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China senkt Zinsen – Push für Asien-Börsen

Shanghai

Gegen den Trend hat die chinesische Notenbank „People´s Bank of China“ heute Zinsen gesenkt. Nach -5 Basispunkten am 20. Dezember senkte sie heute erneut die einjährige Prime Rate um weitere 10 Basispunkte auf 3,7 Prozent. Im Chart sehen wir den Verlauf der Zinssatzes in den letzten fünf Jahren. Man sieht gut die Zinssenkung vor und zum Start der Coronakrise. Und entgegen dem derzeitigen weltweiten Trend zu Zinsanhebungen senkt China jetzt seine Zinsen weiter ab. Auch die fünfjährige Prime Rate sinkt um 5 Basispunkte auf 4,6 Prozent. Diese Loan Prime Rates (LPR) beeinflussen die Zinsen für Unternehmens- und Haushaltskredite in China.

Der Hang Seng Aktienindex in Hong Kong konnte davon heute profitieren mit einem Plus von 3,2 Prozent. Japan legt mit seinem Nikkei-Index um 1,1 Prozent zu. Eine Befeuerung der asiatischen Wirtschaft, das kann heute ein guter unterstützender Faktor für die westlichen Aktienmärkte sein. China prescht wohl vor um einem möglichen konjunkturellen Einbruch entgegenzuwirken. Man darf vermuten, dass man gerade den wankenden chinesischen Immobiliensektor mit billigeren Wohnungsbaukrediten unterstützen möchte, nachdem in den letzten Quartalen große Immobilienentwickler in massive Probleme geraten sind. Verbraucher sollen wohl dabei unterstützt werden auch weiterhin Immobilien zu kaufen – aber wären dazu nicht doch größere Zinsschritte nötig gewesen?

Laut aktuellen Berichten sagen Experten, dass die PBOC Banken bereits dazu gedrängt hat das Volumen der Hypothekenkredite zu erhöhen. Die gezielte Unterstützung für Immobilienkäufer scheine zwar das Ziel der Zinssenkung zu sein, aber ihre Auswirkungen dürften doch eher gering sein, da der Umfang der Zinssenkung zu gering ist. Es sei unwahrscheinlich, dass sie ausreichen um die tatsächlichen Engpässe zu beseitigen, weil die Zinssätze für bestehende Hypothekenkredite in diesem Jahr nicht neu festgesetzt werden. Nomura rechnet mit weiteren Senkungen der ein- und fünfjährigen Loan Prime Rate in China sowie des Mindestreservesatzes und einer deutlichen Zunahme der Devisenkäufe, um die Liquidität zu erhöhen und die Aufwertung des Renminbi in den nächsten Monaten zu begrenzen.


source: tradingeconomics.com



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