Gestern Abend hat Donald Trump massive Zölle verkündet. Die EU wird mit 20 % belegt, China mit 34 %. Je höher das Außenhandelsdefizit der USA mit einem Land, desto höher der neue Importzoll gegen Waren aus diesem Land (hier der abenteuerliche Rechenweg für die Zölle). Die EU hat diese Woche klar gemacht, dass sie mit Gegenmaßnahmen reagieren wird (vor wenigen Minuten erneut). Und China? Auch das Riesenreich wird sich kaum schmollend in die Ecke verziehen. Jetzt sehen wir eine klare Aussage aus Peking.
China reagiert auf Trump-Zölle über 34 %
In Reaktion auf den 34 %-Reziprokzoll der USA hat China Vergeltungsmaßnahmen gegen die bisher höchsten Zölle des US-Präsidenten Donald Trump angekündigt. Die beiden größten Volkswirtschaften gehen damit auf Kollisionskurs, der den bilateralen Handel beeinträchtigen und die Lieferketten auf den Kopf stellen könnte. Dazu meldet Bloomberg: Das chinesische Handelsministerium forderte die USA nur Stunden nach der Verkündung auf, die Zölle “sofort aufzuheben” und Handelsdifferenzen im Dialog beizulegen. Trump hatte zuvor die höchsten US-Zölle seit einem Jahrhundert für zahlreiche Länder eingeführt. Peking traf es mit Zussatzzöllen in Höhe von 34%.
“China lehnt dies entschieden ab und wird entschlossen Gegenmaßnahmen ergreifen, um seine eigenen Rechte und Interessen zu schützen”, hieß es in einer am heutigen Donnerstag veröffentlichten Erklärung des Ministeriums. Die Zölle seien eine Gefahr sowohl für die globalen Lieferketten als auch für das Wirtschaftswachstum. Mit dem gestrigen Tag habe die Trump-Administration laut Banken wie Morgan Stanley die durchschnittlichen US-Zölle auf China auf mindestens 65% erhöht, wenn man bereits bestehende Zölle mit einrechne.
Während einige Länder wie Vietnam und Kambodscha mit höheren reziproken Zöllen belegt wurden, ist Peking zum Hauptziel von Trumps Handelskrieg geworden. Zuvor war China schon zweimal mit pauschalen Zöllen belegt worden. “Einfach ausgedrückt: Wenn Trumps vorherige Zollerhöhungen um 20% den Handel zwischen den USA und China mit einem Hammer getroffen haben, dann sind die heutigen Maßnahmen eine Bazooka”, sagte Jennifer Welch, Chef-Geoökonomin bei Bloomberg Economics.
Laut Bloomberg Economics würden Zölle in der vorgeschlagenen Höhe die chinesischen Exporte in die USA um etwa 80% schrumpfen lassen. Der Yuan schwächte sich nach Trumps Pressekonferenz sowohl an den Onshore- als auch an den Offshore-Märkten trotz der Unterstützung durch die Zentralbank und die Großbanken ab. Der Offshore-Yuan verlor so viel wie seit Dezember nicht mehr, bevor er einen Teil der Verluste wieder wettmachen konnte. Der CSI 300 für Onshore-Aktien fiel um 13:15 Uhr Ortszeit um 0,7%.
FMW/Bloomberg
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