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China: So gut läuft die Konjunktur bereits – Hoffnungsschimmer auch für uns?

Claudio Kummerfeld

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am

Shanghai ist die bekannteste Wirtschaftsmetropole in China

Wenn in China ein Sack Reis umfällt… dieser Spruch ist längst nicht mehr gültig. Wenn die Chinesen konsumieren, freut sich der deutsche Exporteur. Dieser Spruch wird immer wichtiger. Wenn China nach der Coronakrise wieder floriert, dürfte das den deutschen Exporteuren richtig gut tun, und damit über indirekte Effekte auch der ganzen deutschen Volkswirtschaft, aber wohl mit einer gewissen Verzögerung?

Konjunktur in China läuft wieder

Und schaut man auf die aktuellen Daten in China, dann läuft die Konjunktur wieder auf Hochtouren. Laut aktuellen Analysedaten des Research der Commerzbank setzt sich die Erholung der chinesischen Wirtschaft nach wie vor fort, und erfreulicherweise gewinnt auch der Dienstleistungssektor an Schwung. Bislang gebe es kaum Anzeichen für ein Wiederaufleben des Virus, was ein gutes Vorzeichen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sei. Vor allem die Außenhandelszahlen Chinas würden darauf hindeuten, dass eine weltweite Erholung, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, im Gange ist.

Nach einer vollständigen Erholung im verarbeitenden Gewerbe gewinne der Dienstleistungssektor in China Schwung, was sich sowohl in den Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für offizielle als auch für private Dienstleistungen widerspiegele (siehe Grafik). Dank der wirksamen Eindämmung des Virus sind die chinesischen Verbraucher laut den Analysten der Commerzbank allmählich wieder zur Routine zurückgekehrt und konsumieren wieder mehr. In der vergangenen „goldenen Oktoberwoche“ gab es 637 Millionen Inlandsreisen, was etwa 80% des Niveaus des vergangenen Jahres entspricht. Darüber hinaus waren die Einnahmen an den Kinokassen während der Feiertage die zweithöchsten in der Geschichte.

Grafik zeigt Dienstleistungsbranche in China

Autoverkäufe in China

Auch was die Autoverkäufe in China angeht, darf man wohl optimistisch sein? Die Verkäufe von Personenkraftwagen sind im gesamten dritten Quartal um rund 8% gestiegen und haben laut den Analysten wesentlich zur Erholung der Inlandsnachfrage beigetragen. In den ersten drei Quartalen verzeichneten die Verkäufe jedoch noch einen Rückgang von 12,5%, der im letzten Quartal 2020 voraussichtlich weiter kompensiert werden wird. Für das Gesamtjahr wird ein Rückgang der Autoverkäufe um etwa 5% bis 10% erwartet.

Grafik zeigt Autoverkäufe in China

Außenhandel soll auf eine globale Erholung hindeuten

Interessant: Laut den Experten der Commerzbank deuten die chinesischen Außenhandelsdaten auf eine globale Erholung der Konjunktur hin. Chinas Handelszahlen hätten in den vergangenen Monaten positiv überrascht. Im dritten Quartal erreichte das Handelsvolumen ein Rekordhoch. Bemerkenswert sei, dass die September-Importzahlen für China im Jahresvergleich um mehr als 10% zunahmen, wovon die Importe aus den USA um 24,7% stiegen. Die Lieferungen aus der EU legten um 11,1% zu. Die starken Handelszahlen ließen auch darauf schließen, dass sich die Weltwirtschaft allmählich erhole und sich die Lieferketten und Logistik normalisieren, auch wenn derzeit einige westliche Länder von einer erneuten Infektionswelle getroffen werden.

Chart zeigt Verlauf von Außenhandelsdaten

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    14. Oktober 2020 13:04 at 13:04

    Haha, ja, China meldet. Siehe Anmerkungen zu Wolfgang Müller.
    Das ist alles so wahr und in Stein gemeißelt :-) was aus Peking kommt.
    Wenn es sogar die „Experten“ der „Commerzbank“ sagen…
    Das sind ja Fachleute, nicht wahr, einer führenden Bank, nicht wahr!
    Die müssen es wissen, nicht wahr. Denn die anal-ysieren tagaus, tagein nichts anderes als Zahlen aus China. Stundenlang. Tagelang. Nächtelang.
    Jaja, die Börse und ihre Märchen aus 1001 Nacht. TESLA, Wirecard, Luckin Coffee. Grundsolide, nicht wahr.
    Und eben China. Das mächtige, geheimnisvolle Land im sagenhaften Osten.
    So mächtig und reich. Nicht wahr.

  2. Avatar

    thinkSelf

    14. Oktober 2020 14:42 at 14:42

    Auch wenn man die Zahlen aus China immer mit Vorsicht betrachten muss, zeigen sie keine Erholung der Weltwirtschaft an, sondern die raschen Fortschritte Chinas zu DER relevanten Ökonomie und damit auch poltisichen Großmacht aufzusteigen. Die Verlagerung von Produktion und Innovation Richtung fernen Osten hat noch einmal fahrt aufgenommen.

    Da der sogenannte Westen auf Grund schwerer und weit verbreiteter Halluzinationen (Corona, Klima, Rassismus, um nur einige zu nennen) mit Werf an seiner finalen Vernichtung arbeitet wird China diese Rolle wesentlich frühe einnehmen, als ich das bisher erwartet habe. Die haben dieses Jahr locker 10 Jahre gewonnen.

    Spätestens 2030 muss dann auch FM wahrscheinlich auf Chinesisch umsteigen, wenn man noch relevante Einnahhmen generieren will :-).

  3. Avatar

    chimbuman

    14. Oktober 2020 14:42 at 14:42

    Apropo China, die Corona Infektionszahlen sind ja wirklich hervorragend! Sagenhafte 0(!) Neuinfektionen! Wer´s glaubt wird selig…

    • Avatar

      Tino

      14. Oktober 2020 16:22 at 16:22

      Ja vor allem bei einer Fehlerquote von 0,5-1,5% praktisch unmöglich, es sei denn es wird nicht mehr getestet??? :-)

  4. Avatar

    Macwoiferl

    14. Oktober 2020 16:37 at 16:37

    @thinkself:
    Für so viel Nachgeplapper ein lustiger Username :-)
    是的,中國強大而富有!

    • Avatar

      chimbuman

      14. Oktober 2020 17:49 at 17:49

      Da läuft der Laden halt ;)

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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