Asien

China will Renteneintrittsalter anheben

Von Markus Fugmann

Die Ein-Kind-Politik in China hat Folgen: die Bevölkerungspyramide stellt das Rentensystem imm Reich der Mitte zunehmend vor grosse Probleme. Die Regierung in Peking erwägt nun, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben, um die Unterdeckung aufzufangen. Arbeitsminister Yin Weimin sprach heute Nacht von dem „enormen Druck“, der auf dem Rentensystem des Landes laste und die Kosten explodieren lasse. Der Arbeitsmarkt sei ohnehin unter Druck durch die Abkühlung der Konjunktur, so Weimin. In China sind derzeit nur 15% der Bevölkerung älter als 60 Jahre – ihr Anteil dürfte jedoch nach Angaben Yin Weimins schon in wenigen Jahren auf 39% steigen. Wann die erste Anhebung erfolgen soll, ist jedoch noch unklar. Besonders betroffen dürften dann die Frauen sein, die teilweise schon mit 50 Jahren in Rente gehen können.

Die schwache Konjunktur macht sich in China in den Monaten Januar und Februar auch bei den Autoverkäufen bemerkbar. Betroffen sind vor allem ausländische Autobauer, die derzeit ihre Absatzprognosen nach unten schrauben – besonders schwach entwickeln sich die Verkäufe von GM und Honda, während Audi und BMW nach wie vor Zuwächse – allerdings auf geringerem Niveau – verzeichnen.

Während in China die Verbraucherpreise mit +1,4% etwas höher als erwartet audgefallen waren, sind die Erzeugerpreise weiter im Sinkflug: sie fielen um 4,8% und damit so stark wie seit 2009 nicht mehr. Das hat negative Auswirkungen auf die Margen chinesischer Firmen und dürfte die ohnehin schleppenden Investitionen weiter zurück gehen lassen.



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