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Chinas Weg: Schuldenexport

China und seine extrem kreditgehebelte Wirtschaft hat im Grunde nur eine Chance, den Zusammenbruch des Kartenhauses zu verhindern: es muss seine Schulden exportieren. Und genau in diese Richtung zielt offenkundig ein Deal zwischen China und er Schweiz, der vor wenigen Minuten über die Ticker lief: ein Swap-Abkommen zwischen dem Reich der Mitte und den Eidgenossen.

Ein Swap-Abkommen ist eine Vereinbarungen zwischen Zentralbanken, in denen sie sich verpflichten, einander sehr kurzfristige Devisenkredite (meist mit dreimonatiger Laufzeit) durch die gegenseitige Zurverfügungstellung ihrer Währung zu geben. Ziel ist die Versorgung der Geschäftsbanken mit der jeweiligen Währung, sodass etwa Schweizer Banken auch Kredite in Yuan vergeben können, chinesische Banken können dann Franken verleihen. Das bedeutet faktisch: China baut damit den Yuan weiter als Weltwährung aus.

Interessant an dem Deal zwischen China und der Schweiz ist vor allem, dass die Schweizer Notenbank SNB ihre Devisenreserven von nun an auf dem chinesischen Anleihemarkt anlegen – sprich Chinas Schulden erwerben kann. Das Abkommen begrenzt das Volumen auf 21 Milliarden Franken bzw. 150 Milliarden Renminbi und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Bereits im vergangenen Jahr hatte China Swap-Abkommen mit der EZB, Großbritannien, Brasilien und Indonesien geschlossen.



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