Asien

China senkt Wachstumsziel auf 7,0%

Von Markus Fugmann

China wird nach Angaben eines Regierungsberaters für das Jahr 2015 seine Wachstumsprognose auf „ungefähr“ 7% reduzieren. Das ist der niedrigste Wert seit elf Jahren. Laut den Angaben des Regierungsberaters sei die 7% jedoch die Untergrenze – für das Jahr 2014 hatte die Regierung ihr Ziele noch bei 7,5% definiert. Offiziell wird das neue Wachstumsziel erst im März durch Premier Li Keqiang vor dem Parlament verkündet.

Auch die Prognose für die Entwicklung der Verbraucherpreise fällt mit +3,0% niedriger aus als im Vorjahr, als die Erwartung der Regierung noch bei 3,5% lag. Faktisch allerdings stiegen die Verbraucherpreise im Reich der Mitte dann nur um 2%.

Hauptziel Pekings im Jahr 2015 dürfte daher die Bekämpfung deflationärer Tendenzen sein – so sind die Erzeugerpreise bereits seit drei Jahren rückläufig. Die Märkte erwarten daher, dass der Yuan weiter abwerten wird – eben um diese deflationären Tendenzen zu bekämpfen.

Wie stark die Abkühlung in China ist, zeigt vor allem ein Blick auf die überwiegend hoch verschuldeten Provinzen. 15 der 17 von Lokalverwaltungen veröffentlichten BIP-Prognosen zeigen starke Rückgänge gegenüber dem Vorjahreswert, wobei die Senkung zwischen 0,5% und 2,5% liegt. Hauptgrund sind schleppend verlaufende Landverkäufe – neben Steuern die wichtigste Einnahmequelle der Provinzen – die mit dem konstanten Fall der Immobilienpreise einhergehen.



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