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China – Zentralbankaktionismus vor rundem Geburtstag

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Am 1. Oktober beginnen die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Volksrepublik China. Auch die bereits siebzigjährige chinesische Zentralbank tut ihr Bestes, damit das nationale Jubiläum ein Erfolg wird. Ihr Geschenk: noch mehr Kredite.

China – alles unter staatlicher Kontrolle

Anders als in den meisten westlichen Volkswirtschaften agiert die Zentralbank in China nicht unabhängig. Die Chinesische Volksbank gehört dem Staatsrat und ist in Sachen Geld- und Währungspolitik Weisungsempfänger der zentralen Volksregierung. Der Zentralbankvorsitzende Yi Gang sowie seine sechs Stellvertreter werden direkt vom Staatsratsvorsitzenden Li Keqiang, der Nummer zwei in China, ernannt und bei Bedarf auch wieder abberufen. Eine Konstellation, von der US-Präsident Trump bereits öffentlich schwärmte.

Doch trotz aller staatlicher Kontrolle und Planung erlebt China quasi zur Unzeit zum 70. Geburtstag einen wirtschaftlichen Abschwung auf breiter Front. Das Wirtschaftswunder Chinas und sogar die Erholung der gesamten Weltwirtschaft fußten bis zu Beginn des Jahres 2018 zu großen Teilen auf der Verschuldungsorgie chinesischer Unternehmen. Die Dimension und die Geschwindigkeit der Kreditexpansion allein durch den offiziellen Banken-Sektor ist atemberaubend.

China vs USA Unternehmensschulden

Daher ist es auch kein Wunder, dass parallel zu dem Zeitpunkt, an dem der Zenit der chinesischen Kreditexpansion überschritten war, auch die Exportnationen Deutschland dynamisch in den Abschwungmodus überging.

Der Versuch, den Ballon weiter aufzublasen

Am vergangenen Freitag beschloss die Chinesische Volksbank, den Mindestreservesatz (RRR) für alle Banken mit Wirkung zum 16. September um 0,5 Prozent zu senken. Für kleinere Banken wir der Satz zusätzlich in zwei Schritten zum 15. Oktober und zum 15. November um 1 Prozent abgesenkt. Mit dieser Maßnahme soll es den Kreditinstituten ermöglicht werden, zusätzlich Darlehen im Volumen von 900 Mrd. Yuan (115 Mrd. Euro) zu gewähren.

Banken Kredite in China

Die jüngste Senkung der Mindestreservesätze ist bereits die dritte in diesem Jahr. Schon im Januar beschloss die Zentralbank auf Weisung des Staatsrats in zwei Stufen die Freisetzung von zusätzlichen 1,28 Billionen Yuan (164 Mrd. Euro) für die Kreditvergabe der Geschäftsbanken. Noch im Mai erklärte der Zentralbankvorsitzende Yi Gang, dass „China keine flutartigen geldpolitischen Anreize einführen wird“ und dass es seine „umsichtige“ Geldpolitik fortsetzen wird, um „die Liquidität auf angemessenem Niveau zu halten“ und gleichzeitig „die antizyklische Anpassung zu verstärken“. Nach dem die bisherigen Maßnahmen gleichwohl verpufft sind, ist eine neue „antizyklische Anpassung“ offensichtlich kurzfristig notwendig geworden.

Fazit

Noch ist unklar, ob der Chinesischen Volksbank das gelingt, was ihre japanischen und europäischen Pendants seit Jahren vergeblich versuchen: den Kreditzyklus künstlich zu verlängern. Noch hat die Zentralbank Munition, um zu handeln. Aber wie heißt es so schön: Man kann das Pferd zur Tränke führen, saufen muss es aber von allein. Ob überschuldete Unternehmen oder Verbraucher den Drang verspüren, in einem allgemeinen Umfeld der wirtschaftlichen Abkühlung noch mehr Geld zu leihen, bleibt abzuwarten. Da hilft selbst eine Weisung von ganz oben nicht, denn auch den Chinesen ist das Hemd näher als die Hose.

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Rüdiger Born: Ermüdeter Dax, Euro nach Höhenflug

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Kommt der Dax weiter nach oben? Es gibt erste Ermüdungserscheinungen. Beim S&P 500 und Nasdaq könnte ein Rückfall anstehen. Für den Dow möchte ich eine sehr wichtige Marke ansprechen. Euro vs USD ist wahnsinnig gelaufen, und jetzt kommt er gerade etwas zurück. Mehr zu aktuellen Lage im folgenden Video. Euro vs Schweizer Franken ist aktuell mein Trade des Tages. Abonnieren Sie den völlig kostenfreien Service gerne an dieser Stelle.

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EUR/USD: Boden für große Aufwärtsbewegung

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Mensch Euro, besser geht’s fast nicht mehr: Die vergangene Handelswoche konnte bedingt durch das Ansteigen des EUR/USD bis zur 1.62-Linie bei 1.1177 $ meine Analyse aus der letzen Ausgabe nahezu punktgenau nachzeichnen. Abgesehen davon, daß die kleine von mir ins Kalkül gezogene Korrektur ausgeblieben ist, konnte die europäische Gemeinschaftswährung eine äußerst dynamische Performance an den Tag legen. Ob dieser Schritt geeignet ist, eine grundlegende Trendwende zu begründen, bleibt zunächst noch offen. Die Ansätze sehen gut aus und geben daher Grund zur Hoffnung. Der Langzeitchart untermauert diese Sicht zusätzlich.

Ausblick:

Der jüngste dynamische Anstieg von EUR/USD hat die Ausbildung der ersten Unterwelle (1) der fünfteiligen Impulswelle (1-2-3-4-5) zur Aufgabe. Ganz leicht negativ wirkt sich dabei der noch nicht erfolgte Sprung über das 1.62 Retracement bei 1.1177 $ aus. Ein 1.62 Retracement verfügt in aller Regel über gebührenden Einfluß auf die Entwicklung und kann schon mal für eine Trendwende verantwortlich sein. Ganz so dramatisch sehe ich die Sachlage momentan nicht. Im Chart habe ich daher den Abverkauf bis zur 0.50-Linie bei 1.1026 $ als durchaus realistisches Ziel dargestellt.

EUR/USD bildet derzeit wahrscheinlich einen Boden aus

Dennoch kann im Zuge der Ausbildung von Welle (2) das Währungspaar wieder bis auf das Niveau des 0.76 Retracements (aktuell 1.0948 $) korrigieren. Der Bruch dieser signifikanten Unterstützung sollte tunlichst vermieden werde. Gesetzt den Fall, würde sich die große Korrektur weiter in Szene setzen und den Euro im weiteren Verlauf bis zur Parität führen. Sollte der Euro an den nächsten Tagen das 1.62 Retracement (1.1177 $) nachhaltig überschreiten, wird diese Gefahr eindrucksvoll gebannt. Zudem kann dieser Schritt als erneutes Kaufsignal angesehen werden.

 

Fazit EUR/USD:

EUR/USD ist dabei, den Boden für eine größere Aufwärtsbewegung zu legen. Ein erneutes Kaufsignal, mit Fantasie bis 1.13 $, wird durch einen Schlußkurs oberhalb des 1.62 Retracements (1.1177 $) gebildet. Die Absicherung sollten Sie auf dem 0.62 Retracement 1.0977 $ vornehmen.

 

EUR/USD bildet derzeit einen Boden aus

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Brexit – kippt Johnson den Deal?

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Nimmt das Brexit-Drama eine unvorhergesehene Wende? Laut von Insidern kolportierten Aussagen aus der Regierung dürfte die Johnson-Regierung überlegen, ihren mit der EU verhandelten Brexit-Deal aufzugeben, wenn das britische Parlament weitere Zusätze (Amendments) beschließen sollte, die den Charakter des Abkommens verändern würden. Das könnte dann im worst case bedeuten, dass Johnson Großbritannien aus der EU ohne Deal führt, also einen harten Brexit vollzieht!


By UK Prime Minister – https://twitter.com/10DowningStreet/status/1164551227532877827, OGL 3, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81556464

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