Logik Pekings.

Wer eigene Aktien billig zurück kauft wie aktuell viele chinesische Konzerne, der riskiert schließlich weniger als die US-Firmen, die das zu historisch hohen Preisen tun – und dann ein Problem bekommen, wenn die Hausse einmal ein Ende finden wird..

 


By Pjt56 — If you use the picture outside Wikipedia I would appreciate a short e-mail to pjt56@gmx.net or a message on my discussion page – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36691178

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Altbär

    20. September 2018 13:09 at 13:09

    Scheint dass es wieder eine abgesprochene Aktion der China u.Japan Notenbank ist, denn der Nikkei steigt auch schon seit Tagen .

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Dank Notenbanken immun: Vermögen wachsen trotz Krisen immer weiter

Claudio Kummerfeld

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Vermögen in Form vieler US-Dollars

Die Gelddruck-Orgien der Notenbanken haben die weltweiten Vermögen immunisiert gegen Verluste, egal wie schlimm die Krise in 2019 auch war, und jetzt in 2020 dank Corona noch geworden ist. Zu diesem Schluss kommt der ganz frisch veröffentlichte „Allianz Global Wealth Report“, in dem das Wort „Immunisiert“ sogar explizit so genannt wird.

Vermögen steigen weiter an

Die Headline-Aussage der Allianz besagt, dass die Vermögen in den letzten zehn Jahren noch nie eine so große Zunahme des Wohlstands verzeichnen konnten. Weltweit sei das Brutto-Geldvermögen im Jahr 2019 um 9,7 Prozent gewachsen, und habe damit das stärkste Wachstum seit 2005 hingelegt. Angesichts der Tatsache, dass das Jahr 2019 von sozialen Unruhen, eskalierenden Handelskonflikten und einer industriellen Rezession geprägt war, sei diese Leistung mehr als erstaunlich, so die Allianz. Doch als die Zentralbanken einen Kursschwenk hin zu einer breit angelegten geldpolitischen Lockerung vollzogen, habe dies zu einem kräftigen Plus von 25 Prozent an den Aktienmärkten geführt, losgelöst von den Fundamentaldaten. Dadurch seien auch die Geldvermögen kräftig angehoben worden. Allein die Anlageklasse der Wertpapiere nahm 2019 um satte 13,7 Prozent zu – nie war das Wachstum im 21. Jahrhundert stärker, so die Headline-Aussage. Versicherungen und Pensionen erreichten laut Allianz ein Plus von 8,1 Prozent, was hauptsächlich auf den Anstieg der zugrundeliegenden Vermögenswerte zurückzuführen sei – die Bankeinlagen stiegen um 6,4 Prozent.

Vermögen auch in 2020 immunisiert gegen Verluste

Und was wird 2020 unterm Strich passieren? Es geht wohl nach dem Motto „Je schlimmer die Krise, desto mehr drucken die Notenbanken, und helfen damit Aktien und Immobilien nach oben“. So sagt der Report nämlich, dass „die selbe Geschichte sich im Jahr 2020 wiederholen“ dürfte, nur ins Extrem gewendet. Denn als die Coronakrise die Weltwirtschaft in die tiefste Rezession seit 100 Jahren stürzte, legten Zentralbanken und Finanzbehörden auf der ganzen Welt beispiellose geld- und fiskalpolitische Hilfspakete auf und schirmten so die Haushalte und ihr Geldvermögen vor den Folgen einer Welt in Unordnung ab, so die Allianz. Man gehe davon aus, dass die privaten Haushalte ihre Verluste aus dem ersten Quartal wettmachen konnten und bis zum Ende des zweiten Quartals 2020 einen leichten Anstieg des globalen Geldvermögens um 1,5 Prozent verzeichneten. Hauptreiber der Entwicklung seien die Bankeinlagen, die dank großzügiger öffentliche Unterstützungsprogramme und vorsorglicher Ersparnisbildung um kräftige 7,0 Prozent zunahmen. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass das Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2020 im Plus enden werde.

Die Allianz merkt kritisch an, dass die Geldpolitik im Moment zwar die Vermögen gegen Corona quasi immunisiert habe. Aber man solle sich nichts vormachen. Null- und Negativzinsen seien ein süßes Gift. Sie würden die Vermögensbildung untergraben, und verschärfen die soziale Ungleichheit, da Vermögenseigentümer satte Mitnahmegewinne einstreichen können. Das sei nicht nachhaltig. Auch noch interessant: Das Wohlstandsgefälle zwischen reichen und armen Ländern habe sich wieder vergrößert. Im Jahr 2000 sei das Netto-Geldvermögen pro Kopf in den Industrieländern im Durchschnitt 87-mal höher gewesen als in den Schwellenländern. Bis 2016 war dieses Verhältnis auf 19 gesunken. Seither ist es wieder auf 22 (2019) angestiegen, so die Allianz.

Was lernen wir daraus?

Nun, die Allianz steht wohl kaum im Verdacht gegen den Kapitalismus zu hetzen, oder Notenbanken arg kritisch gegenüber zu stehen. Von daher ist es schon interessant, dass sie so klipp und klar ausspricht, was viele andere Kommentatoren (wie auch wir bei FMW) seit geraumer Zeit sagen. Nämlich dass die obszöne Geldschwemme von EZB, Fed und Co Assetpreise wie Immobilien oder Aktien kräftig antreibt, losgelöst von der Realwirtschaft. Dies ist also kein Mythos und keine Verschwörungstheorie, wenn man die Allianz als seriöse Informationsquelle für diese Information zählt.

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Fed: US-Bürger ignorieren die mächtigste Notenbank der Welt

Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland

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Für die Finanzmärkte ist die US-Notenbank Fed das Maß aller Dinge – aber auch für die US-Bürger, also die „normalen Leute“, die Main Street?

Wer sich die Mühe macht, die Statements der US-Notenbank Fed nach ihren Sitzungen zu lesen und die Pressekonferenzen zu verfolgen, die Jerome Powell jedes Mal „zelebriert“, so könnte man auf zwei Schlussfolgerungen kommen: Erstens, dass er sich mit seiner unglaublich gehäuften Darlegung des gesetzlichen Auftrags der Fed „Prize Stability and Maximum Employment“ eine kleine Entschuldigung für seine Geldpolitik sucht, die dem Open Market Committee keine andere Wahl lasse. Dass dies – zweitens – aber einen Versuch darstellt, die Öffentlichkeit zu informieren und den Bürger zu einem gewünschten Verhalten innerhalb der finanziellen Repression zu veranlassen. Dass Letzteres nicht gelingt, beweist eine Umfrage aus dem Wissenschaftsumfeld der Fed unter US-Bürgern.

Fed: Das flexible Inflationsziel

Ende August hatte Fed-Chef Powell in einer Rede ausgesprochen, was man schon längere Zeit vermutet hatte. Man würde zinspolitisch die „Füße stillhalten“, auch wenn die Inflationszahl für längere Zeit über der bisherigen Zielmarke (Inflation target) von zwei Prozent liegt. Klingt erst einmal unsinnig, denn schließlich sollte sich die Teuerung in den nächsten Jahren nicht einmal richtig der Zielzone nähern. Eindeutig dürfte dahinter sich die Absicht der Notenbank verbergen, dass man die finanzielle Repression dauerhaft fortsetzen wird: Zinsen für längere Zeit unterhalb der Teuerungsmarke, bei gleichzeitigem BIP-Wachstum, ergibt eine prozentuale Absenkung des Verschuldungsniveaus. Das ist ein Verfahren, welches die USA und Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg für viele Jahre praktiziert hatten. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: die Fed könnte durch eine höhere Inflationserwartung Konsumenten und Unternehmen zu höheren Ausgaben veranlassen. Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland.

US-Bürger haben wenig Ahnung von der Fed-Politik

Targeting and Household Expectations heißt die Arbeit der Ökonomen, die sich mittels Befragung unter Bürgern mit der Frage beschäftigt haben, wie der kleine Mann den Wechsel in der Notenbankpolitik aufnimmt. Das Ergebnis dürfte recht erschütternd sein für den Chef der US-Notenbank: Nur eine kleine Minderheit gab an, überhaupt von einer neuen Strategie der Fed gehört zu haben. Und die, die davon gehört hatten, gaben auch noch falsche Ziele wieder. Man glaubt allgemein, dass das Ziel der Notenbank ein starker Dollar sei und niedrige Zinsen, damit sich der Staat seine Verschuldung leisten kann.

 

Fazit

Auch wenn das zigfache Wiederholen des gesetzlichen Auftrags der Fed (Maximum Employment und Prize Stability) durch Jerome Powell in den Pressekonferenzen schon fast nervig wird: beim Bürger kommt anscheinend nicht viel davon an, was die Damen und Herren im Elfenbeinturm des Geldes in Washington D.C. vorhaben.

So könnte seine letzte Strategie mit der Aufforderung beim Bürger mehr zu investieren auf taube oder gar keine Ohren gestoßen sein. Höhere Inflationserwartungen sollten zum Vorziehen von Konsumausgaben führen. Wobei man sich schon fragen muss, wie es sein kann, dass man das Volk mit den vielen (überzogenen) Kreditkarten überhaupt zum Geldausgeben animieren muss..

Die Fed dringt mit ihren Aussagen nicht wirklich zu den Bürgern durch

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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