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China: Yuan mit stärkster Abwertung seit August, berühmter Fondsmanager verhaftet

FMW-Redaktion

Der Yuan verzeichnete in der Nacht auf den heutigen Montag die stärkste Abwertung seit August diesen Jahres – also seit dem Zeitpunkt, als die Notenbank des Landes den Yuan dramatisch abgewertet hatte. Dabei fiel der onshore Yuan (der in Shanghai gehandelt wird) um 0,46% gegenüber dem Dollar. Das ist insofern erstaunlich, als die Notenbank in ihrem täglichen Fixing den Kurs noch 0,54% über dem Schlußkurs vom Freitag festgesetzt hatte – aber am Markt folgte dann ein scharfer sell-off (der Kurs kann 2% vom festgesetzten Referenzwert der Notenbank steigen oder fallen im Handel). Auslöser waren schwache Daten zum Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe, das mit 49,8 unter der Erwartung von 50,0 gemeldet wurde. Schwach auch der Einkaufsmanagerindex Dienstleistung, der von 53,4 auf 53,1 gefallen war.

Aktuell kann sich der Yuan wieder erholen (und das stützt derzeit den Dax) – vermutlich sind Chinas Banken von Peking wieder aufgefordert worden, die Währung durch Dollar-Verkäufe zu stützen:

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(Chart Dollar-Yuan, offshore in Hongkong)

Unterdessen hat es in China eine spektakulräte Verhaftung gegeben: Xu Xiang, ein in China sehr bekannter privater Fondsmanager wurde auf offener Straße verhaftet. Zunächst kursierten Meldungen in der Presse, wonach der Fondsmanager sogar erschossen worden sei – doch wurde diese Meldungen dann wieder von allen Webseiten stillschweigend entfernt:

Xu Xiang hatte in den frühen 90er-Jahren mit einem Startkapital von 30.000 Yuan mit dem Aktienhandel begonnen und besitzt derzeit ein Vermögen von vier Milliarden Yuan, seine Firma Zexi Investment verwaltet sieben Milliarden Yuan. Staatliche Nachrichtenagenturen berichten, dass die Gelder der Firma eingefroren worden sind. Xu Xiang wurde in seinem Auto auf offener Strecke verhaftet, dazu hatte die Polizei extra einen Highway geschlossen, um die Verhaftung durchführen zu können. Xu Xiang war auf dem Weg zur Geburtstagsparty seiner Großmutter..



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