Devisen

Chinas spielt mit im Abwertungs-Wettkampf

Von Markus Fugmann

In der Nacht zum heutigen Montag ist der Yuan auf den tiefsten Stand zum US-Dollar seit dem 04.Juni 2014 gefallen. Besonders bemerkenswert: dsa Preisband, das eine Abweichung vom von der Notenbank Chinas gesetzten Referenzwert von 2% erlaubt, ist fast erreicht worden – das gab es noch nie, seit die People´s Bank of China die geduldete Abweichung von 1% auf 2% erhöht hat:

yuan Handelsspanne

Unterdessen ist der Euro zum (offshore gehandelten) Yuan auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2001 gefallen:

eurcnh

Chinesische Händler berichten von später erfolgten, großvolumigen Yuan-Käufen großer chinesischer Banken – vermutlich im Auftrag der chinesischen Notenbank People´s Bank of China, um zu verhindern, dass die geduldete 2%-Abweichung wirklich erreicht wird.

Gleichwohl hatte die Notenbank durch einen höheren Referenzkurs Dollar-Yuan das Zeichen für den Abwertungswettlauf selbst gegeben. Es ist wahrscheinlich, dass die Regierung in Peking zunehmend unter Handelungsdruck kommt nach der EZB-Entscheidung am letzten Donnerstag. Sie dürfte versuchen, eine weitere Aufwertung des faktisch an den US-Dollar gekoppelten Yuan zu verhindern, um die Exportchancen des Landes nicht zu schmälern – zumal auch die japanische Notenbank eine ultralaxe Geldpolitik betreibt und Chinas Wirtschaft durch den dadurch schwachen Yen zunehemend unter Druck setzt. China will also nicht tatenlos an der Seitenlinie stehen im globalen Abwertungs-Wettkampf der Währungen.



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1 Kommentar

  1. Jede Währungsabschwächung(meist von)der nationalen Notenbank gemacht)jagt die jeweilige Börse auf neue,teils abenteuerliche Höhen,da die Exportindustrie davon profitiert.Kann, der globale Konsum die ständig steigenden Exporte,aufnehmen&wie reagiert unser Planet auf dieses ständige mehr,mehr,mehr!Ich denke,dass die Menschheit mit Vollgas in eine Sackgasse brettert an deren Ende eine stabile Betonwand steht!

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