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Chinas Immobilien-Tycoon warnt: größte Blase der Geschichte!

In China ist der Begriff „Blase“ mit vielen Emotionen verbunden, schließlich platzte im Sommer des Vorjahres die Blase an Chinas Aktienmärkten. Die „größte Blase der Geschichte“ aber sei der Immobilienmarkt, so einer, der es wissen muss..

Redaktion

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FMW-Redaktion

In China ist der Begriff „Blase“ mit vielen Emotionen verbunden, schließlich platzte im Sommer des Vorjahres die Blase an Chinas Aktienmärkten mit einem lauten und heftigen Knall – und Millionen von Chinesen verloren ihr Erspartes oder sind, weil sie Kredite zum Kauf von Aktien aufgenommen hatten, seitdem hoch verschuldet. Wenn daher der reichste Mann Chinas, der Immobilien-Tycoon und CEO der Dalian Wanda Group, Wang Jianlin, von der „größten Blase der Geschichte“ spricht und damit Chinas Immobilienmarkt meint, dürfte es manchem chinesischen Hauskäufer kalt den Rücken runterlaufen!

Das Problem am chinesischen Imobilienmarkt, so Wang Jianlin, sei zweierlei: in den Mega-Cities wie Shanghai stiegen die Preise weiter, trotz aller Bemühungen der Regierung, durch Beschränkungen ein weiteres Anheizen der Blase zu verhindern. Während aber in Peking, Shanghai und Shenzhen die Preise immer weiter kletterten, sei das in tausenden anderen chinesischen Städten genau umgekehrt: dort fielen die Preise immer weiter. Und für diese Problem, so Wang Jianlin, sehe er keine Lösung.

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Wang Jianlin
Foto: World Economic Forum, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Und so steigen die Preise in den sogenannten Tier1-Städten unvermindert weiter, während die Wirtschaft im Reich der Mitte weiter abkühlt und die Verschuldungsquote weiter steigt. Was nun nicht passieren darf, ist aber gerade ein Platzen der Blase in den Tier1-Städten – denn das würde eine Kettenreaktion in Gang setzen: so investierten Banken und Schattenbanken insgesamt 24 Billionen Yuan (gut drei Billionen Euro) in den Immobiliensektor. Das ist eine noch viel größere Dimension als seinerzeit in den USA vor dem Platzen der dortigen Immobilienblase!

Die Regierung aber, so Wang Jianlin weiter, stehe vor einem im Grunde unlösbaren Problem: die Talsohle der Wirtschaft sei noch nicht erreicht – und wenn man die gehebelte Verschuldung nun zu schnell zurück fahre, würde die Wirtschaft weiter abkühlen. Also müsse man warten und hoffen, bis Chinas Wirtschaft wieder in Gang komme, um dann das notwendige „deleveraging“ in Angriff zu nehmen.

Derzeit verfolgt Peking jedoch die Strategie, Zombie-Firmen nicht pleite gehen zu lassen – man fürchtet Unruhe am Markt für Unternehmensanleihen, der im Gefolge der geplatzten Blase am Aktienmarkt sich zu einer neuen Mega-Blase mit gigantischen Volumina aufgeblasen hat. Faktisch geht China damit in einem anderen Bereich den Weg fast aller westlichen Nationen: während man hierzulande schmerzvolle Anpassungen in die ferne Zukunft verschiebt durch eine ultraxpansive Geldpolitik um damit die Wohlstand- und Wachstumsillusion einer schrumpfenden und alternden Gesellschaft aufrecht zu erhalten, sind es in China die extrem verschuldeten (Staats-)Unternehmen, die man rettet, um einen Crash am Anleihemarkt und damit des chinesischen Finanzsystems zu verhindern.

Zurück zu Wang Jianlin: sein Firmenimperium hat sich weitgehend vom Immobilienmarkt zurück gezogen und investiert nun eher in die Bereiche Medien – so kaufte er Hollywood-Studios und steht nun in scharfer Konkurrenz etwa zu Dinsney. Der Immobilien-Tycoon hat es also offenkundig geschafft, sich aus der Blase zurück zu ziehen. Millionen von Chinesen werden jedoch wohl weniger glimplich davon kommen, wenn die Blase – wie jede Blase früher oder später – platzen wird..

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Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Twitter-Quartalszahlen: Besser als erwartet, trotzdem Aktie -17 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Twitter App auf Handy

Die Twitter-Quartalszahlen wurden soeben vermeldet. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 936,2 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 823,7/erwartet 777).

Der Gewinn (Non Gaap) liegt bei 0,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,17/erwartet 0,06).

Die Zahl der „monetarisierbaren“ täglich aktiven Nutzer liegt bei 187 Millionen (gegenüber 145 vor einem Jahr und 186 Mio im letzten Quartal). Für heute wurden 195 Millionen erwartet.

Die Aktie notiert vorbörslich mit -17,5 Prozent.

Kurz-Fazit: Die Finanzdaten überzeugen. Sie fallen deutlich besser aus als erwartet. Nur weil das Wachstum der aktiven Nutzer NUR bei +1 Mio liegt im Quartalsvergleich, stürzt die Aktie so stark in den Keller.

Twitter auszugsweise im Wortlaut mit der Headline-Aussage zu den Zahlen:

“We have grown our daily audience by 42 million in the last year as people all around the world come to Twitter to find out about the topics and events they care about most. I’m pleased mDAU grew 29% year over year to 187 million, driven by global conversation around current events and product improvements,” said Jack Dorsey, Twitter’s CEO. “We’re helping people find trusted sources of information by better organizing and surfacing the topics and interests that bring people to Twitter.”

“Advertisers significantly increased their investment on Twitter in Q3, engaging our larger audience around the return of events as well as increased and previously delayed product launches, driving revenue to $936 million, up 14% year over year,” said Ned Segal, Twitter’s CFO. “We also made progress on our brand and direct response products, with updated ad formats, improved measurement, and better prediction. We remain confident that our larger audience, coupled with ongoing revenue product improvements, new events and product launches, and the positive advertiser response to the choices we’ve made as we have grown the service, can drive great outcomes over time.”

Gewinn in Grafik zeigt die Gaap-Zahl:

Grafik zeigt Details zu Quartalszahlen von Twitter

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