Diese Woche hatte Donald Trump den Importzoll gegen Indien mal eben von 25 % auf 50 % erhöht. Denn Indien kauft weiter viel Öl in Russland ein. Aber wie man inzwischen hört, sind indische Raffinerien plötzlich zurückhaltend beim Kauf von russischem Öl, das jetzt auch chinesischen Abnehmern angeboten wird. Der Druck auf Indien scheint zu wirken. Damit könnte China mehr als ohnehin schon der große Abnehmer für russisches Rohöl werden.
Donald Trump versucht über massiven Zoll-Druck auf russische Öl-Abnehmer, Russland selbst zu schwächen. Denn Trump will – wie immer – schnelle und einfache Resultate. Putin führt nun seit drei Jahren Krieg gegen die Ukraine, und Trump will offenbar als derjenige in die Geschichte eingehen, der den Krieg beendet hat. Vor einem Treffen mit Putin, das nächste ansteht, scheint Trump aktuell den Druck erhöhen zu wollen. Aber China steht dem entgegen. Wenn Putin sich des Abnehmers China weiterhin sicher sein kann, hat Moskau weiter eine gute Position, was Einnahmen aus dem Ausland angeht.
Und aktuell sehen wir genau diesen Schritt: Peking „macht den Rücken gerade“ gegen die Zoll-Drohungen von Donald Trump. Denn mehr als jedes andere Land kann China sich das leisten, als großer, starker und selbstbewusster Global Player! China hat seine Importe von russischem Öl heute als gerechtfertigt bezeichnet und damit den Drohungen der USA mit neuen Zöllen zurückgewiesen, nachdem Washington sekundäre Abgaben gegen Indien wegen dessen Energiekäufen aus Moskau verhängt hatte.
„Es ist legitim und rechtmäßig, dass China normale wirtschaftliche, handelspolitische und energiepolitische Zusammenarbeit mit allen Ländern der Welt, einschließlich Russland, betreibt“, so erklärte es das chinesische Außenministerium heute in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg News. „Wir werden weiterhin angemessene Maßnahmen zur Energiesicherheit im Einklang mit unseren nationalen Interessen ergreifen.“
Präsident Donald Trump hatte Anfang der Woche erklärt, er könne China wegen seiner russischen Ölimporte mit zusätzlichen Zöllen bestrafen, was „möglicherweise geschehen“ werde. Dies geschah, obwohl sein oberster Berater Peter Navarro die Wahrscheinlichkeit neuer Zölle auf chinesische Exporte heruntergespielt hatte und sagte, höhere Zölle „könnten den USA schaden“.
Auf Trumps Äußerungen vom Donnerstag angesprochen, sagte Finanzminister Scott Bessent gegenüber Fox News, Zölle gegen China wegen Ölimporten „könnten irgendwann auf den Tisch kommen“. Chinas Importe aus Russland stiegen im Juli laut den neuesten Zollangaben leicht auf 10,06 Milliarden US-Dollar – den höchsten Stand seit März. Insgesamt sind die Importe aus Russland in diesem Jahr jedoch immer noch um 7,7 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024 zurückgegangen.
Die Beziehungen zwischen den USA und China haben sich stabilisiert, nachdem beide Seiten vereinbart hatten, die hohen Zölle auszusetzen, um eine Einigung auszuhandeln. Trump sagte diese Woche, er stehe „sehr kurz“ vor einer Einigung mit China über eine Verlängerung der „Waffenruhe“, die am Dienstag auslaufen soll.
FMW/Bloomberg
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Vielleicht erinnern Staatspräsident Xi Jinping, Staatspräsident Dr. Wladimir Putin, Premierminister Narendra Modi und Religionsführer Ajatollah Khamenei den 47. US-Präsidenten Donald John Trump einmal daran, daß er und Premierminister Benjamin Netanyahu jeweils kürzlich zurückliegend einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das OPEC+-Mitgliedsland Islamische Republik Iran/so der Naher und Mittlerer Osten-Experte Dr. Michael Lüders im Rahmen eines heute journal update-Interviews, mit dem Argument, der Iran stand nicht im Begriff, Israel anzugreifen zu verantworten hatten.
Nach dem „Seltene Erde“ Deal USA/Russland, unter der Bedingung beiderseitigen Vorteile, wird auch das vergessen sein .Zumal Trump keine explodierenden Ölpreise anstrebt.Bemerkenswert, auch hier, kein Wort über den Verlierer auf ganzer Linie, die EU bzw Europa
Trump muss zumindest versuchen zu verhindern, dass Russland und China noch mehr zusammen „ins Bett gehen“. Und Trump muss langfristige Verträge über die Lieferung von Rohstoffen aus Russland abschließen.
Denn wo soll die Menge LNG herkommen, die Europa nun kaufen muss?
Dann fließt so viel Geld von den USA nach Russland, dass Putin jeden Panzer vergolden lassen kann.
Geld ist in den USA genug vorhanden, um mit gemeinsamen Unternehmen in Russland über Jahrzehnte die Rohstoffe auszubeuten.
Europa kann dann weiter die Angst und den Hass gegen Russland schüren, die Sanktionen beibehalten und dann alle Rohstoffe (mit einem „kleinen“ Aufschlag) bei den Amis kaufen.
Natürlich auch jede Menge Waffen, um sich gegen den bösen Russen verteidigen zu können.
Produkte werden dann aber leider in Europa so teuer, dass sie besser in den USA hergestellt werden können.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut