Kurz vor dem entscheidenden Gespräch zwischen Trump und Xi haben die USA und China große Fortschritte erzielt, sodass ein Abkommen nun in Reichweite ist. US-Finanzminister Scott Bessent spricht von einem Durchbruch, der Strafzölle entschärfen und den Streit um Seltene Erden beilegen könnte. Das Treffen zwischen Trump und Xi verspricht, den globalen Handelskonflikt zu wenden – oder ihn endgültig zu entfachen.
USA und China vor Handelsabkommen
Wie Bloomberg aktuell berichtet, stehen die USA und China kurz vor einem weitreichenden Handelsabkommen, das von den Staatschefs Donald Trump und Xi Jinping in den kommenden Tagen finalisiert werden könnte. Nach zwei Tagen intensiver Verhandlungen in Malaysia erklärten Vertreter beider Länder, man habe bei einer Reihe umstrittener Themen einen vorläufigen Konsens erzielt – ein Schritt, der die zuletzt angespannten globalen Märkte spürbar beruhigte.
Ein chinesischer Regierungsvertreter bestätigte, dass Einigungen zu Exportkontrollen, der Eindämmung des Fentanylhandels sowie zu Schiffsabgaben erzielt wurden. US-Finanzminister Scott Bessent sagte gegenüber CBS News, Trumps angedrohte Strafzölle von 100 % auf chinesische Waren seien „praktisch vom Tisch“. Er rechne mit „substanziellen“ Sojabohnenkäufen durch China und einer einjährigen Verschiebung der dort geplanten Exportbeschränkungen für seltene Erden. „Ich würde erwarten, dass die Drohung der 100 % vom Tisch ist – ebenso wie die unmittelbare Einführung eines chinesischen globalen Exportkontrollregimes“, so Bessent. Gegenüber ABC News ergänzte er, China werde seine Maßnahmen zu Seltenen Erden „für ein Jahr aussetzen, während sie es neu bewerten“.
Fortschritte bei Handelsfragen und geopolitischen Themen
Bessent deutete an, dass das geplante Abkommen zwischen Trump und Xi über die Zolltruce hinausreiche. Es solle Streitfragen rund um den Verkauf von TikTok beilegen und zugleich den Fluss Seltener Erden sichern, die für Hightech-Produkte wie Halbleiter und Jettriebwerke entscheidend sind. Darüber hinaus wollen beide Staatschefs über einen möglichen globalen Friedensplan sprechen – ein Thema, das Trump mit Blick auf Russlands Krieg gegen die Ukraine öffentlich betont hatte.
Die positive Tonlage der Gespräche steht in deutlichem Kontrast zu den Spannungen der vergangenen Wochen, als Pekings neue Exportrestriktionen und Trumps angedrohte Zollschraube eine neue Eskalation im Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt befürchten ließen.
Die Signale sorgten an den Finanzmärkten für Erleichterung: Während klassische „sichere Häfen“ wie der Schweizer Franken und der japanische Yen leicht nachgaben, legten Währungen wie der australische und der neuseeländische Dollar gegenüber dem US-Dollar zu. Auch Bitcoin setzte seine viertägige Gewinnserie fort. Der Goldpreis gab hingegen nach, während die Futures an den Aktienmärkten höher notierten.
US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer sprach auf Fox News Sunday von „großen Fortschritten“ bei der Vermeidung chinesischer Exportbeschränkungen auf Seltene Erden. „Das ist eines der Hauptziele dieser Gespräche, und ich denke, wir nähern uns diesem Ziel sehr gut an“, sagte Greer.
Trump erwartet „ein gutes Abkommen mit China“
Am Rande des ASEAN-Gipfels in Kuala Lumpur äußerte sich Trump selbst optimistisch: „Sie wollen ein Abkommen, und wir wollen ein Abkommen“, sagte er gegenüber Reportern. Weitere Spitzentreffen zwischen beiden Seiten in den USA und in China seien geplant.
Trotz der Zuversicht bleiben die Märkte wachsam. Nach fast einem Jahr stetiger Kurswechsel in der Handelspolitik zwischen Washington und Peking wird das endgültige Abkommen auf Details geprüft werden.
Der chinesische Handelsgesandte Li Chenggang erklärte, man habe insbesondere beim Thema Fentanyl einen Konsens erreicht. Dies könne zu einer Reduzierung oder Aufhebung des 20 %-Zolls führen, den die USA zur Eindämmung des Chemikalienhandels eingeführt hatten. Zudem wolle man über die von der Trump-Administration verhängten Hafengebühren für chinesische Schiffe sprechen – Maßnahmen, die Peking zu Vergeltungszöllen auf US-Schiffe veranlasst hatten.
Li, den Bessent Anfang Oktober noch als „verwirrt“ bezeichnet hatte, sprach von „intensiven, aber konstruktiven“ Gesprächen. Beide Seiten würden nun ihre Ergebnisse ihren Staatschefs vorlegen, bevor sich Trump und Xi am Donnerstag treffen. „Die aktuellen Turbulenzen und Wendungen wollen wir nicht sehen“, sagte Li. Eine stabile Handelsbeziehung zwischen China und den USA liege im Interesse beider Länder – und der gesamten Weltwirtschaft.
Seltene Erden, Sojabohnen und politische Symbolik
Die Wiederaufnahme chinesischer Sojabohnenkäufe wäre für Trump innenpolitisch ein wichtiger Erfolg. Seit China im März Vergeltungszölle auf US-Agrarprodukte verhängte, litt insbesondere die ländliche Wählerschaft des Präsidenten unter dem Einbruch der Exporte. 2024 kaufte China noch Sojabohnen im Wert von 13 Milliarden Dollar – rund ein Fünftel der gesamten US-Ernte.
Noch wichtiger für die strategische Stabilität sei laut Analysten die Frage der Seltenen Erden. China hatte die Lieferung dieser Rohstoffe zu Beginn des Jahres zeitweise ausgesetzt, nachdem die USA ihre Exportauflagen für chinesische Unternehmen verschärft hatten. Zwar konnte der Konflikt im Zuge einer Zollpause vorübergehend beruhigt werden, doch Peking zog seine Kontrollen zuletzt wieder an – ein zentraler Streitpunkt, den die aktuellen Verhandlungen nun offenbar erfolgreich entschärfen.
Die Verhandlungen fanden im Wolkenkratzer Merdeka 118 statt, parallel zu Trumps Treffen mit südostasiatischen Staatschefs. He Lifeng führte die chinesische Delegation an, unterstützt von Vizeminister Liao Min, während die USA neben Bessent auch Handelsvertreter Greer entsandten.

Ausblick: Gipfeltreffen soll Einigung besiegeln
Das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Xi wird das erste persönliche Gespräch seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus sein. Der US-Präsident betonte, direkte Gespräche seien der beste Weg, um Differenzen über Zölle, Exportbeschränkungen, Agrarkäufe, Fentanylhandel und geopolitische Spannungen – etwa um Taiwan oder die Ukraine – auszuräumen.
„Wir werden über viele Dinge sprechen“, sagte Trump. „Ich denke, wir haben eine wirklich gute Chance, ein sehr umfassendes Abkommen zu schließen.“
FMW/Bloomberg
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Hätten sich die Chinesen das noch vor einigen Jahren getraut?
Die USA hätte sicherlich unter Protest das Treffen abgesagt.
ntv mobil: China übt kurz vor Trump-Gipfel Angriff auf Taiwan
https://www.n-tv.de/politik/China-uebt-kurz-vor-Trump-Gipfel-Angriff-auf-Taiwan-article26121410.html
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Neuer Blödsinn auf FMW….der Handelskrieg
wird sicherlich beendet und alle Zölle aufgehoben, gelle…..qualitativ nur noch schlecht.
@Marcus
Warum soll das Blödsinn sein?
FMW kann nichts dafür, dass die beiden sich verständigen und dir das aus irgendeinem Grund nicht zu passen scheint.
„China und USA vor Durchbruch: Alles hängt nun an Trump und Xi“
Bin ich der einzige dem das irgendwie komisch vorkommt. Die Handelsbeschränkungen wurden eingeführt. Ich frage mich warum eigentlich. Jetzt stellt man auf trivialste Weise fest, dass die Weltchefs ein Abkommen schließen könnten. Ja natürlich können sie das. Aber warum hat man damit überhaupt angefangen?
Ich denke, Trump und Xi werden sich nicht über die Dinge unterhalten, die hinterher als großer Erfolg auf beiden Seiten bekanntgegeben werden. Denn das, was vereinbart „wird“, steht schon vor dem Treffen fest, was ja auch üblich ist.
Trotzdem kann der Inhalt des Gesprächs zwischen Trump und Xi, der nicht bekannt gegeben wird, wichtiger sein als die offiziellen Gesprächsergebnisse.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@Helmut
gelle? Wie bei Putin und Trump, aus deren geheimen Abkommen du ja den Eisbrecher-Deal verkündest hast, den dann die USA mit Finnland geschlossen haben.
Du bist wie immer was ganz grossem auf der Spur!
D. Trump ist ein im Höchstmaß ausgebuffter „Börsen-Fuchs“ mit allerbesten Connections. Darum.
Eisbrecher
Am Thema vorbei
Putin ist nicht dabei
@Helmut
hindert dich ein Thema eines Artikels in deinen Kommentaren? Also, bevor du hier anderen „falsches Thema“ vorwirfst, solltest du lieber erst einmal selber dich an deinen eigenen Ratschlag halten!
Du willst doch nur davon ablenken, wie du wieder einmal falsch lagst. Es tut so gut, dir deinen ganzen feuchten Träume um die Ohren zu schlagen.
@ Helmut
Dass ist jetzt irgendwie blöd gelaufen für Russland: Die USA brauchen das Putin-Reich noch nicht mal mehr für die Seltenen Erden. Noch ein paar Jahre Krieg und die Welt fragt sich, ob man das Land für irgendetwas braucht. Naja, vielleicht, um Atomschrott da zu lagern
@stoffhändler,
gibt es in russland, wie in den usa, auch eine snap ( supplemental nutrition assistance program) hilfe?
in den usa sind 42 millionen (~ 12%) von den 348 millionen einwohner direkt von diesen lebensmittelkarten monatlich abhängig.
in russland wären es bei 12% ~ 18 millionen
in china wären 12% ~ 168 millionen
in deutschland gibt es so etwas nicht, dafür aber die tafel, wovon auch ein zunehmender
prozentsatz kunde wird.
Eisbrecher
Schon wieder mit Deinem substanzlosen Gelaber am Thema vorbei.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
Ach Gottchen, das scheint dich ja richtig getroffen zu haben. Hat dich jemals der Inhalt eines Artikels davon abgehalten, deinen Whataboutism zu bringen? Oder völlig am Thema vorbei zu schreiben – wie zuletzt beim Artikel über die Öllieferungen Kanadas an China? Nö, nicht wahr?
Und was das „substanzlose Gelaber“ angeht – da bist du doch der ungekrönte König. Brauchst du eine Auffrischung?
Du hast uns tagelang mit deinem Unverständnis von „Steuern“ und „Zöllen“ gequält. Ganz zu schweigen davon, dass du zum Glück zugibst, nichts von Naturwissenschaften zu verstehen und deswegen nicht an den menschengemachten Klimawandel „glaubst“.
Oder dein substanzloses Gelaber zeigt, dass du fundamentales Grundwissen nicht hast – zum Beispiel darüber, wie Geld entsteht. Oder dein substanzloses Gelaber, dass chinesische Autobauer in Russland Autos bauen würden. Oder dass Deutschland gerade den Trend von Dieselmotoren verpasst. Ich meine – der war wirklich gut.
Also: Hör auf zu heulen!
Hab was Praktisches gelernt: Wenn die Argumente ausgehen, einfach „Mal sehen, was kommt“ schreiben.
Rohstoffhändler
Mal sehen was kommt.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, mal sehen was nicht kommt.