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China: Währungsreserven und Goldreserven sinken stark, tiefster Stand seit 2013

FMW-Redaktion

Chinas Währungsreserven sind im November deutlich stärker zurück gegangen als erwartet. Wie heute Vormittag veröffentlichte Daten der Notenbank People´s Bank of China zeigen, fielen die Währungsreserven um 87,2 Milliarden Dollar auf nun 3,44 Billionen Dollar – Ende Oktober hatten die Reserven noch bei 3,53 Billionen Dollar gelegen. Erwartet war nur ein Rückgang auf 3,49 Billionen Dollar. Damit sind die Währungsreserven Chinas im Jahr 2015 um 405 Milliarden Dollar gefallen und liegen nun auf dem tiefsten Stand seit dem Jahr 2013.

Eine der Ursachen der verminderten Reserven sind die Kursverluste des Euro und des britischen Pfunds gegenüber dem US-Dollar. Wichtiger aber dürfte sein, dass China im Vorfeld der IWF-Entscheidung (ob der Yuan in den Währungskorb aufgenommen wird, was dann am Freitag offiziell geschah) den Yuan stützen mußte, um einen zu raschen Verfall der Währung zu verhindern.

Rüückläufig waren auch die Gold-Reserven der Notenbank: sie fielen im November von 63,26 Milliarden Dollar auf nun 59,52 Milliarden Dollar. China hat also offenkundig Gold verkauft, auch wenn ein Teil des Rückgangs durch den im November gefallenen Goldpreis erklärbar ist.

Goldman Sachs erwartet für 2016 eine weiteren Rückgang der Währungsreserven Chinas und geht davon aus, dass der Yuan weiter abwerten wird. Den Grund dafür sieht die Investmentbank in den veränderten Kapitalströmen aufgrund der zu erwartenden Zinsanhebung durch die Fed, die Kapital in den Dollar fließen lassen werde.



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